Universität Wien

230120 UE M4 Qualitative Methoden: Interview und teilnehmende Beobachtung (2026S)

5.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 23 - Soziologie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Zusammenfassung

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").
An/Abmeldeinformationen sind bei der jeweiligen Gruppe verfügbar.

Gruppen

Gruppe 1

max. 20 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch
Lernplattform: Moodle

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

  • Mittwoch 11.03. 16:45 - 20:00 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 1, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
  • Mittwoch 25.03. 16:45 - 20:00 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 1, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
  • Mittwoch 06.05. 16:45 - 20:00 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 1, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
  • Mittwoch 20.05. 16:45 - 20:00 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 1, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
  • Mittwoch 03.06. 16:45 - 20:00 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 1, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
  • Mittwoch 17.06. 16:45 - 20:00 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 1, Rooseveltplatz 2, 1.Stock

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

In dieser Lehrveranstaltung (LV) werden methodologische und methodische Prämissen der Interviewführung und Beobachtung fokussiert und vor allem angewendet. Durch die Durchführung kleiner Forschungsarbeiten werden die Methoden tiefergehend erlernt und reflektiert. Die Übung dient dem Ausbau der Basiskenntnisse qualitativer Sozialforschung und insbesondere der Anwendung von konkreten Techniken der Datenerhebung, -aufbereitung und -verarbeitung.

Das leitende gemeinsame Thema der Forschungsarbeiten ist "Schuld, Schuldgefühle und schlechtes Gewissen". Innerhalb dieses Themenfeldes können die Teilnehmenden alleine, in Zweier- oder Dreier-Teams ihre Projekte frei konzipieren und den Prozess eines qualitativen und insbesondere interpretativen Forschungsprozesses probieren. (Die Orientierung der Forschungsvorhaben werden wir gemeinsam im Prozess der LV erarbeiten. In diesem Zusammenhang werden wir uns gemeinsam den Chancen und Herausforderungen eines verstehenden Erkenntnisprozesses zuwenden und Lösungen finden, um sozialwissenschaftlichen Sinn zu schaffen.)

Der Forschungs- und Erkenntnisprozess der Teilnehmenden wird durch regelmäßige Inputs der LV-Leitung, angeleitete Reflexionsprozesse und unterschiedliche Austauschformate der Studierenden in der LV begleitet. In manchen LV-Einheiten wird ausgewählte Literatur die Durchführung, Vor- und Nachbereitung der Projekte unterstützen.

Die LV-Leitung stellt regelmäßig Leitfäden zur Verfügung, die den fortlaufenden Erkenntnis- und Reflexionsprozess der Forscher:innen orientieren. Die dokumentierte Reaktion auf diese Leitfäden erlaubt der LV-Leitung ein kontinuierliches Feedback zu den Forschungsprozessen zu geben und die Moderation des Austauschs im Plenum zu leiten. Zugleich dient dieses Vorgehen der kontinuierlichen Anfertigung und des Abschlusses der Forschungsberichte (siehe unten).

Für die Forschungsprojekte werden alle Teilnehmenden im Rahmen der LV zwei offene Interviews führen und zwei teilnehmende Beobachtungen machen. Die Daten dieser Erhebungen werden anschließend aufbereitet und (vorläufig) ausgewertet, um abschließend (vorläufige) erste Forschungsergebnisse zu präsentieren.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

1.) Aktive Teilnahme und fortlaufende Forschungsarbeit
Für eine erfolgreiche Teilnahme an der LV ist die regelmäßige und aktive Teilnahme der Studierenden zentral. (Insbesondere die Etablierung einer erkenntnisfördernden Interaktionskultur in der LV, sowie das [wechselseitige] Feedback zum Forschungs- und Erkenntnisprozess sind darauf angewiesen, dass die Teilnehmenden an den ko-präsenten LV-Einheiten aktiv partizipieren. Das Fehlen im Umfang eines LV-Termins wird toleriert.)

Für die Forschungsarbeiten sind (mind.) folgende Teilleistungen zu erbringen:
i) Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung zweier narrativer Interviews, (selektive) Transkription und Auswertung der Interviewdaten
ii) Durchführung zweier teilnehmender Beobachtungen inklusive Anfertigung von vollständigen Feldnotizen und (selektive) Auswertung der Beobachtungsdaten

2.) Forschungsbericht
Die Forschungsarbeiten schließen mit einem Forschungsbericht ab, in dem der Erkenntnis- und Forschungsprozess reflektiert wird und (vorläufige) Ergebnisse dokumentiert werden.

