Universität Wien
Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.

230141 UE M6 Soziale Netzwerkanalyse und Anschlüsse an die qualitative Forschung (2026S)

Soziologische Vertiefung nach Wahl

5.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 23 - Soziologie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung
Fr 06.03. 11:00-12:00 Digital

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 20 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

  • Samstag 28.03. 09:45 - 16:00 Seminarraum 17, Kolingasse 14-16, OG02
  • Samstag 25.04. 09:45 - 16:00 Seminarraum 17, Kolingasse 14-16, OG02
  • Samstag 09.05. 09:45 - 16:00 Seminarraum 17, Kolingasse 14-16, OG02
  • Samstag 30.05. 09:45 - 16:00 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Diese Lehrveranstaltung möchte Studierende mit einer der einflussreichsten und genuin soziologischen Forschungsrichtungen vertraut machen: der Sozialen Netzwerkanalyse. Diese wird als Methode sowie als Forschungsansatz der relationalen Soziologie vorgestellt.
Im Zentrum steht das theoretische und methodologische Verständnis zentraler Konzepte der sozialen Netzwerkanalyse. Darüber hinaus leiten vor allem zwei Fragen die Lehrveranstaltung an: Wie lassen sich soziale Bedeutungsstrukturen, Vertrauen oder Machtbeziehungen netzwerkanalytisch erfassen? Was unterscheidet formale und relationale Zugänge und wie lassen sie sich kombinieren?
Theoretische Grundlagen (u.a. Simmel, Granovetter, White) werden mit aktuellen Ansätzen zur Verbindung von Netzwerken und Kultur (culture and networks) verknüpft. Studierende lernen klassische Beiträge kennen sowie wie neuere Arbeiten zur Rolle von Netzwerken in Märkten, Migration, Diskursen, digitalen Öffentlichkeiten, sozialen Bewegungen oder Freundschaftsbeziehungen. Ein besonderer Fokus liegt auf ethnographischen, interpretativen und kultursoziologischen Zugriffen, die relationale Perspektiven methodisch weiterentwickeln.
Ein praxisorientierter Teil führt in die Visualisierung und Analyse sozialer Netzwerke mit Gephi und R ein. Vorwissen in der Anwendung dieser Programme ist nützlich, aber keine Teilnamevoraussetzung. Der Fokus der LV liegt nicht auf der Vermittlung des technischen Wissens, dieses soll eigenständig vertieft werden.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

• Aktive Teilnahme und regelmäßige Anwesenheit
• Lesen der Pflichttexte
• Die Studierenden müssen für jede Einheit eine Frage zum Text formulieren und diese bis Freitagabend vor dem Seminar, 22 Uhr, auf Moodle posten
• Präsentation eines Forschungsvorhabens im Seminar
• Abgabe einer Seminararbeit (10 bis 14 Seiten, 25.000 bis 35.000 Zeichen, inklusive Leerzeichen).

Die Arbeit sollte einen im Seminar diskutierten methodischen Ansatz behandeln und anwenden. Mindestens ein Text aus der im Seminar diskutierten Literatur sollte berücksichtigt werden. Weitere relevante Literatur sollte selbstständig recherchiert werden. Weitere Details zu den inhaltlichen und formalen Anforderungen werden in der ersten Unterrichtseinheit bekannt gegeben.

