Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.
230138 SE M6 Populismus, Radikalismus und exkludierende Solidarität (2026S)
Soziologische Vertiefung nach Wahl
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung
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An/Abmeldung
Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").
- Anmeldung von Mo 02.02.2026 00:01 bis Mi 18.02.2026 23:59
- Anmeldung von Di 24.02.2026 00:01 bis Do 26.02.2026 23:59
- Abmeldung bis So 15.03.2026 23:59
Details
max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch
Lehrende
Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert
Update 11.03.2026: Die Einheit am 13.03.2026 muss krankheitsbedingt entfallen und wird am 18.04.2026 nachgeholt (Achtung, geänderte Räumlichkeit).
- Freitag 27.03. 09:45 - 13:00 Seminarraum H10, Rathausstraße 19, Stiege 2, Hochparterre
- Samstag 18.04. 13:15 - 16:30 Seminarraum 17, Kolingasse 14-16, OG02
- Freitag 24.04. 09:45 - 13:00 Seminarraum H10, Rathausstraße 19, Stiege 2, Hochparterre
- Freitag 08.05. 09:45 - 13:00 Seminarraum H10, Rathausstraße 19, Stiege 2, Hochparterre
- Freitag 22.05. 09:45 - 13:00 Seminarraum H10, Rathausstraße 19, Stiege 2, Hochparterre
- Freitag 05.06. 09:45 - 13:00 Seminarraum H10, Rathausstraße 19, Stiege 2, Hochparterre
- Freitag 19.06. 09:45 - 13:00 Seminarraum H10, Rathausstraße 19, Stiege 2, Hochparterre
Information
Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung
Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel
Es besteht Anwesenheitspflicht. Einmaliges Fehlen ist erlaubt. Lesen der Pflichtliteratur, Erstellen Referate, Gruppenarbeit, Essay à ca. 15.000 Zeichen/Person.-----
Hinweis der SPL Soziologie:
Die Lehrveranstaltungsleitung kann eine Regelung über das Ausmaß der Anwesenheitspflicht festlegen. Für Studierende besteht kein grundsätzliches Recht auf einen festgelegten Anteil erlaubter Abwesenheit, unabhängig von den Gründen. Die Einhaltung der Anwesenheitspflicht ist eine Mindestanforderung für eine positive Beurteilung. Wenn Studierende aus wichtigen Gründen an Lehreinheiten nicht teilnehmen können und/oder wenn krankheitsbedingt Teilleistungen nicht erbracht werden konnten, kann die Lehrveranstaltungsleitung Ersatzleistungen einräumen.
In Hinblick auf An- und Abmeldung zu (bzw. den Abbruch von) prüfungsimmanenten Lehrveranstaltungen gilt § 10 des studienrechtlichen Satzungsteils.
Alle Teilleistungen müssen erbracht werden, um eine positive Beurteilung erlangen zu können.
Führt das Ergebnis der zentralen schriftlichen Teilleistung dazu, dass eine negative Beurteilung der gesamten prüfungsimmanenten Lehrveranstaltung droht, wird eine Verbesserungsmöglichkeit eingeräumt. Die Kriterien sowie eine angemessene Frist für die Verbesserung werdenin der Lehrveranstaltungbekannt gegeben.
Im Zuge der Beurteilung kann eine Plagiatssoftware (Turnitin) zur Anwendung kommen.
Zur Sicherung der guten wissenschaftlichen Praxis kann die Lehrveranstaltungsleitung ein mündliches Nachfragen zur Plausibilisierung vorsehen. Studierende haben dabei eine Mitwirkungspflicht. Eine erschlichene Leistung (Plagiat, Schummeln etc.) wird auf dem Sammelzeugnis als solche ausgewiesen (Eintragung eines "X") und zählt als Prüfungsantritt.
Die Verwendung von KI-Tools ist nur dann erlaubt, wenn dies von der Lehrveranstaltungsleitung explizit vorgesehen ist. Jede Verwendung von KI ist zu dokumentieren, und die Guidelines der Universität Wien zum Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI) in der Lehre sind zu beachten: https://phaidra.univie.ac.at/detail/o:2092606
Wurde eine Teilleistung erschlichen, d.h. es wurde etwa bei einer Prüfung oder einem Test geschummelt, bei einer schriftlichen Arbeit plagiiert, KI missbräuchlich oder undokumentiert verwendet oder die Unterschrift auf Anwesenheitslisten gefälscht, wird die gesamte Lehrveranstaltung als "nicht beurteilt" gewertet und entsprechend erfasst. Diese und weitere Bestimmungen finden sich im studienrechtlichen Satzungsteil: https://satzung.univie.ac.at/studienrecht/.
