Universität Wien

230136 UE M5 Vom Traumurlaub zum Albtraumjob: Tourismus als Schauplatz sozialer Ungleichheit (2025W)

Soziologische Spezialisierung (Übung)

5.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 23 - Soziologie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 20 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

  • Mittwoch 01.10. 16:45 - 20:00 Seminarraum H10, Rathausstraße 19, Stiege 2, Hochparterre
  • Mittwoch 15.10. 16:45 - 20:00 Seminarraum H10, Rathausstraße 19, Stiege 2, Hochparterre
  • Mittwoch 29.10. 16:45 - 20:00 Seminarraum H10, Rathausstraße 19, Stiege 2, Hochparterre
  • Mittwoch 12.11. 16:45 - 20:00 Seminarraum H10, Rathausstraße 19, Stiege 2, Hochparterre
  • Mittwoch 26.11. 16:45 - 20:00 Seminarraum H10, Rathausstraße 19, Stiege 2, Hochparterre
  • Mittwoch 10.12. 16:45 - 20:00 Seminarraum H10, Rathausstraße 19, Stiege 2, Hochparterre
  • Mittwoch 21.01. 16:45 - 20:00 Seminarraum H10, Rathausstraße 19, Stiege 2, Hochparterre

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Der Tourismus wird oft als Symbol für Freiheit, Erholung und kulturellen Austausch wahrgenommen. Doch hinter der Fassade des "Traumurlaubs" verbirgt sich eine komplexe Realität, die von sozialen Ungleichheiten, prekären Arbeitsbedingungen und ökologischen Herausforderungen geprägt ist. Diese Lehrveranstaltung beleuchtet den Tourismus als Bühne sozialer Ungleichheit und untersucht die Spannungsfelder zwischen wirtschaftlichen Interessen, sozialen Gerechtigkeitsfragen und ökologischer Verantwortung.
Denn: Ein immer größerer Teil der Bevölkerung reist, wobei Reisen häufiger, weiter weg aber auch für geringere Zeit geplant werden. Der Tourismus bietet dabei nicht nur eine Möglichkeit für positiven kulturellen Austausch und gilt als weltweiter Wohlstandsförderer, immer mehr Tourismusdestinationen leiden auch unter Massen- oder sogar Overtourism, woraus Eingriffe in die Umwelt und das Sozialgefüge und die Lebenswelt der „Bereisten“ resultieren. Dabei stehen auch die Arbeitsbedingungen der Tourismusbranche häufig in Kritik: Viele Beschäftigte arbeiten lange und körperlich intensive Schichten, werden durch Tourist:innen vermehrt sexualisiert und sind aufgrund niedriger Löhne auf Trinkgeld angewiesen, welches jedoch nicht zur Alterssicherung beiträgt. Zusätzlich forcieren die zunehmende Digitalisierung in der Reiseplanung und -durchführung eine wachsende Klimasensibilität sowie die Segmentierung touristischer Angebote von z.B. Slow Travel über Sober Travel bis hin zu Sextourismus.

Das Ziel der Lehrveranstaltung besteht darin, die Wechselwirkungen zwischen touristischem Verhalten, Arbeitsbedingungen und ökologischer Nachhaltigkeit im Tourismus zu untersuchen. Die Studierenden sollen ein vertieftes Verständnis für Theorien sozialer Ungleichheit entwickeln, insbesondere im Zusammenhang mit prekären Arbeitsverhältnissen, der Dienstleistungsgesellschaft, ökologischen Herausforderungen und sexualisierte Machtstrukturen. Im Laufe des Semesters bearbeiten die Studierenden in Gruppen (oder alleine) ein selbstgewähltes Thema, bei dem sie explorativ vorgehen, neue empirische Methoden ausprobieren können und abschließend ein Konzept für ein empirisches Forschungsprojekt in ihrem Themenbereich entwickeln.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Während des Semesters werden kleine To-Do´s den Prozess begleiten. Am Ende des Semesters ist eine Präsentation über das Forschungskonzept zu halten und ein Forschungskonzept als Seminararbeit (Möglichkeit der Gruppenarbeit) abzugeben.

