Universität Wien

230075 PR B11 Soziologisches Forschungspraktikum 2: Klarna + TikTok. Konsum und Finanzbildung von Jugendlichen (2026S)

6.00 ECTS (3.00 SWS), SPL 23 - Soziologie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Dies ist die Fortsetzung des gleichnamigen Forschungspraktikums 1 aus dem W2025/26. Eine Anmeldung/Teilnahme ist nur möglich, wenn Sie auch beim ersten Teil angemeldet waren.

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 22 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

  • Dienstag 03.03. 16:45 - 19:15 PC-Raum 1 Schenkenstraße 8-10, 1.UG
  • Dienstag 10.03. 16:45 - 19:15 PC-Raum 1 Schenkenstraße 8-10, 1.UG
  • Dienstag 24.03. 16:45 - 19:15 PC-Raum 1 Schenkenstraße 8-10, 1.UG
  • Dienstag 14.04. 16:45 - 19:15 PC-Raum 1 Schenkenstraße 8-10, 1.UG
  • Dienstag 21.04. 16:45 - 19:15 PC-Raum 1 Schenkenstraße 8-10, 1.UG
  • Dienstag 28.04. 16:45 - 19:15 PC-Raum 1 Schenkenstraße 8-10, 1.UG
  • Dienstag 05.05. 16:45 - 19:15 PC-Raum 1 Schenkenstraße 8-10, 1.UG
  • Dienstag 12.05. 16:45 - 19:15 PC-Raum 1 Schenkenstraße 8-10, 1.UG
  • Dienstag 19.05. 16:45 - 19:15 PC-Raum 1 Schenkenstraße 8-10, 1.UG
  • Dienstag 26.05. 16:45 - 19:15 PC-Raum 1 Schenkenstraße 8-10, 1.UG
  • Dienstag 16.06. 16:45 - 19:15 PC-Raum 1 Schenkenstraße 8-10, 1.UG
  • Dienstag 23.06. 16:45 - 19:15 PC-Raum 1 Schenkenstraße 8-10, 1.UG
  • Dienstag 30.06. 16:45 - 19:15 PC-Raum 1 Schenkenstraße 8-10, 1.UG

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Ziel der Lehrveranstaltung ist es, das Potential der Finanzbildung zur Konsumbildung und Schuldenprävention zu erforschen. Dabei soll sowohl der Wissenszuwachs überprüft werden als auch die damit erwartete Änderung von Einstellungen oder Perspektiven. Hintergrund ist der Wiener Finanzführerschein, der seit Februar 2020 von der Schuldenberatung Wien in Zusammenarbeit mit der Bildungsdirektion Wien und unterstützt von der Arbeiterkammer Wien an Wiener Schulen angeboten wird.

Das Forschungspraktikum ist als Mixed Methods Evaluation in Kooperation mit der Wiener Schuldenberatung und der Wiener Arbeiterkammer konzipiert und wird sich zentral mit der Wirkungsanalyse von Finanzbildung beschäftigen. Frau Dr.in Brigitte Heller von der Bildungsdirektion Wien wird dieses Projekt aktiv unterstützen und u.a. den Kontakt zu Berufsschulen in Wien ermöglichen.

Inhalte (beider Semester)
- Theoretische Modelle zu Verschuldung und Konsumverhalten
- Feldzugang, Forschungsprotokolle und Forschungsethik
- Erstellung eines Forschungsdesigns
- Entwicklung/Prüfung von Erhebungsinstrumenten/Leitfäden
- quantitative und qualitative Datenerhebung
- quantitative Analysen mit SPSS und qualitative Analysen mit MaxQDA
- Erstellung eines Evaluationsberichts

Methode
Methodisch ist die Lehrveranstaltung als Mixed-Methods Forschung geplant, wobei es für die Studierenden die Möglichkeit geben wird, den Forschungs-Schwerpunkt auf qualitative oder quantitative Methoden zu setzen. Im Fokus des ersten Semesters stehen theoretische Modelle, Fragen des Feldzugangs, Entwicklung/Prüfung geeigneter Erhebungsinstrumente und die Datenerhebung mittels Fragebogen, Interviews und/oder Fokusgruppen. Im zweiten Semester wird neben den standardisierten Analysemethoden unter anderem die Metaphernanalyse als interpretatives Verfahren vorgestellt.