Alle Teilleistungen müssen erbracht werden, um die LV positiv abzuschließen.

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Hinweis der SPL Soziologie:
Die Lehrveranstaltungsleitung kann eine Regelung über das Ausmaß der Anwesenheitspflicht festlegen. Für Studierende besteht kein grundsätzliches Recht auf einen festgelegten Anteil erlaubter Abwesenheit, unabhängig von den Gründen. Die Einhaltung der Anwesenheitspflicht ist eine Mindestanforderung für eine positive Beurteilung. Wenn Studierende aus wichtigen Gründen an Lehreinheiten nicht teilnehmen können und/oder wenn krankheitsbedingt Teilleistungen nicht erbracht werden konnten, kann die Lehrveranstaltungsleitung Ersatzleistungen einräumen.
In Hinblick auf An- und Abmeldung zu (bzw. den Abbruch von) prüfungsimmanenten Lehrveranstaltungen gilt § 10 des studienrechtlichen Satzungsteils.
Alle Teilleistungen müssen erbracht werden, um eine positive Beurteilung erlangen zu können.
Führt das Ergebnis der zentralen schriftlichen Teilleistung dazu, dass eine negative Beurteilung der gesamten prüfungsimmanenten Lehrveranstaltung droht, wird eine Verbesserungsmöglichkeit eingeräumt. Die Kriterien sowie eine angemessene Frist für die Verbesserung werdenin der Lehrveranstaltungbekannt gegeben.
Im Zuge der Beurteilung kann eine Plagiatssoftware (Turnitin) zur Anwendung kommen.
Zur Sicherung der guten wissenschaftlichen Praxis kann die Lehrveranstaltungsleitung ein mündliches Nachfragen zur Plausibilisierung vorsehen. Studierende haben dabei eine Mitwirkungspflicht. Eine erschlichene Leistung (Plagiat, Schummeln etc.) wird auf dem Sammelzeugnis als solche ausgewiesen (Eintragung eines "X") und zählt als Prüfungsantritt.
Die Verwendung von KI-Tools ist nur dann erlaubt, wenn dies von der Lehrveranstaltungsleitung explizit vorgesehen ist. Jede Verwendung von KI ist zu dokumentieren, und die Guidelines der Universität Wien zum Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI) in der Lehre sind zu beachten: https://phaidra.univie.ac.at/detail/o:2092606
Wurde eine Teilleistung erschlichen, d.h. es wurde etwa bei einer Prüfung oder einem Test geschummelt, bei einer schriftlichen Arbeit plagiiert, KI missbräuchlich oder undokumentiert verwendet oder die Unterschrift auf Anwesenheitslisten gefälscht, wird die gesamte Lehrveranstaltung als "nicht beurteilt" gewertet und entsprechend erfasst. Diese und weitere Bestimmungen finden sich im studienrechtlichen Satzungsteil: https://satzung.univie.ac.at/studienrecht/.
Studierende, die eine prüfungsimmanente Lehrveranstaltung bereits dreimal negativ absolviert haben und sich für einen vierten Antritt anmelden wollen, kontaktieren bitte die StudienServiceStelle Soziologie während der Anmeldephase (vgl. Zusatzinformation "Dritte Wiederholung bei prüfungsimmanenten Lehrveranstaltungen": https://soziologie.univie.ac.at/info/pruefungen/#c56313)

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Die oben genannten Leistungsanforderungen fließen mit folgender Gewichtung in die Benotung der Teilnehmenden ein:
a) Aktive Teilnahme und fortlaufende Forschungsarbeit (50%).
b) Forschungsbericht (50%).

Literatur

Die Literatur wird in der LV bekanntgegeben. Die Texte werden via Moodle bereitgestellt. Der überwiegende Teil der Lektüre ist in deutscher Sprache verfasst. Je nach Bedarf und Konkretisierung der Forschungsprojekte der Teilnehmenden stellt die LV-Leitung thematisch passende, vertiefende Methodenliteratur zur Verfügung.

