Universität Wien FIND

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230075 SE Alter(n), Generationen, Lebenslauf (2018W)

Konzepte der sozialwissenschaftliche Alter(n)sforschung

4.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 23 - Soziologie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Donnerstag 04.10. 15:45 - 17:15 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 2, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Donnerstag 11.10. 15:45 - 17:15 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 2, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Donnerstag 18.10. 15:45 - 17:15 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 2, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Donnerstag 25.10. 15:45 - 17:15 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 2, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Donnerstag 08.11. 15:45 - 17:15 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 2, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Donnerstag 15.11. 15:45 - 17:15 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 2, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Donnerstag 22.11. 15:45 - 17:15 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 2, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Donnerstag 29.11. 15:45 - 17:15 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 2, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Donnerstag 06.12. 15:45 - 17:15 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 2, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Donnerstag 10.01. 15:45 - 17:15 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 2, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Donnerstag 17.01. 15:45 - 17:15 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 2, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Donnerstag 24.01. 15:45 - 17:15 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 2, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Donnerstag 31.01. 15:45 - 17:15 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 2, Rooseveltplatz 2, 1.Stock

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Durch den demographischen Wandel steigt die Lebenserwartung an. Aber was tun mit einem langen Leben? Neue Partnerschaften? Eine Neuorganisation der Erwerbsarbeit? Im Rahmen des Seminars beschäftigen sich Studierende erstens mit der Annahme einer Destandardisierung und Deregulierung im Lebenslauf, und zwar in den beiden wesentlichen Strukturgebern des Lebenslaufs, der Erwerbs- und der Familienbiographie. Im Übergang von einem standardisierten Lebenslauf zu einer Patchwork-Biographie wird der Lebenslauf wird als nicht mehr gesellschaftlich vorgeordnet gesehen, sondern vom Individuum selbst gestaltet. Zweitens wird sich das Seminar mit der Bedeutung von Altersbildern und Alterszuschreibungen im sozio-demographischen und sozial-staatlichen Wandel befassen. Strategien des Active Ageing und der Beautification im Alter werden soziologisch verortet. Das Seminar wird dabei Einblick geben in spannungsreiche und oft widersprüchliche Identitätskonstruktionen, die sowohl junge als auch alte Menschen vornehmen und in einem Konfliktfeld zwischen Selbstmanagement und gesellschaftlicher Normierung stattfinden.

Ziel der LV ist die Einführung der Studierenden in theoretische Konzept der Lebenslaufforschung und die kritische Befassung mit relevanten empirischen Daten. Die Lehrveranstaltung gliedert sich in fünf Teile, in denen jeweils theoretische Konzepte vorgestellt und diskutiert werden. Danach können Fragestellungen an qualitativen oder quantitativen Forschungsdaten selbstständig verfolgt werden.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Die Leistung in der Lehrveranstaltung wird anhand der aktiven Mitarbeit und Diskussion in der Lehrveranstaltung, Abgabe der schriftlichen Übungen (Textzusammenfassung), Kurpräsentation eines Textes und Abgabe einer schriftlichen Abschlussarbeit bewertet. In der schriftlichen Abschlussarbeit ist ein Forschungskonzept auszuarbeiten. Der Umfang der Seminararbeit beträgt 5-7 Seiten.

Hinweis der SPL: bei Feststellung einer erschlichenen Teilleistung (Abschreiben, Plagiieren, Ghostwriting, etc.) muss die gesamte Lehrveranstaltung als geschummelt gewertet und als Antritt gezählt werden.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Aktive Mitarbeit im Seminar (10%)

Abgabe schriftlichen Übungen (Textzusammenfassung) und Vorbereitung von Diskussionspunkten für einen Teil der Lehrveranstaltung (25%)

Präsentation eines Forschungskonzeptes (25%)

Schriftliche Abschlussarbeit (40%)

Prüfungsstoff

lecture

Literatur

Kohli M (2003) Der institutionalisierte Lebenslauf: ein Blick zurück und nach vorn. In: Allmendinger J (Hrsg.) Entstaatlichung und soziale Sicherheit. Opladen: Leske & Budrich, S 525-545.
Mayer, Karl Ulrich. "New Directions in Life Course Research." Annual Review of Sociology 35 (2009): 413-33. http://www.jstor.org/stable/27800085.
Kolland F, Wanka A (2014) Die neue Lebensphase Alter. In: Wahl HW, Kruse A (Hrsg.) Lebensläufe im Wandel. Stuttgart: Kohlhammer, 185-200.
Amann A, Kolland F (2014) Das erzwungene Paradies des Alters. Weitere Fragen an eine Kritische Gerontologie. Wiesbaden: Springer.
Buchmann, M & Kriesi, I (2011): Transition to Adulthood in Europe. Annual Review of Sociology, 37: 481-503.
Moehring, K (2016): Life course regimes in Europe: Individual employment histories in comparative and historical perspective. Journal of European Social Policy, 26 (2): 124-139.
Baumgartner K, Kolland F, Wanka A (2013) Altern im ländlichen Raum. Stuttgart: Kohlhammer.
Dyk S, Lessenich S (2009) Die jungen Alten. Analysen einer neuen Sozialfigur, Frankfurt/Main: Campus.
Generali Altersstudie (2013) Wie ältere Menschen leben, denken und sich engagieren. Frankfurt a.M.: Fischer.
Luy M, Wegner-Siegmundt C, Wiedemann A, Spijker J (2015) Life expectancy by education, income and occupation in Germany: Estimations using the longitudinal survival method. Comparative Population Studies 40(4): 399-436.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:39