Studierende, die eine prüfungsimmanente Lehrveranstaltung bereits dreimal negativ absolviert haben und sich für einen vierten Antritt anmelden wollen, kontaktieren bitte die StudienServiceStelle Soziologie während der Anmeldephase (vgl. Zusatzinformation "Dritte Wiederholung bei prüfungsimmanenten Lehrveranstaltungen": https://soziologie.univie.ac.at/info/pruefungen/#c56313)
Hinweis der SPL Soziologie:
Die Lehrveranstaltungsleitung kann eine Regelung über das Ausmaß der Anwesenheitspflicht festlegen. Für Studierende besteht kein grundsätzliches Recht auf einen festgelegten Anteil erlaubter Abwesenheit, unabhängig von den Gründen. Die Einhaltung der Anwesenheitspflicht ist eine Mindestanforderung für eine positive Beurteilung. Wenn Studierende aus wichtigen Gründen an Lehreinheiten nicht teilnehmen können und/oder wenn krankheitsbedingt Teilleistungen nicht erbracht werden konnten, kann die Lehrveranstaltungsleitung Ersatzleistungen einräumen.
In Hinblick auf An- und Abmeldung zu (bzw. den Abbruch von) prüfungsimmanenten Lehrveranstaltungen gilt § 10 des studienrechtlichen Satzungsteils.
Alle Teilleistungen müssen erbracht werden, um eine positive Beurteilung erlangen zu können.
Führt das Ergebnis der zentralen schriftlichen Teilleistung dazu, dass eine negative Beurteilung der gesamten prüfungsimmanenten Lehrveranstaltung droht, wird eine Verbesserungsmöglichkeit eingeräumt. Die Kriterien sowie eine angemessene Frist für die Verbesserung werdenin der Lehrveranstaltungbekannt gegeben.
Im Zuge der Beurteilung kann eine Plagiatssoftware (Turnitin) zur Anwendung kommen.
Zur Sicherung der guten wissenschaftlichen Praxis kann die Lehrveranstaltungsleitung ein mündliches Nachfragen zur Plausibilisierung vorsehen. Studierende haben dabei eine Mitwirkungspflicht. Eine erschlichene Leistung (Plagiat, Schummeln etc.) wird auf dem Sammelzeugnis als solche ausgewiesen (Eintragung eines "X") und zählt als Prüfungsantritt.
Die Verwendung von KI-Tools ist nur dann erlaubt, wenn dies von der Lehrveranstaltungsleitung explizit vorgesehen ist. Jede Verwendung von KI ist zu dokumentieren, und die Guidelines der Universität Wien zum Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI) in der Lehre sind zu beachten: https://phaidra.univie.ac.at/detail/o:2092606
Wurde eine Teilleistung erschlichen, d.h. es wurde etwa bei einer Prüfung oder einem Test geschummelt, bei einer schriftlichen Arbeit plagiiert, KI missbräuchlich oder undokumentiert verwendet oder die Unterschrift auf Anwesenheitslisten gefälscht, wird die gesamte Lehrveranstaltung als "nicht beurteilt" gewertet und entsprechend erfasst. Diese und weitere Bestimmungen finden sich im studienrechtlichen Satzungsteil: https://satzung.univie.ac.at/studienrecht/.
Studierende, die eine prüfungsimmanente Lehrveranstaltung bereits dreimal negativ absolviert haben und sich für einen vierten Antritt anmelden wollen, kontaktieren bitte die StudienServiceStelle Soziologie während der Anmeldephase (vgl. Zusatzinformation "Dritte Wiederholung bei prüfungsimmanenten Lehrveranstaltungen": https://soziologie.univie.ac.at/info/pruefungen/#c56313)
Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab
Mindestanforderungen an die Studierenden für eine positive Beurteilung:
umfassende Kenntnisse der ausgewählten Literatur, Einbau empirischer Untersuchungen in die Essays, ein kritisches, erklärendes Referat, aktive Teilnahme an DiskussionenBeurteilungsmaßstab:
Die Beurteilung hängt von der effektiven Mitarbeit und Anwesenheit, der Qualität des Referats, und der Essays ab. Anwesenheit und aktive Teilnahme an
- Diskussionen: 20%,
- Referat: 30%,
- Essays: 50%Für einen positiven Abschluss der Lehrveranstaltung müssen sämtliche Teilleistungen absolviert werden.
umfassende Kenntnisse der ausgewählten Literatur, Einbau empirischer Untersuchungen in die Essays, ein kritisches, erklärendes Referat, aktive Teilnahme an DiskussionenBeurteilungsmaßstab:
Die Beurteilung hängt von der effektiven Mitarbeit und Anwesenheit, der Qualität des Referats, und der Essays ab. Anwesenheit und aktive Teilnahme an
- Diskussionen: 20%,
- Referat: 30%,
- Essays: 50%Für einen positiven Abschluss der Lehrveranstaltung müssen sämtliche Teilleistungen absolviert werden.