Ein Werk, um sich einen möglichen Überblick über die Verfahren der qualitative Sozialforschung zu verschaffen, ist das Folgende:
Przyborski, Aglaja / Wohlrab-Sahr, Monika (2008): Qualitative Sozialforschung. Ein Arbeitsbuch. München: Oldenbourg.

Gruppe 2

max. 20 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch
Lernplattform: Moodle

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

  • Dienstag 03.03. 15:00 - 18:15 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 1, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
  • Dienstag 17.03. 15:00 - 18:15 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 1, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
  • Dienstag 14.04. 15:00 - 18:15 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 1, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
  • Dienstag 12.05. 15:00 - 18:15 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 1, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
  • Dienstag 09.06. 15:00 - 18:15 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 1, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
  • Dienstag 23.06. 15:00 - 18:15 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 1, Rooseveltplatz 2, 1.Stock

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Die Lehrveranstaltung vertieft bereits erworbene Wissensbestände zu qualitativen Erhebungsverfahren, indem die qualitative Beobachtung und das Interviews in ihren jeweils unterschiedlichen Formen und Varianten vorgestellt, diskutiert, angewendet und reflektiert werden.
Durch die Durchführung kleiner, eigenständiger Forschungsarbeiten (in 2er Gruppen) werden qualitative Methoden in Hinblick auf ein selbst gewähltes Forschungsfeld gewählt, tiefergehend erlernt und reflektiert. In einzelnen Übungen begegnen Studierende damit unterschiedlichen Formen teilnehmender Beobachtung und verschiedenen Interviewformen (narrative, problemzentrierte, reflexive, bildbezogene Interviews). Am Ende des Seminars werden die Studierenden in der Lage sein, die zu ihren Forschungsfragen und sozialtheoretischen Grundannahmen passenden Methoden der Datenerhebung (und der Datenauswertung) zu wählen. Begleitend werden stets wissenschaftstheoretische, methodologische und methodische Prämissen der qualitativen Sozialforschung diskutiert und ethnische Fragen und Herausforderungen beim qualitativen Forschen stets begleitend aufgegriffen und reflektiert.

Die Lehrveranstaltung kombiniert dabei klassischen Input mit Erfahrungsberichten und Beispielen aus der Forschungspraxis. Nach einführenden theoretischen Vertiefungen zur Erhebung mit verschiedenen qualitativen Methoden (Formen von Interview und Beobachtung) und der Vorab-Lektüre einschlägiger Methodentexte, führen die Studierenden selbstständig Erhebungen in einem selbst gewählten Feld durch.
Reflexionsrunden in Kleingruppen (zu ähnlichen Zugängen) sowie kontinuierliches Feedback der LV-Leitung dienen der kritischen Auseinandersetzung mit den Stärken und Grenzen der jeweiligen Verfahren und einer Reflexion der eigenen Rolle und Positionalität im Feld. Präsentationen der Datenerhebung zeigen den Fortschritt und die Herausforderungen bei der Durchführung qualitativer Interviews und Beobachtungen.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

- Aktive Mitarbeit in der Übung durch Wortmeldungen (Diskussion der Literatur und Spotlight)
- Lektüre der Pflichtliteratur (Texte auf Moodle)
- Erarbeitung und Präsentation eines Forschungsfeldes, Interviewleitfäden und/oder Beobachtungskriterien (in 2er Gruppen)
- Durchführung eines Interviews samt Transkription und einer Beobachtung samt Protokollierung (jede*r)
- Präsentation zur Durchführung und erste Auswertung und Reflexion (unter Einbezug der Pflichtliteratur) in einem Reflexionsbericht (in 2er Gruppen)

