Universität Wien
Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.

230129 UE M5 Queer Cinema (2026S)

Soziologische Spezialisierung (Übung)

5.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 23 - Soziologie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Gastprof. Skadi Loist

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 20 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

  • Freitag 17.04. 10:00 - 12:00 Digital
  • Freitag 29.05. 10:00 - 17:00 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
  • Samstag 30.05. 10:00 - 17:00 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 2, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
  • Freitag 12.06. 10:00 - 17:00 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 2, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
  • Samstag 13.06. 10:00 - 17:00 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 2, Rooseveltplatz 2, 1.Stock

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Das Blockseminar "Queer Cinema" eröffnet einen analytischen Blick auf queeren Film und queere Filmkultur und nutzt Zugänge aus Soziologie, Queer Theory und Filmwissenschaft sowie verschiedene Lern- und Lehrformen.

Der erste Online-Block (17. April, 10-12h) dient der theoretischen Basisarbeit aufgrund von vorab bekanntgegebener Lektüre und bietet so den Einstieg mit Konzepten / Begriffen / Theorien wie Queer, trans*, Heteronormativität, Intersektionalität und Queer Cinema Studies, die im weiteren Seminar zum Tragen kommen wird. In dieser ersten verpflichtenden Sitzung werden Referatsthemen vergeben und Filmsichtungen, die bis zu den Wochenendblöcken selbstständig erfolgen, abgesprochen. In der ersten Sitzung besteht die Möglichkeit eigene Themen einzubringen.

Im ersten Wochenendblock (29./30. Mai, 10-17h) wird der Schwerpunkt auf historischen Zugängen und Entwicklungen liegen. Wir schauen dabei sowohl auf die Filmgeschichte vom frühen Kino (1895-1930er), den Hollywood Production Code und das Underground Kino (1940s-1960s), über das Gay New Wave Cinema/AIDS Kino der 1980er und dem New Queer Cinema der späten 1980er bis 2000. Dabei sprechen wir über die sozialen Kontexte, die Entwicklung von sozialen Bewegungen und Identitäten, und wie diese im Film erkennbar werden.

Im zweiten Wochenendblock (12./13. Juni, 10-17h) rücken dann jüngere Themen, Filme und Praktiken in den Blick. Hier wird es u.a. um Themen wie trans*, Intersektionalität, queere Produktions- und Rezeptionskontexte (u.a. Filmfestivals) gehen. Insgesamt streben wir an den Blick möglichst breit und international zu halten.
Der Großteil der (verpflichtenden) Filmsichtungen wird in Eigenverantwortung außerhalb der Seminarzeit stattfinden. Die Filme werden nach Möglichkeit digital zur Verfügung gestellt. Im Blockseminar sprechen wir dann auch konkret anhand von Ausschnitten am Material.

Es wird empfohlen auch das Angebot der Ringvorlesung 170320 "Zugänge zur Filmgeschichte 1906-2026. Queer Mediahistoriographie" am Institut für Theater-, Film-, und Medienwissenschaft der Uni Wien, zu der auch eine Filmreihe kuratiert wird, wahrzunehmen und hier mögliche Querverweise zum Themenfeld mit ins Seminar einzubringen.
https://ufind.univie.ac.at/de/course.html?lv=170320&semester=2026S

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Das Seminar wird zu drei gleichen Teilen anhand von 1) aktiver Teilnahme, 2) einem mündlichen Referat und 3) einer schriftlichen Ausarbeitung bewertet.

1) Zur aktiven Teilnahme zählt: verpflichtende Anwesenheit in allen Veranstaltungsteilen, die Sichtung der zu besprechenden Filme, sowie die Lektüre und Vorbereitung der angegebenen Seminarliteratur. (Literatur und Filme werden rechtzeitig vor der ersten Sitzung bekanntgegeben und per Moodle zur Verfügung gestellt.)

2) Das Referat umfasst die Vorstellung eines oder mehrerer Filme zu einem bestimmten Themenfeld (historische Epoche, theoretisches Konzept oder ästhetische Begriffe) und sollte nicht länger als 20min sein. Ob die Referate allein oder in einer Gruppe zu erarbeiten sind, hängt von der Anzahl der Teilnehmenden ab und wir zu Seminarstart besprochen.

3) Die schriftliche Ausarbeitung sollte einen Umfang von 3.000-3.500 Worten (10-12 Seiten) haben und kann auf den erarbeiteten Themen des Referats aufbauen. Sowohl filmanalytische als auch eher diskursive, soziologische Fragestellungen sind willkommen. Bezug auf die Seminarliteratur sowie weitere eigenständige vertiefende Recherche wird vorausgesetzt. Falls KI bei der Erarbeitung genutzt wurde, erfordert dies sie konkrete Angabe, wie sie im Schreib- und Rechercheprozess eingesetzt wurde (prompts etc.). Abgabetermin ist der 6. Juli.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Anwesenheit in der ersten Lehreinheit ist erforderlich (Aufnahme in die Lehrveranstaltung, ggf. Vergabe von Restplätzen, Einteilung in Gruppen, Vergabe von Referatsthemen).
Diese Lehrveranstaltung erfordert die regelmäßige Anwesenheit der Teilnehmer*innen zur Diskussion der Referate und Inputs der LV-Leitung. Ein Fehlen ohne wichtigen Grund führt zu einer negativen Beurteilung.

Um positiv beurteilt zu werden, müssen Sie eine Seminararbeit nach den Vorgaben der Lehrveranstaltungsleitung abfassen, ein Referat halten und kontinuierlich aktiv mitarbeiten.