Alle Planungs- und Arbeitsschritte des Forschungsprojekts werden so autonom wie möglich erprobt. Die Lehrveranstaltungsleiter unterstützen bei der Konkretisierung des Forschungsvorhabens und begleiten den Prozess der konkreten Umsetzung.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Leistungskontrolle
- Deskriptive/inhaltsanalytische Auswertung
- Multivariate/interpretative Datenanalyse
- Erstellung eines Evaluationsberichtes
- Abschlusspräsentation
- Beteiligung in den Diskussionsphasen

Erlaubte Hilfsmittel
Es sind prinzipiell alle Hilfsmittel erlaubt. Quellen (auch und gerade aus dem Internet) sowie Zitate müssen gemäß Zitierregeln ausgewiesen werden. Die Verwendung von KI-Tools (z. B. ChatGPT) ist auf bestimme Aufgabenstellungen beschränkt, die von den LV-Leiter:innen explizit bekannt gegeben werden.

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Hinweis der SPL Soziologie:
Die Lehrveranstaltungsleitung kann eine Regelung über das Ausmaß der Anwesenheitspflicht festlegen. Für Studierende besteht kein grundsätzliches Recht auf einen festgelegten Anteil erlaubter Abwesenheit, unabhängig von den Gründen. Die Einhaltung der Anwesenheitspflicht ist eine Mindestanforderung für eine positive Beurteilung. Wenn Studierende aus wichtigen Gründen an Lehreinheiten nicht teilnehmen können und/oder wenn krankheitsbedingt Teilleistungen nicht erbracht werden konnten, kann die Lehrveranstaltungsleitung Ersatzleistungen einräumen.
In Hinblick auf An- und Abmeldung zu (bzw. den Abbruch von) prüfungsimmanenten Lehrveranstaltungen gilt § 10 des studienrechtlichen Satzungsteils.
Alle Teilleistungen müssen erbracht werden, um eine positive Beurteilung erlangen zu können.
Führt das Ergebnis der zentralen schriftlichen Teilleistung dazu, dass eine negative Beurteilung der gesamten prüfungsimmanenten Lehrveranstaltung droht, wird eine Verbesserungsmöglichkeit eingeräumt. Die Kriterien sowie eine angemessene Frist für die Verbesserung werdenin der Lehrveranstaltungbekannt gegeben.
Im Zuge der Beurteilung kann eine Plagiatssoftware (Turnitin) zur Anwendung kommen.
Zur Sicherung der guten wissenschaftlichen Praxis kann die Lehrveranstaltungsleitung ein mündliches Nachfragen zur Plausibilisierung vorsehen. Studierende haben dabei eine Mitwirkungspflicht. Eine erschlichene Leistung (Plagiat, Schummeln etc.) wird auf dem Sammelzeugnis als solche ausgewiesen (Eintragung eines "X") und zählt als Prüfungsantritt.
Die Verwendung von KI-Tools ist nur dann erlaubt, wenn dies von der Lehrveranstaltungsleitung explizit vorgesehen ist. Jede Verwendung von KI ist zu dokumentieren, und die Guidelines der Universität Wien zum Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI) in der Lehre sind zu beachten: https://phaidra.univie.ac.at/detail/o:2092606
Wurde eine Teilleistung erschlichen, d.h. es wurde etwa bei einer Prüfung oder einem Test geschummelt, bei einer schriftlichen Arbeit plagiiert, KI missbräuchlich oder undokumentiert verwendet oder die Unterschrift auf Anwesenheitslisten gefälscht, wird die gesamte Lehrveranstaltung als "nicht beurteilt" gewertet und entsprechend erfasst. Diese und weitere Bestimmungen finden sich im studienrechtlichen Satzungsteil: https://satzung.univie.ac.at/studienrecht/.
Studierende, die eine prüfungsimmanente Lehrveranstaltung bereits dreimal negativ absolviert haben und sich für einen vierten Antritt anmelden wollen, kontaktieren bitte die StudienServiceStelle Soziologie während der Anmeldephase (vgl. Zusatzinformation "Dritte Wiederholung bei prüfungsimmanenten Lehrveranstaltungen": https://soziologie.univie.ac.at/info/pruefungen/#c56313)

