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230031 FPR Forschungspraktikum 1: Die vielen Gesichter der Arbeit (2017W)

6.00 ECTS (3.00 SWS), SPL 23 - Soziologie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Details

max. 35 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Montag 02.10. 11:15 - 13:15 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Montag 09.10. 09:00 - 13:15 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Montag 23.10. 09:00 - 13:15 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Montag 06.11. 09:00 - 13:15 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Montag 20.11. 09:00 - 13:15 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Montag 04.12. 09:00 - 13:15 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Montag 15.01. 09:00 - 13:15 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Montag 29.01. 09:00 - 13:15 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Das Forschungspraktikum widmet sich über zwei Semester der Frage, welche Bedeutung Arbeit für die Subjekte hat und wie diese mit Anerkennung und Wertschätzung verknüpft ist. Dabei unternehmen wir Expeditionen in höchst unterschiedliche und mehr oder weniger bekannte Arbeitswelten und berufliche Milieus.
In einem ersten Schritt wird auf der Grundlage von Texten der Forschungsstand zur Bedeutung von Arbeit und Anerkennung aufgearbeitet und eine gemeinsame Fragestellung entwickelt. Im Anschluss daran werden auf der Grundlage von teilnehmenden Beobachtungen erste Informationen über Problemlagen und Herausforderungen in den Berufsmilieus gesammelt. Interviews mit ExpertInnen aus dem Feld verdichten diese Erkenntnisse. Darauf aufbauend werden narrative Interviews mit AkteurInnen aus den unterschiedlichen Berufsgruppen geführt. Die Interviews werden transkribiert und mit entsprechenden Methoden im Hinblick auf manifeste und latente Inhalte ausgewertet. Die Ergebnisse der Interviews werden mit statistischen Daten und anderen Dokumenten (Arbeitsverträge etc.) angereichert und in der Auswertung mit anderen Berufsgruppen kontrastiert.
Ziel des Forschungspraktikums ist es mit einem Methodenmix einen umfassenden Blick auf die Arbeits- und Lebensbedingungen der Beschäftigten zu bekommen und in einer vergleichenden Analyse die Unterschiede zwischen aber auch innerhalb von Berufsgruppen herauszuarbeiten.

Ziel:
Die TeilnehmerInnen sollen wichtige Kompetenzen für die Durchführung qualitativer empirischer Forschungsprojekte insbesondere in der Arbeitssoziologie erwerben. Die praktische Anwendung von Erhebungs- und Auswertungsmethoden und die intensive Auseinandersetzung mit dem Untersuchungsgegenstand Erwerbsarbeit in seiner Vielfältigkeit sind die Hauptzielsetzungen der Lehrveranstaltung. Darüber hinaus wird auf die schriftliche Darstellung und die Präsentation der Ergebnisse Wert gelegt.

Methode:
- Bearbeiten und Diskussion von arbeitssoziologischer und methodischer Literatur
- Entwicklung von Erhebungsinstrumenten (Fragestellung, Leitfäden)
- Auswertung der Interviewtranskripte
- Verschriftlichung und Präsentation von Ergebnissen

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

- Mitarbeit
- Abgabe von Zwischenergebnissen
- Beurteilung der Erhebung und Auswertung sowie der schriftlichen Arbeit
- Beurteilung der Präsentation

Hinweis der SPL: bei Feststellung einer erschlichenen Teilleistung (Abschreiben, Plagiieren, Ghostwriting, etc.) muss die gesamte Lehrveranstaltung als geschummelt gewertet und als Antritt gezählt werden.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

- Regelmäßige Anwesenheit
- Aktive Beteiligung an Diskussion in der LVA
- Aktive Beteiligung bei Gruppenarbeiten
- Schriftliche Arbeiten und Zusammenfassungen
- Präsentation der Ergebnisse

Prüfungsstoff

Reading and discussing texts from sociology of work and methods of social research; discussion in small groups; analysis of data sets; joint development of survey tools; joint analysis of qualitative data; writing-up research findings

Literatur

Grundlagenliteratur (die genaue Literaturliste wird in der ersten Einheit bekanntgeben):
Becker-Schmidt, Regina. 1984. Eines Ist Zu Wenig - Beides Ist Zuviel. Erfahrungen von Arbeiterfrauen Zwischen Familie Und Fabrik. Bonn: Verlag Neue Gesellschaft.
Flecker, Jörg, Manfred Krenn, and Maria Tschernitz. 2014. "Der dreifache Bezug zur Arbeit Transformation öffentlicher Dienste und berufliche Identität." Österreichische Zeitschrift für Soziologie 39 (3): 199219. doi:10.1007/s11614-014-0138-2.
Flecker, Jörg. 2017. Arbeit und Beschäftigung. Eine soziologische Einführung. Opladen: UTB.
Meuser, Michael, and Ulrike Nagel. 1991. "ExpertInneninterviews - Vielfach Erprobt, Wenig Bedacht: Ein Beitrag Zur Qualitativen Methodendiskussion." In Qualitativ-Empirische Sozialforschung?: Konzepte, Methoden, Analysen, edited by Detlef Garz and Klaus Kraimer, 441471. Opladen: Westdeutscher Verlag.
Przyborski, Aglaja, and Monika Wohlrab-Sahr. 2014. Qualitative Sozialforschung. Ein Arbeitsbuch. 4th ed. München: Oldenbourg.
Voswinkel, Stephan. 2000. "Anerkennung Der Arbeit Im Wandel. Zwischen Würdigung Und Bewunderung." In Anerkennung Und Arbeit, edited by Ursula Holtgrewe, Stephan Voswinkel, and Gabriele Wagner, 3962. Konstanz: UVK.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

in 505: Ba A3 Forschungspraktikum 1

Letzte Änderung: Fr 31.08.2018 08:43