Pro Teilleistung werden 10 Punkte vergeben (insgesamt 30). Für eine positive Beurteilung sind mindestens 15 Punkte erforderlich.
Genügend: 15 bis 19 Punkte (50-64%)
Befriedigend: 20 bis 23 Punkte (65-76%)
Gut: 24 bis 26 Punkte (77-88%)
Sehr gut: 27 bis 30 Punkte (89-100%)

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Hinweis der SPL Soziologie:
Die Lehrveranstaltungsleitung kann eine Regelung über das Ausmaß der Anwesenheitspflicht festlegen. Für Studierende besteht kein grundsätzliches Recht auf einen festgelegten Anteil erlaubter Abwesenheit, unabhängig von den Gründen. Die Einhaltung der Anwesenheitspflicht ist eine Mindestanforderung für eine positive Beurteilung. Wenn Studierende aus wichtigen Gründen an Lehreinheiten nicht teilnehmen können und/oder wenn krankheitsbedingt Teilleistungen nicht erbracht werden konnten, kann die Lehrveranstaltungsleitung Ersatzleistungen einräumen.
In Hinblick auf An- und Abmeldung zu (bzw. den Abbruch von) prüfungsimmanenten Lehrveranstaltungen gilt § 10 des studienrechtlichen Satzungsteils.
Alle Teilleistungen müssen erbracht werden, um eine positive Beurteilung erlangen zu können.
Führt das Ergebnis der zentralen schriftlichen Teilleistung dazu, dass eine negative Beurteilung der gesamten prüfungsimmanenten Lehrveranstaltung droht, wird eine Verbesserungsmöglichkeit eingeräumt. Die Kriterien sowie eine angemessene Frist für die Verbesserung werdenin der Lehrveranstaltungbekannt gegeben.
Im Zuge der Beurteilung kann eine Plagiatssoftware (Turnitin) zur Anwendung kommen.
Zur Sicherung der guten wissenschaftlichen Praxis kann die Lehrveranstaltungsleitung ein mündliches Nachfragen zur Plausibilisierung vorsehen. Studierende haben dabei eine Mitwirkungspflicht. Eine erschlichene Leistung (Plagiat, Schummeln etc.) wird auf dem Sammelzeugnis als solche ausgewiesen (Eintragung eines "X") und zählt als Prüfungsantritt.
Die Verwendung von KI-Tools ist nur dann erlaubt, wenn dies von der Lehrveranstaltungsleitung explizit vorgesehen ist. Jede Verwendung von KI ist zu dokumentieren, und die Guidelines der Universität Wien zum Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI) in der Lehre sind zu beachten: https://phaidra.univie.ac.at/detail/o:2092606
Wurde eine Teilleistung erschlichen, d.h. es wurde etwa bei einer Prüfung oder einem Test geschummelt, bei einer schriftlichen Arbeit plagiiert, KI missbräuchlich oder undokumentiert verwendet oder die Unterschrift auf Anwesenheitslisten gefälscht, wird die gesamte Lehrveranstaltung als "nicht beurteilt" gewertet und entsprechend erfasst. Diese und weitere Bestimmungen finden sich im studienrechtlichen Satzungsteil: https://satzung.univie.ac.at/studienrecht/.
Studierende, die eine prüfungsimmanente Lehrveranstaltung bereits dreimal negativ absolviert haben und sich für einen vierten Antritt anmelden wollen, kontaktieren bitte die StudienServiceStelle Soziologie während der Anmeldephase (vgl. Zusatzinformation "Dritte Wiederholung bei prüfungsimmanenten Lehrveranstaltungen": https://soziologie.univie.ac.at/info/pruefungen/#c56313)

Prüfungsstoff

Literatur

Loist, Skadi. 2018. "Queer Cinema Studies: Ein Überblick." In Queer Cinema, hrsg. von Dagmar Brunow und Simon Dickel, 3655. Mainz: Ventil.
Loist, Skadi. 2023. "Queere Filmkultur: Produktionsformen und Infrastruktur." In Handbuch Medien und Geschlecht, hrsg. von Johanna Dorer, Brigitte Geiger, Brigitte Hipfl und Viktorija Ratkovic, 58593. Wiesbaden: Springer VS.
Tedjasukmana, Chris. 2021. "Queere Theorie und Filmtheorie." In Handbuch Filmtheorie, hrsg. von Bernhard Groß und Thomas Morsch, 61129. Wiesbaden: Springer VS.
Brunow, Dagmar. 2020. "Queer German Cinema." In The German Cinema Book, edited by Tim Bergfelder, Erica Carter, Deniz Göktürk, and Claudia Sandberg. Second edition, 37182: BFI; Bloomsbury.

Barker, Meg-John, and Julia Scheele. 2016. Queer: A Graphic History. London: Icon Books.
Brunow, Dagmar, and Simon Dickel, Hg. 2018. Queer Cinema. Mainz: Ventil.
Dyer, Richard. 2003. Now You See It: Studies on Lesbian and Gay Film. 2. ed. London: Routledge.
Benshoff, Harry M., and Sean Griffin, eds. 2004. Queer Cinema: The Film Reader. New York: Routledge.
Benshoff, Harry M., and Sean Griffin. 2006. Queer Images: A History of Gay and Lesbian Film in America. Lanham, MD: Rowman & Littlefield.
Rich, B. Ruby. 2013. New Queer Cinema: The Director's Cut. Durham, NC: Duke University Press.
Schoonover, Karl, and Rosalind Galt. 2016. Queer Cinema in the World. Durham: Duke University Press.
Stryker, Susan. 2017. Transgender History: The Roots of Today's Revolution. Revised Edition. Berkeley, CA: Seal Press.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Di 24.03.2026 15:26