Prüfungsstoff
Literaturbearbeitung, Präsentationen/Diskussionen, Essay
Literatur
Bayertz, K. (Ed.). (1999). Solidarity. Dordrecht: Kluwer.
Guger, Alois (Hrsg., 2009): Umverteilung im Wohlfahrtstaat. Sozialpolitische Studienreihe Nr.1. Wien: BMASK.
Duriez and Van Hiel (2002): The march of modern fascism. A comparison of social dominance orientation and authoritarianism, Personality and Individual Differences, 32: 1199-1213
Rathkolb, Oliver (Hrsg, 2010): Authoritarianism, history and democratic dispositions in Austria, Poland, Hungary and the Czech Republic. Wien: Studienverlag.
Mudde, Cas:The Populist Radical Right: A Pathological Normalcy, West European Politics, Vol.33, No.6, 2010, pp.1167-1186.
Betz, H.-G. (2001). Radikaler Rechtspopulismus im Spannungsfeld zwischen neoliberalistischen Wirtschaftskonzepten und antiliberaler autoritärer Ideologie. In D. Loch & W. Heitmeyer (Eds.), Schattenseiten der Globalisierung (pp. 167-185).
Butterwegge, Christoph/ Hentges, Gudrun (Hrsg., 2008). Rechtspopulismus. Arbeitswelt und Armut. Befunde aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Opladen: Verlag Barbara Budrich.
Georgi, F. (2013). Notizen zu einer Kritik der Migrationspolitik. Kurswechsel, 1(2013), 41-50.
Koch, Eckart (2014): Globalisierung: Wirtschaft und Politik. Berlin: Springer.
Schiffer-Nasserie, Arian (2015): Flüchtlingspolitik: Ein Jahr nach Lampedusa. Die Toten an den EU-Außengrenzen sind unvermeidlich – wofür? Sopos3/2015. http://www.sopos.org/aufsaetze/55191d63348f7/1.phtml.
United Nations High Commissioner for Refugees (UNHCR) (2015): Mid-Year Trends 2015. http://www.unhcr.org/statistics.
Wallerstein, Immanuel (1983): Klassenanalyse und Weltsystemanalyse. In: Reinhard Kreckel (Hrsg.): Soziale Ungleicheiten. Göttingen. S. 301-320.
Wolff, Ernst (2015): Wie Europas Politik den Terror für sich instrumentalisiert. Vom 21.11.15 http://www.heise.de/tp/artikel/46/46623/1.html.
Grajczjár, István ; Nagy, Zsófia ; Örkény, Antal (2021): Types of Solidarity in a Hybrid Regime: The Hungarian Case. GOVERNMENT AND OPPOSITION 56 : 4 pp. 1-20. , 20 p. (2021)
Grajczjár, István ; Nagy, Zsófia ; Örkény, Antal (2019): Different types of solidarity in times of crises: a changing European landscape. INTERSECTIONS: EAST EUROPEAN JOURNAL OF SOCIETY AND POLITICS 5 : 1 pp. 1-24. , 24 p. (2019)
Jörg, Flecker ; Gudrun, Hentges ; Grajczjár, István ; Carina, Altreiter ; Saskja, Schindler (2019): Extreme und populistische Rechtsparteien und die soziale Frage in Europa: Ein Überblick über Frankreich, Österreich, Ungarn und die Niederlande. WSI-MITTEILUNGEN 18 : 3 pp. 212-219.
István Grajczjár – Zsófia Nagy – Antal Örkény – Julia Hofmann (2018)
Routes to right-wing extremism in times of crisis. An Austrian-Hungarian comparison based on the SOCRIS survey. Socio.hu Social Science Review, Special issue in English No. 6 (2018)
Massing, P. W. (2022). Vorgeschichte des politischen Antisemitismus. CEP Europäische Verlagsanstalt.
Brumlik, M. (2020). Antisemitismus. bpb, Bundeszentrale für politische Bildung.