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Hinweis der SPL Soziologie:
Für Studierende besteht kein grundsätzliches Recht auf einen festgelegten Anteil erlaubter Abwesenheit in prüfungsimmanenten Lehrveranstaltungen, unabhängig von den Gründen.
Eine Regelung über das Ausmaß der Anwesenheitspflicht darf von den Leiter*innen der prüfungsimmanenten Lehrveranstaltung festgelegt werden.
Alle Studierenden, die einen Lehrveranstaltungsplatz erhalten haben, sind zu beurteilen, sofern sie sich nicht zeitgerecht abgemeldet haben oder unverzüglich nach Wegfall des Hindernisses einen wichtigen Grund für die Nichtdurchführung der Abmeldung glaubhaft machen.
Bei Vorliegen eines solchen Grundes (zB eine längere Erkrankung) kann d* Studierende auch nach Ablauf der Frist von der LV abgemeldet werden.
Über das Vorliegen eines wichtigen Grundes entscheidet die Lehrveranstaltungsleitung. Der Antrag auf Abmeldung ist unverzüglich zu stellen.
Alle Teilleistungen müssen erbracht werden.
Im Zuge der Beurteilung kann eine Plagiatssoftware (Turnitin in Moodle) zur Anwendung kommen.
Die Verwendung von KI-Tools (z. B. ChatGPT) für die Produktion von Texten ist nur dann erlaubt, wenn dies von der Lehrveranstaltungsleitung ausdrücklich gefordert wird (z. B. für einzelne Arbeitsaufgaben).
Zur Sicherung der guten wissenschaftlichen Praxis kann die Lehrveranstaltungsleitung eine mündliche Reflexion ("Notenrelevantes Gespräch") der abgegebenen Seminararbeit vorsehen, die erfolgreich zu absolvieren ist.
Wurde eine Teilleistung erschlichen, d.h. etwa bei einer Prüfung oder einem Test geschummelt, bei einer schriftlichen Arbeit plagiiert oder auch Unterschriften auf Anwesenheitslisten gefälscht, wird die gesamte Lehrveranstaltung als "nicht beurteilt" gewertet und entsprechend erfasst.
Dies uns weitere Bestimmungen finden sie im studienrechtlichen Satzungsteil: https://satzung.univie.ac.at/studienrecht/.
Wenn Sie eine prüfungsimmanente Lehrveranstaltung bereits dreimal negativ absolviert haben und sich für einen vierten Antritt anmelden wollen, kontaktieren Sie bitte die StudienServiceStelle Soziologie während der Anmeldephase (vgl: Zusatzinformation "Dritte Wiederholung bei prüfungsimmanenten Lehrveranstaltungen" https://soziologie.univie.ac.at/info/pruefungen/#c56313)

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Es darf maximal eine Einheit versäumt werden. Für eine positive Beurteilung müssen alle Teilleistungen erbracht werden. Am Ende des Semesters ist eine Seminararbeit abzugeben.
• Mitarbeit (20%)
• Abgabe regelmäßiger Aufgaben (20%)
• Präsentation der Ergebnisse (20%)
• Forschungskonzept(40%)

Prüfungsstoff

Lehrveranstaltungsimmanente Leistungskontrolle über regelmäßige Mitarbeit. Während des Semesters werden kleine To-Do´s den Prozess begleiten. Am Ende des Semesters ist eine Präsentation über das Forschungskonzept zu halten und ein Forschungskonzept als Seminararbeit (Möglichkeit der Gruppenarbeit) abzugeben.

Literatur

Gössling , S., Scott, D. & Hall, M.C. (2021) Pandemics, tourism and global change: a rapid assessment of COVID-19, In: Journal of Sustainable Tourism, 29(1), p. 1-20.
Kagermaier, A. & Erdmenger, E. (2019) Overtourism: Ein Beitrag für eine sozialwissenschaftlich basierte Fundierung und Differenzierung der Diskussion. Zeitschrift für Tourismuswissenschaft, (11)1, S. 65–98.
Rickly Jillian M., Vidon Elizabeth S. (2018) Authenticity & Tourism, Materialities, Perceptions, Experiences. Bingley: Emerald Publ.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Fr 07.11.2025 09:07