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Hinweis der SPL Soziologie:
Die Lehrveranstaltungsleitung kann eine Regelung über das Ausmaß der Anwesenheitspflicht festlegen. Für Studierende besteht kein grundsätzliches Recht auf einen festgelegten Anteil erlaubter Abwesenheit, unabhängig von den Gründen. Die Einhaltung der Anwesenheitspflicht ist eine Mindestanforderung für eine positive Beurteilung. Wenn Studierende aus wichtigen Gründen an Lehreinheiten nicht teilnehmen können und/oder wenn krankheitsbedingt Teilleistungen nicht erbracht werden konnten, kann die Lehrveranstaltungsleitung Ersatzleistungen einräumen.
In Hinblick auf An- und Abmeldung zu (bzw. den Abbruch von) prüfungsimmanenten Lehrveranstaltungen gilt § 10 des studienrechtlichen Satzungsteils.
Alle Teilleistungen müssen erbracht werden, um eine positive Beurteilung erlangen zu können.
Führt das Ergebnis der zentralen schriftlichen Teilleistung dazu, dass eine negative Beurteilung der gesamten prüfungsimmanenten Lehrveranstaltung droht, wird eine Verbesserungsmöglichkeit eingeräumt. Die Kriterien sowie eine angemessene Frist für die Verbesserung werdenin der Lehrveranstaltungbekannt gegeben.
Im Zuge der Beurteilung kann eine Plagiatssoftware (Turnitin) zur Anwendung kommen.
Zur Sicherung der guten wissenschaftlichen Praxis kann die Lehrveranstaltungsleitung ein mündliches Nachfragen zur Plausibilisierung vorsehen. Studierende haben dabei eine Mitwirkungspflicht. Eine erschlichene Leistung (Plagiat, Schummeln etc.) wird auf dem Sammelzeugnis als solche ausgewiesen (Eintragung eines "X") und zählt als Prüfungsantritt.
Die Verwendung von KI-Tools ist nur dann erlaubt, wenn dies von der Lehrveranstaltungsleitung explizit vorgesehen ist. Jede Verwendung von KI ist zu dokumentieren, und die Guidelines der Universität Wien zum Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI) in der Lehre sind zu beachten: https://phaidra.univie.ac.at/detail/o:2092606
Wurde eine Teilleistung erschlichen, d.h. es wurde etwa bei einer Prüfung oder einem Test geschummelt, bei einer schriftlichen Arbeit plagiiert, KI missbräuchlich oder undokumentiert verwendet oder die Unterschrift auf Anwesenheitslisten gefälscht, wird die gesamte Lehrveranstaltung als "nicht beurteilt" gewertet und entsprechend erfasst. Diese und weitere Bestimmungen finden sich im studienrechtlichen Satzungsteil: https://satzung.univie.ac.at/studienrecht/.
Studierende, die eine prüfungsimmanente Lehrveranstaltung bereits dreimal negativ absolviert haben und sich für einen vierten Antritt anmelden wollen, kontaktieren bitte die StudienServiceStelle Soziologie während der Anmeldephase (vgl. Zusatzinformation "Dritte Wiederholung bei prüfungsimmanenten Lehrveranstaltungen": https://soziologie.univie.ac.at/info/pruefungen/#c56313)

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Anwesenheitspflicht: Studierende dürfen 1,5 Blockeinheiten (4,5 Std.) unentschuldigt fehlen
Durchführung der Methoden und Präsentation sowie Verschriftlichung der Durchführung sind für einen positiven Abschluss der LVA mindestens zu erfüllen.

(1) Aktive Mitarbeit, Lektüre der Pflichtliteratur und Beteiligung in der Diskussion durch konstruktive Wortmeldungen (20 Punkte)
(2) Erarbeitung und Präsentation von Forschungsfeld, Interviewleitfäden und Beobachtungskriterien (20 Punkte)
(3) Durchführung und Präsentation der Datenerhebung (30 Punkte)
(4) schriftliche Dokumentation und Reflexion der Datenerhebung in Berichtsform (30 Punkte)

Es wird zwei Abgabezeitpunkte für den Reflexionsbericht geben:
Termin 1 bis 07.07.2026 - Note bis 15.07.2026; Termin 2 bis 31.07.2026 - Note bis 15.08.2026

Für eine positive Beurteilung der Lehrveranstaltung sind 60 Punkte erforderlich. Alle Teilleistungen müssen erfüllt werden.
1 (sehr gut) 100-90 Punkte | 2 (gut) 89-81 Punkte | 3 (befriedigend) 80-71 Punkte | 4 (genügend) 70-60 Punkte | 5 (nicht genügend) 59-0 Punkte