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

EDV-Technische Voraussetzungen
Für die Teilnahme an dieser Lehrveranstaltung ist es erforderlich, dass die Möglichkeit zur Verwendung eines Computers und der SPSS bzw. MaxQDA Software gegeben ist. Studierende können über den zentralen Informatikdienst die Software zu vergünstigtem Preis beziehen: https://zid.univie.ac.at/software-fuer-studierende/

Mindestanforderungen
- Regelmäßige Teilnahme an den LV-Terminen (maximal zwei Abwesenheiten)
- Aktive Beteiligung an einer der Kleingruppen
- regelmäßiger Bericht über den Stand der Forschungsarbeit

Beurteilungsmaßstab
- Deskriptive/inhaltsanalytische Auswertung (Gruppe, 6 Seiten) 20 Punkte
- Multivariate/interpretative Datenanalyse (Einzel, 8 Seiten) 30 Punkte
- Erstellung eines Evaluationsberichtes (Gruppe, 25 Seiten) 30 Punkte
- Abschlusspräsentation (Gruppe, 10 Folien) 10 Punkte
- Beteiligung in den Diskussionsphasen 10 Punkte

Für eine positive Beurteilung der Lehrveranstaltung sind 60 Punkte erforderlich.
1 (sehr gut) 91-100 Punkte
2 (gut) 81-90 Punkte
3 (befriedigend) 71-80 Punkte
4 (genügend) 60-70 Punkte
5 (nicht genügend) 0-59 Punkte

Im Rahmen der Lehrveranstaltung wird Mitarbeit der Teilnehmer*innen eingefordert. Ein zweimaliges unentschuldigtes Fehlen ist zulässig. Ein Fehlen darüber hinaus muss aus einem wichtigen Grund erfolgen und durch eine Ersatzarbeit kompensiert werden. Ein mehrmaliges Fehlen ohne wichtigen Grund führt zu einer negativen Beurteilung.

Update 22.01.2026
Die multivariate/interpretative Datenanalyse gilt als zentrale Teilleitung dieses Seminars. Wenn aufgrund einer negativen Beurteilung der Datenanalyse eine positive Absolvierung des gesamten Seminars gefährdet ist, werden ein ausführliches Feedbackgespräch und darauf aufbauend eine Verbesserungsmöglichkeit angeboten.

Prüfungsstoff

Grundlage für alle Arbeiten sind die Inputs der LV-Leiter (auch über Moodle verfügbar), ausgewählte Kapitel aus der angeführten Literatur sowie die Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen.

Literatur

Konsumsoziologie
Lange, E. (2004). Jugendkonsum im 21. Jahrhundert. Wiesbaden. Verlag für Sozialwissenschaften
Nußbaumer, B. & Hemedinger, F. (2014). Jugend und Geld. Linz: pro mente edition
Piorkowsky, M. (2013). Überschuldungsprävention durch Bildung und Beratung. In: SCHUFA Kredit-Kompass 2013, Seiten 58-74
Nymoen, O. & Schmitt, W. M. (2021). Influencer: Die Ideologie der Werbekörper. Surkamp.

Quantitative Methodenlehre
Bortz, J. & Döring, N. (1984). Besonderheiten der Evaluationsforschung. In: J. Bortz & N. Döring: Forschungsmethoden und Evaluation. Berlin Heidelberg. Seiten 95-134
Diekmann, A. (2007). Empirische Sozialforschung. Reinbek bei Hamburg: rowohlts enzyklopädie.

Qualitative Methodenlehre
Flick, U. (2006). Qualitative Evaluationsforschung. Konzepte Methoden Umsetzungen. Reinbek bei Hamburg
Braun, V. & Clarke, V. (2022) Thematic Analysis. SAGE Publications.
Spradley, J. (1980). Participant Observation. Thomson Learning.

Weitere Literaturhinweise, Basistexte und Links zu Berichten werden über moodle zur Verfügung gestellt.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Di 24.03.2026 15:07