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230089 SE Fernsehgesellschaft - Das Fernsehen als soziale Lernmaschine (2013S)

Television as a sociological learning machine

4.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 23 - Soziologie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

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Details

max. 35 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

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Dienstag 05.03. 15:15 - 16:45 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Dienstag 12.03. 15:15 - 16:45 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Dienstag 19.03. 15:15 - 16:45 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Dienstag 09.04. 15:15 - 16:45 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Dienstag 16.04. 15:15 - 16:45 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Dienstag 23.04. 15:15 - 16:45 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Dienstag 30.04. 15:15 - 16:45 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Dienstag 07.05. 15:15 - 16:45 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Dienstag 14.05. 15:15 - 16:45 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Dienstag 28.05. 15:15 - 16:45 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Dienstag 04.06. 15:15 - 16:45 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Dienstag 11.06. 15:15 - 16:45 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Dienstag 18.06. 15:15 - 16:45 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Dienstag 25.06. 15:15 - 16:45 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Das technische Auge einer Kamera veränderte unsere Wahrnehmung der Wirklichkeit. Selbst wenn wir am Ort des Geschehens nicht anwesend sind, sind wir nun Augenzeugen geworden. Allein diese lapidare Tatsache lehrt uns, dass nicht nur unsere Einschätzung der Wirklichkeit sich wandelte, sondern es änderte sich auch die "Erzählstruktur" in unserem Gedankenaustausch. Das Fernsehen lässt eine "Exkommunikation" nicht mehr zu, wie es damit auch immer allen alles mitteilen muss. Somit hat sich der Charakter unserer Mitteilungen und Botschaften verändert.
In ebenso stringenter Weise sind auch die sozialen Rollen über Medien verändert worden. Mit der Aufklärungsfunktion des Fernsehens haben etwa die Ärzte ihr Ansehen als "Götter in weiß" eingebüßt. Es erlaubt eben die Kamera den Blick hinter die Kulissen. Sie war es auch, die das öffentliche Leben, die Politik, Kultur und Wirtschaft in ein Szenario der Bühne verwandelte und lässt uns vermuten, ab nun erhalten wir den Blick hinter die Kulissen. In der aufklärerischen Wirkung des Fernsehens veränderte sich zugleich auch die bisherige Position unserer Helden des Alltags. Wie Politiker keine weißen Hemden mehr haben, so gibt es auch keine Helden mehr, denn grundsätzlich stößt das Fernsehen Ideale und Idole von ihren Sockeln. Andererseits haben neue Medien stets neue soziale Rollen geschaffen. Wie sich eben die Handlungsdispositive im öffentlichen Austausch veränderten, da ab nun die Präsenz der Kamera gewusst wird, so sind die damit veränderten sozialen Situationen die Voraussetzung neuer sozialer Rollen. Ab nun sind die Sozialisationsagenturen nicht mehr in ungebrochener Kompetenz wirksam, sondern erhalten eine Konkurrenz in den talk-shows, in denen mehr erlernt wird als im Biologie-Unterricht.
Kurzum: Die Vorlesung geht einmal davon aus, dass mit den herkömmlichen Instrumentarien der Soziologie der Wandel durch Medien charakterisiert wird, hierauf diese neue Wirklichkeit unter die Lupe genommen wird, um sich einerseits gegenüber den Hypothesen von Marshall McLuhan zu distanzieren, andererseits aber diese Veränderung als eine völlig neue Strukturierung des Gesellschaftlichen darzustellen.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Prüfungsstoff

Literatur


Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

in 905: MA F Kultur und Gesellschaft oder MA EF Erweiterung einer gewählten Forschungsspezialisierung

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:39