Literatur

Akremi, Leila; Baur, Nina; Knoblauch, Hubert; Traue, Boris (Hrsg.) (2018): Handbuch Interpretativ forschen. Beltz Juventa.
Breidenstein, Georg; Hirschauer, Stefan; Kalthoff, Herbert; Nieswand, Boris (2013): Ethnografie. Die Praxis der Feldforschung. Konstanz: UVK-Verlagsgesellschaft.
Flick, Uwe (2011): Qualitative Sozialforschung. Eine Einführung. 4. Auflage; Rowohlt.
Froschauer, Ulrike; Lueger, Manfred (2025): Das qualitative Interview. 3. Auflage; UTB.
Froschauer, Ulrike; Lueger, Manfred (2009): Interpretative Sozialforschung: Der Prozess. UTB.
Helfferich, Cornelia (2022): Leitfaden- und Experteninterviews, in: Baur, Nina; Blasius, Jörg (Hrsg.): Handbuch Methoden der empirischen Sozialforschung. Wiesbaden: Springer, S. 875-892.
Knoblauch, Hubert; Vollmer, Therese (2022): Ethnographie, Baur, Nina; Blasius, Jörg (Hrsg.): Handbuch Methoden der empirischen Sozialforschung. Wiesbaden: Springer, S. 659–76.
Küsters, Yvonne (2022): Narratives Interview, in: Baur, Nina; Blasius, Jörg (Hrsg.): Handbuch Methoden der empirischen Sozialforschung. Wiesbaden: Springer, S. 893-900.
Lueger, Manfred (2010): Interpretative Sozialforschung. Die Methoden. Facultas WUV.
Przyborski, Aglaja; Wohlrab-Sahr, Monika (2021): Qualitative Sozialforschung: ein Arbeitsbuch. 5.,überarbeitete und erweiterte Auflage; De Gruyter Oldenbourg.
Strübing, Jörg (2024): Qualitative Sozialforschung. Eine komprimierte Einführung (3. Auflage). Oldenbourg: De Gruyter,
Rosenthal, Gabriele (1995): Erlebte und erzählte Lebensgeschichte. Gestalt und Struktur biographischer Selbstbeschreibungen. Campus.
Witzel, Andreas (2000): Das problemzentrierte Interview, in: Forum Qualitative Sozialforschung; Vol.1 (22), http://www.qualitative-research.net/index.php/fqs/article/view/1132/2520 (Stand: 24.09.2024).

Gruppe 3

max. 20 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch
Lernplattform: Moodle

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

  • Montag 09.03. 09:45 - 13:00 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
  • Montag 23.03. 09:45 - 13:00 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
  • Montag 04.05. 09:45 - 13:00 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
  • Montag 18.05. 09:45 - 13:00 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
  • Montag 15.06. 09:45 - 13:00 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
  • Montag 29.06. 09:45 - 13:00 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

In dieser Lehrveranstaltung beschäftigen wir uns vertiefend mit ausgewählten Methoden der qualitativen/interpretativen Sozialforschung. Verschiedene Formen von Beobachtung und Interview werden von Studierenden erprobt, geübt und in Hinblick auf das methodologische Fundament diskutiert. In einzelnen Übungen erlernen Studierende das ethnographische Beobachten mit unterschiedlich starker Teilnahme am sozialen Geschehen. Anschließend lernen sie unterschiedliche Interviewformen und Interviewstile anzuwenden (biographisch-narrative Interviews, Expert:inneninterviews, Explorative Interviews, Leitfadeninterviews und Fotobefragung). In der Reflexion des eigenen methodischen Handelns lernen Studierende, welche Perspektive auf ein Feld oder einen Gegenstand mit den jeweiligen Beobachtungs- und Fragestilen einhergehen, was mit diesen sichtbar wird und welche Aspekte damit verborgen bleiben.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

1.) Aktive Teilnahme und fortlaufende Forschungsarbeit
Für eine erfolgreiche Teilnahme an der LV ist die regelmäßige und aktive Teilnahme der Studierenden zentral.

Für die Forschungsarbeiten sind für jede Übungseinheit Teilleistungen zu erbringen:
Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung narrativer Interviews, (selektive) Transkription, Durchführung von teilnehmenden Beobachtungen inklusive Anfertigung von Feldnotizen

2.) Forschungsbericht
Die Übung wird mit einem Forschungsbericht abgeschlossen, in dem der Erkenntnis- und Forschungsprozess reflektiert werden

Alle Teilleistungen müssen erbracht werden, um die LV positiv abzuschließen.

