Universität Wien

230144 UE M6 Mythen des Alltags (2025W)

Soziologische Vertiefung nach Wahl

5.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 23 - Soziologie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 20 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

  • Freitag 03.10. 13:15 - 18:15 Seminarraum 10, Kolingasse 14-16, OG01
  • Freitag 17.10. 13:15 - 18:15 Seminarraum 10, Kolingasse 14-16, OG01
  • Freitag 21.11. 13:15 - 18:15 Seminarraum 10, Kolingasse 14-16, OG01
  • Freitag 16.01. 13:15 - 18:15 Seminarraum 10, Kolingasse 14-16, OG01

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Was wird heute zum Mythos? Und wer erzählt die Geschichten unserer Gegenwart? Im Zentrum dieses praxisorientierten Masterseminars steht die Zusammenarbeit mit dem Volkstheater Wien und dem Regisseur Mattias Andersson, der für die Spielzeit 2025/26 das dokumentarische Theaterprojekt Mythen des Alltags im Rahmen der Wiener Festwochen realisiert (unter der dramaturgischen Leitung von Tobias Schuster). Auf Basis von Interviews mit Bewohner:innen Wiens entsteht ein polyphones Bühnenstück, das die Vielfalt der Stadtgesellschaft zum Ausdruck bringt.
In der Übung verbinden wir theoretische Perspektiven aus der Soziologie (u.a. Kultursoziologie, Sozialstrukturanalyse und Biografieforschung,) mit methodischem Know-how der interpretativen Sozialforschung (narrative Interviews).
Die Studierenden führen selbst Interviews und transkribieren diese (mithilfe von Transkriptionssoftware) - ein Teil des Datenmaterials fließt in die künstlerische Arbeit am Volkstheater ein. Die Lehrveranstaltung bietet somit einen seltenen Einblick in die Schnittstelle zwischen empirischer Sozialforschung und künstlerischer Praxis - und fragt, wie soziologische Erkenntnisse in ästhetische Formen übersetzt werden können. Zugleich dient die Übung der Professionalisierung der Interviewführung in der qualitativen Sozialforschung.
Ein detailliertes Programm wird zu Semesterbeginn vorgestellt und über die Lernplattform Moodle zugänglich sein.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Erwartet wird die Intensive Auseinandersetzung mit einschlägigen Theorien an der Schnittstelle von Soziologie und Theater sowie mit Konzepten und Befunden der Kultursoziologie, Sozialstrukturanalyse und Biografieforschung. Im Zentrum der praktischen Arbeit steht die Durchführung von narrativen Interviews sowie deren Transkription.
Nähere Details zu den inhaltlichen und formalen Anforderungen werden in der ersten LV-Einheit bekanntgegeben.
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Hinweis der SPL Soziologie:
Für Studierende besteht kein grundsätzliches Recht auf einen festgelegten Anteil erlaubter Abwesenheit in prüfungsimmanenten Lehrveranstaltungen, unabhängig von den Gründen.
Eine Regelung über das Ausmaß der Anwesenheitspflicht darf von den Leiter*innen der prüfungsimmanenten Lehrveranstaltung festgelegt werden.
Alle Studierenden, die einen Lehrveranstaltungsplatz erhalten haben, sind zu beurteilen, sofern sie sich nicht zeitgerecht abgemeldet haben oder unverzüglich nach Wegfall des Hindernisses einen wichtigen Grund für die Nichtdurchführung der Abmeldung glaubhaft machen.
Bei Vorliegen eines solchen Grundes (zB eine längere Erkrankung) kann d* Studierende auch nach Ablauf der Frist von der LV abgemeldet werden.
Über das Vorliegen eines wichtigen Grundes entscheidet die Lehrveranstaltungsleitung. Der Antrag auf Abmeldung ist unverzüglich zu stellen.
Alle Teilleistungen müssen erbracht werden.
Im Zuge der Beurteilung kann eine Plagiatssoftware (Turnitin in Moodle) zur Anwendung kommen.
Die Verwendung von KI-Tools (z. B. ChatGPT) für die Produktion von Texten ist nur dann erlaubt, wenn dies von der Lehrveranstaltungsleitung ausdrücklich gefordert wird (z. B. für einzelne Arbeitsaufgaben).
Zur Sicherung der guten wissenschaftlichen Praxis kann die Lehrveranstaltungsleitung eine mündliche Reflexion ("Notenrelevantes Gespräch") der abgegebenen Seminararbeit vorsehen, die erfolgreich zu absolvieren ist.
Wurde eine Teilleistung erschlichen, d.h. etwa bei einer Prüfung oder einem Test geschummelt, bei einer schriftlichen Arbeit plagiiert oder auch Unterschriften auf Anwesenheitslisten gefälscht, wird die gesamte Lehrveranstaltung als "nicht beurteilt" gewertet und entsprechend erfasst.
Dies uns weitere Bestimmungen finden sie im studienrechtlichen Satzungsteil: https://satzung.univie.ac.at/studienrecht/.
Wenn Sie eine prüfungsimmanente Lehrveranstaltung bereits dreimal negativ absolviert haben und sich für einen vierten Antritt anmelden wollen, kontaktieren Sie bitte die StudienServiceStelle Soziologie während der Anmeldephase (vgl: Zusatzinformation "Dritte Wiederholung bei prüfungsimmanenten Lehrveranstaltungen" https://soziologie.univie.ac.at/info/pruefungen/#c56313)

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

- Gemeinsame Diskussion von Theorie und Praxis an der Schnittstelle von Soziologie und Theater (30 Punkte)
- Inputs zu relevanten Konzepten und Befunden der Kultursoziologie, Sozialstrukturanalyse und Biografieforschung (20 Punkte)
- Durchführung und Transkription von insgesamt 10 Interviews (50 Punkte)

Für eine positive Beurteilung sind mindestens 60 Punkte erforderlich.

1 (sehr gut) 100-90 Punkte
2 (gut) 89-81 Punkte
3 (befriedigend) 80-71 Punkte
4 (genügend) 70-60 Punkte
5 (nicht genügend) 59-0 Punkte

Prüfungsstoff

Inputs inkl. Folien in den LV-Einheiten und Literatur

Literatur

Leavy, P. (2020). Method meets art: Arts-based research practice (3rd ed.). Guilford Press.

Froschauer, U., & Lueger, M. (2003). Das qualitative Interview: Zur Praxis interpretativer Analyse (2. Aufl.). WUV Universitätsverlag.

Weitere Literatur wird zu Beginn der Vorlesung bekannt gegeben.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Mo 18.08.2025 14:07