Universität Wien FIND

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Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.

230058 SE Ausgewählte Paradigmen: Gesellschaft und Sozialisation (2020S)

Soziologische Perspektiven

5.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 23 - Soziologie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Keine Restplatzvergabe

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first serve").

Details

max. 32 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Mittwoch 04.03. 18:00 - 19:30 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Mittwoch 11.03. 18:00 - 19:30 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Mittwoch 18.03. 18:00 - 19:30 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Mittwoch 01.04. 18:00 - 19:30 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Mittwoch 22.04. 18:00 - 19:30 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Mittwoch 29.04. 18:00 - 19:30 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Mittwoch 06.05. 18:00 - 19:30 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Mittwoch 13.05. 18:00 - 19:30 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Mittwoch 20.05. 18:00 - 19:30 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Mittwoch 27.05. 18:00 - 19:30 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Mittwoch 03.06. 18:00 - 19:30 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Mittwoch 10.06. 18:00 - 19:30 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Mittwoch 17.06. 18:00 - 19:30 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Mittwoch 24.06. 18:00 - 19:30 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

In der soziologischen Theorie, der generellen wie der speziellen, gibt es einen kognitiven und methodologischen Konsens. Er beinhaltet zum einen, die Strukturen der sozialen und psychischen Welt als Konstruktionen begreifen zu müssen; zum anderen, diese konstruktiv gebildeten Strukturen in einem empirischen Bildungsprozess entstehen lassen und damit notwendigerweise auch dem Prozess der Sozialisation einen zentralen Stellenwert beimessen zu müssen.

Die Einsicht in die strukturgenetische Bedeutung der Sozialisation ist in der soziologischen Theoriebildung erst im Laufe des 20. Jahrhunderts richtig zum Tragen gekommen. Inzwischen gilt: ob in der Systemtheorie, dem Neomarxismus, den neueren Formationen des Sozialkonstruktivismus, einer gesellschaftstheoretisch ambitionierten Gendertheorie ebenso wie den speziellen Soziologien (z.B. der Soziologie des Körpers, der Familie, der Ernährung, der Kognition) - das Bedingungsverhältnis von gesellschaftlicher und individueller Strukturbildung ohne Bezug auf empirische Sozialisationsprozesse einsichtig machen zu wollen, ist schlechterdings nicht mehr möglich.

Im Rahmen dieser Seminarveranstaltung wird es zunächst darum gehen, das Sozialisationsverständnis klassischer und aktueller soziologischer Theorien kennenzulernen. Dabei werden wir die Frage zu klären versuchen, mit welchen psychologischen Theorien der Prozess der Sozialisation in den verschiedenen soziologischen Theorien in Verbindung gesetzt wird - wenn dies überhaupt geschieht. Denn es scheint in einigen soziologischen Theorien möglich zu sein, ein entwicklungspsychologisch weitgehend "theorieloses" Konzept der Sozialisation zu verwenden. Neben der Klärung theoretischer Fragen soll es in diesem Seminar zudem die Möglichkeit geben, sich mit den - in einem teils dynamisierten Wandel befindlichen - empirischen Sozialisationsprozessen der gegenwärtigen Gesellschaft anhand aktueller Entwicklungen - z.B. im Kontext kindlicher und jugendlicher Sozialisation, geschlechtsspezifischer Sozialisation, Mobilitätssozialisation, Ernährungssozialisation, Mediensozialisation (z.B. einer marktökonomisch integrierten Virtualisierung von kindlichen Lebenswelten), retraditionalisierter religiösen Sozialisation u.a. - zu befassen.

Fortlaufend im Blick zu halten gilt es, dass die ökologisch bedingten Problemlagen, die auf uns und die nächsten Generationen zukommen werden, einen gravierenden Wandel der strukturellen und kulturellen Bedingungen gesellschaftlicher Sozialisation und individueller Lebensorganisation notwendig machen werden.

Methoden: Textlektüre, Exzerpte, Kurzreferate (20 Minuten), Diskussionen in Kleingruppen und Plenum, Abschlussprüfung bzw. Seminararbeit.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Zusammensetzung der Note: Seminararbeit (70%), Referat (20%), kleinere schriftliche Arbeiten (10%), Anwesenheit

Hinweis der SPL:
Die Erbringung aller Teilleistungen ist Voraussetzung für eine positive Beurteilung, wenn nicht explizit etwas anderes vermerkt wurde.
Werden einzelne verpflichtende Teilleistungen nicht erbracht, gilt die Lehrveranstaltung als abgebrochen. Falls dem Nichterbringen der Leistung kein wichtiger und unvorhersehbarer Grund seitens des/der Studierenden vorliegt, wird die LV negativ beurteilt.
Bei Vorliegen eines solchen Grundes (zB eine längere Erkrankung) kann der/die Studierende auch nach Ablauf der Frist von der LV abgemeldet werden. Über das Vorliegen eines wichtigen Grundes entscheidet die Lehrveranstaltungsleitung. Der Antrag auf Abmeldung ist unverzüglich nach Eintreten des Grundes zu stellen.
Wurde eine Teilleistung erschlichen, d.h. etwa bei einer Prüfung oder einem Test geschummelt, bei einer schriftlichen Arbeit plagiiert oder auch Unterschriften auf Anwesenheitslisten gefälscht, wird die gesamte Lehrveranstaltung als "nicht beurteilt" gewertet und mit dem Vermerk "geschummelt/erschlichen" in das Notenerfassungssystem eingetragen.
Im Zuge der Beurteilung kann eine Plagiatssoftware (Turnitin in Moodle) zur Anwendung kommen: Details werden von den Lehrenden in der Lehrveranstaltung bekanntgeben.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Zusammensetzung der Note: Seminararbeit (70%), Referat (20%), kleinere schriftliche Arbeiten (10%), Anwesenheit

Prüfungsstoff

Literatur

Wird noch bekannt gegeben.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:21