Schwarz-Friesel, M. (2019). Judenhass im Internet: Antisemitismus als kulturelle Konstante und kollektives Gefühl. Hentrich & Hentrich.
Öztürk, C., & Pickel, G. (2022). Der Antisemitismus der Anderen: Für eine differenzierte Betrachtung antisemitischer Einstellungen unter Muslim: innen in Deutschland. Zeitschrift Fur Religion, Gesellschaft Und Politik, 6(1), 189.
Botsch, G. (2020). Rechtsextremismus und „neuer Antisemitismus “. WISSENSCHAFFT DEMOKRATIE, 17.
Bering, D. (2021). Der Name als Stigma: Antisemitismus im deutschen Alltag 1812-1933. Mit einem aktuellen Vorwort (Vol. 74). LIT Verlag Münster.
Achour, S., Berghan, W., Delto, H., Häusler, A., Krott, N. R., Lamberty, P., ... & Rump, M. (2021). Die geforderte Mitte.
Zick, A., Küpper, B., & Berghan, W. (2019). Verlorene Mitte-feindselige Zustände. Dietz.
Decker, O., Kiess, J., Heller, A., Schuler, J., & Brähler, E. (2022, October). 2. Die Leipziger Autoritarismus Studie 2022: Methode, Ergebnisse und Langzeitverlauf. In Autoritäre Dynamiken in unsicheren Zeiten (pp. 31-9
Guger, Alois (Hrsg., 2009): Umverteilung im Wohlfahrtstaat. Sozialpolitische Studienreihe Nr.1. Wien: BMASK.
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Decker, O., Kiess, J., Heller, A., Schuler, J., & Brähler, E. (2022, October). 2. Die Leipziger Autoritarismus Studie 2022: Methode, Ergebnisse und Langzeitverlauf. In Autoritäre Dynamiken in unsicheren Zeiten (pp. 31-9
Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis
Letzte Änderung: Di 24.03.2026 15:07
Unsicherheitsgefühle und Deprivation führen jedoch nicht zwangsläufig zu einer Ausweitung des Rechtsradikalismus. Auch Formen der inklusiven Solidarität – wie die Unterstützung karitativer Aktionen, internationale Proteste, der Kampf gegen Armut oder die Unterstützung von MigrantInnen/Flüchtlinge – können in Krisenzeiten beobachtet werden, wie es während der sogenannten „Flüchtlingskrise“ 2015 auch zu erfahren war. Jedoch nach Becker, Eckert, Kohli und Streeb (2004) ist auch das Konzept der Solidarität kein universalistisches. Die Verpflichtung zur Solidarität beginnt mit der Zugehörigkeit zu einer Gruppe und ist auf diese limitiert. Aus dieser Sicht kommt dem Nationalstaat eine besonders wichtige Rolle als „Solidargemeinschaft“ zu. Laut Hondrich und Koch-Arzberger (1992) ist Solidarität eine durch und durch moderne Art sozialer Bindung, insofern sie auf der freien Entscheidung der Einzelnen beruht. Die Einzelnen haben nicht nur die Wahl, sich solidarisch oder nicht solidarisch zu verhalten, sondern auch die Wahl zwischen verschiedenen, inklusiven oder exklusiven Solidaritäten. Diese exklusive Solidarität kann auch bei den linksradikalen Gruppierungen und Proteste gegenüber Israels Krieg in Gaza beobachten, die teils durch die Vermischung der Politik der Israeli Regierung mit dem Judentum als Ganzes anhand der 3 D-Regel als antisemitisch eingestuft werden kann.
In Anlehnung an oben erwähnten Themen, das Ziel der LV ist der Vergleich des Radikalisierungs- bzw. Solidarisierungswandels unterschiedlicher europäischen Gesellschaften anhand 1) der vorhandenen wissenschaftlichen Literatur und früherer Forschungen und 2) der Daten von European Social Survey, Eurobarometer, Socris Projektes und Anti-Semitismusforschungen. Die Studierenden bilden Gruppen und wählen jeweils ein europäisches Land und Thema für eine Analyse aus. Sie arbeiten die vorhandene Literatur und früheren Forschungen auf und stellen sie sie dar. Als Validierung der Vorträge, der LV-Leiter ergänzt die Referaten mit Längsschnittanalysen mithilfe linearer und logistischer Regressionsmodelle und Clusterzentrenanalyse. Zum Schluss werden die verschiedenen Forschungsergebnisse verglichen und diskutiert.