-----
Hinweis der SPL Soziologie:
Die Lehrveranstaltungsleitung kann eine Regelung über das Ausmaß der Anwesenheitspflicht festlegen. Für Studierende besteht kein grundsätzliches Recht auf einen festgelegten Anteil erlaubter Abwesenheit, unabhängig von den Gründen. Die Einhaltung der Anwesenheitspflicht ist eine Mindestanforderung für eine positive Beurteilung. Wenn Studierende aus wichtigen Gründen an Lehreinheiten nicht teilnehmen können und/oder wenn krankheitsbedingt Teilleistungen nicht erbracht werden konnten, kann die Lehrveranstaltungsleitung Ersatzleistungen einräumen.
In Hinblick auf An- und Abmeldung zu (bzw. den Abbruch von) prüfungsimmanenten Lehrveranstaltungen gilt § 10 des studienrechtlichen Satzungsteils.
Alle Teilleistungen müssen erbracht werden, um eine positive Beurteilung erlangen zu können.
Führt das Ergebnis der zentralen schriftlichen Teilleistung dazu, dass eine negative Beurteilung der gesamten prüfungsimmanenten Lehrveranstaltung droht, wird eine Verbesserungsmöglichkeit eingeräumt. Die Kriterien sowie eine angemessene Frist für die Verbesserung werdenin der Lehrveranstaltungbekannt gegeben.
Im Zuge der Beurteilung kann eine Plagiatssoftware (Turnitin) zur Anwendung kommen.
Zur Sicherung der guten wissenschaftlichen Praxis kann die Lehrveranstaltungsleitung ein mündliches Nachfragen zur Plausibilisierung vorsehen. Studierende haben dabei eine Mitwirkungspflicht. Eine erschlichene Leistung (Plagiat, Schummeln etc.) wird auf dem Sammelzeugnis als solche ausgewiesen (Eintragung eines "X") und zählt als Prüfungsantritt.
Die Verwendung von KI-Tools ist nur dann erlaubt, wenn dies von der Lehrveranstaltungsleitung explizit vorgesehen ist. Jede Verwendung von KI ist zu dokumentieren, und die Guidelines der Universität Wien zum Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI) in der Lehre sind zu beachten: https://phaidra.univie.ac.at/detail/o:2092606
Wurde eine Teilleistung erschlichen, d.h. es wurde etwa bei einer Prüfung oder einem Test geschummelt, bei einer schriftlichen Arbeit plagiiert, KI missbräuchlich oder undokumentiert verwendet oder die Unterschrift auf Anwesenheitslisten gefälscht, wird die gesamte Lehrveranstaltung als "nicht beurteilt" gewertet und entsprechend erfasst. Diese und weitere Bestimmungen finden sich im studienrechtlichen Satzungsteil: https://satzung.univie.ac.at/studienrecht/.
Studierende, die eine prüfungsimmanente Lehrveranstaltung bereits dreimal negativ absolviert haben und sich für einen vierten Antritt anmelden wollen, kontaktieren bitte die StudienServiceStelle Soziologie während der Anmeldephase (vgl. Zusatzinformation "Dritte Wiederholung bei prüfungsimmanenten Lehrveranstaltungen": https://soziologie.univie.ac.at/info/pruefungen/#c56313)

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Die Anwesenheit bei mindestens 80% der Seminareinheiten ist Voraussetzung für den positiven Abschluss des Seminars.
- fristgerechte Abgabe der Übungsaufgaben und Mitarbeit im Seminar (70%)
- Abschlussbericht (30%)
Für einen positiven Abschluss müssen alle Teilleistungen positiv ausfallen und die Mindestanwesenheit erfüllt sein.

Literatur

Hitzler, Ronald/Honer, Anne (1997). Einleitung: Hermeneutik in der deutschsprachigen Soziologie heute. In dies.: Sozialwissenschaftliche Hermeneutik. Eine Einführung. Leske + Budrich, S. 7-30.

Breidenstein, Georg / Hirschauer, Stefan / Kalthoff, Herbert / Nieswand, Boris (2013): Ethnografie: Die Praxis der Feldforschung. Konstanz: UTB. [Insbesondere Kapitel 3: Praktiken der Datengewinnung]

Rosenthal, Gabriele (2015): Interpretative Sozialforschung. Eine Einführung (5., aktualisierte und ergänzte Auflage). Beltz Juventa [Insbesondere Kapitel 5 „Vom offenen Leitfadeninterview zum narrativen Interview]

Information

Prüfungsstoff

Pflichtliteratur und Folien (werden auf Moodle zur Verfügung gestellt)

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Di 24.03.2026 15:07