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Hinweis der SPL Soziologie:
Die Lehrveranstaltungsleitung kann eine Regelung über das Ausmaß der Anwesenheitspflicht festlegen. Für Studierende besteht kein grundsätzliches Recht auf einen festgelegten Anteil erlaubter Abwesenheit, unabhängig von den Gründen. Die Einhaltung der Anwesenheitspflicht ist eine Mindestanforderung für eine positive Beurteilung. Wenn Studierende aus wichtigen Gründen an Lehreinheiten nicht teilnehmen können und/oder wenn krankheitsbedingt Teilleistungen nicht erbracht werden konnten, kann die Lehrveranstaltungsleitung Ersatzleistungen einräumen.
In Hinblick auf An- und Abmeldung zu (bzw. den Abbruch von) prüfungsimmanenten Lehrveranstaltungen gilt § 10 des studienrechtlichen Satzungsteils.
Alle Teilleistungen müssen erbracht werden, um eine positive Beurteilung erlangen zu können.
Führt das Ergebnis der zentralen schriftlichen Teilleistung dazu, dass eine negative Beurteilung der gesamten prüfungsimmanenten Lehrveranstaltung droht, wird eine Verbesserungsmöglichkeit eingeräumt. Die Kriterien sowie eine angemessene Frist für die Verbesserung werdenin der Lehrveranstaltungbekannt gegeben.
Im Zuge der Beurteilung kann eine Plagiatssoftware (Turnitin) zur Anwendung kommen.
Zur Sicherung der guten wissenschaftlichen Praxis kann die Lehrveranstaltungsleitung ein mündliches Nachfragen zur Plausibilisierung vorsehen. Studierende haben dabei eine Mitwirkungspflicht. Eine erschlichene Leistung (Plagiat, Schummeln etc.) wird auf dem Sammelzeugnis als solche ausgewiesen (Eintragung eines "X") und zählt als Prüfungsantritt.
Die Verwendung von KI-Tools ist nur dann erlaubt, wenn dies von der Lehrveranstaltungsleitung explizit vorgesehen ist. Jede Verwendung von KI ist zu dokumentieren, und die Guidelines der Universität Wien zum Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI) in der Lehre sind zu beachten: https://phaidra.univie.ac.at/detail/o:2092606. Wurde eine Teilleistung erschlichen, d.h. es wurde etwa bei einer Prüfung oder einem Test geschummelt, bei einer schriftlichen Arbeit plagiiert, KI missbräuchlich oder undokumentiert verwendet oder die Unterschrift auf Anwesenheitslisten gefälscht, wird die gesamte Lehrveranstaltung als "nicht beurteilt" gewertet und entsprechend erfasst. Diese und weitere Bestimmungen finden sich im studienrechtlichen Satzungsteil: https://satzung.univie.ac.at/studienrecht/.
Studierende, die eine prüfungsimmanente Lehrveranstaltung bereits dreimal negativ absolviert haben und sich für einen vierten Antritt anmelden wollen, kontaktieren bitte die StudienServiceStelle Soziologie während der Anmeldephase (vgl. Zusatzinformation "Dritte Wiederholung bei prüfungsimmanenten Lehrveranstaltungen": https://soziologie.univie.ac.at/info/pruefungen/#c56313)

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Es handelt sich um einen Präsenzkurs mit Anwesenheitspflicht. Für eine positive Bewertung müssen zusätzlich zur regelmäßigen und aktiven Teilnahme an den Sitzungen folgende Teilleistungen erbracht werden:

• Vorbereitung, Diskussion und Präsentation von wissenschaftlicher Literatur (10 %). Die Studierenden sollten die im Kurs angekündigte Grundliteratur lesen und sich aktiv an der Diskussion der Literatur während des Seminars beteiligen.
• Veröffentlichung einer Frage zum Pflichttext Text auf Moodle (für jede Einheit) (30 %)
• Präsentation des Forschungsprojektvorschlags (20 %)
• Schriftliche Abschlussarbeit (40 %)

Der genaue Inhalt und die formalen Anforderungen werden während des Kurses bekannt gegeben.

Angabe zur Verbesserungsmöglichkeit einer zentralen Prüfungsleistung: Die Seminararbeit kann nach individueller Absprache und Berücksichtigung bestimmter Gründe zu einem späteren Zeitpunkt abgegeben werden.

Prüfungsstoff

Für einen erfolgreichen Abschluss müssen alle Teilziele bestanden und die Mindestanwesenheitspflicht erfüllt sein.

Literatur

Emirbayer, M. (1997). Manifesto for a relational sociology. American journal of sociology, 103(2), 281-317.
Fuhse, J. (2021). Social networks of meaning and communication. Oxford University Press.
Mohr, J. W., Bail, C. A., Frye, M., Lena, J. C., Lizardo, O., McDonnell, T. E., & Wherry, F. F. (2020). Measuring culture. Columbia University Press.
Kadushin, C. (2012). Understanding social networks: Theories, concepts, and findings. Oxford university press.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Mo 02.02.2026 14:07