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Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.

230201 UK Wissenschaft, Öffentlichkeit, Demokratie (2018S)

5.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 23 - Soziologie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Details

max. 40 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Donnerstag 08.03. 11:30 - 13:30 Seminarraum STS, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/6. Stock, 1010 Wien (Vorbesprechung)
Donnerstag 15.03. 11:30 - 13:30 Seminarraum STS, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/6. Stock, 1010 Wien
Donnerstag 22.03. 11:30 - 13:30 Seminarraum STS, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/6. Stock, 1010 Wien
Donnerstag 12.04. 11:30 - 15:00 Seminarraum STS, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/6. Stock, 1010 Wien
Donnerstag 19.04. 11:30 - 13:30 Seminarraum STS, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/6. Stock, 1010 Wien
Donnerstag 26.04. 11:30 - 15:00 Seminarraum STS, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/6. Stock, 1010 Wien
Donnerstag 03.05. 11:30 - 13:30 Seminarraum STS, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/6. Stock, 1010 Wien
Donnerstag 17.05. 11:30 - 13:30 Seminarraum STS, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/6. Stock, 1010 Wien
Donnerstag 14.06. 11:30 - 13:30 Seminarraum STS, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/6. Stock, 1010 Wien

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Vor rund einem Jahr haben sich Wissenschaftler/innen von Washington, D.C. bis Wien in einem ‘March for Science’ vereinigt, um für ‘Evidenz’, ‘Fakten’ oder ‘Wahrheit’ zu protestieren. Im ‘post-faktischen Zeitalter’, so eine der Thesen der Demonstrant/innen, scheinen diese Dinge ebenso bedroht zu sein wie etwa aussterbende Tierarten. Das sei nicht nur für die Wissenschaft, sondern auch für das Zusammenleben in demokratischen Gesellschaften ein Problem. Warum aber benötigen Demokratien ‘Evidenz’ und ‘Fakten’? Brauchen ‘Evidenz’ und ‘Fakten’ umgekehrt auch Demokratien? Was bedeutet es, wenn Wissenschaft selbst zur Öffentlichkeit wird? Und was sagt uns das über das Verhältnis von Wissenschaften und Demokratien? In diesem UK werden wir uns mit Fragen dieser Art beschäftigen.

Dabei werden wir den ‘March for Science’ als einen von mehreren Indikatoren dafür nehmen, dass das Verhältnis von Wissenschaft und Demokratie heute in einer Krise ist. Diese krisenhafte Gegenwart werden wir zunächst nutzen, um darüber nachzudenken, welches ‘System’ eigentlich in die Krise gekommen ist und wie es in die Krise gekommen ist. Dabei werden wir einen Streifzug durch die Nachkriegsgeschichte westlicher Demokratien unternehmen und einige zentrale Momente in der Definition des Verhältnisses zwischen Wissenschaft und Demokratie genauer betrachten. Dabei werden wir jeweils besonderes Augenmerk auf die Rolle der Öffentlichkeit legen darauf aufbauend diskutieren, was denn nun an Neuem entstehen könnte/oder auch sollte.

Konzeptionelle Texte aus den Science and Technology Studies, die versucht haben, das Verhältnis von Wissenschaft und Demokratie zu beschreiben, zu konzeptualisieren und auch ein Stück weit normativ vorzuschreiben, sowie empirische Fallbeispiele werden uns bei dieser Reflexionsarbeit helfen. Didaktisch bauen die Einheiten auf einer Mischung von Kurzvorträgen der Lehrveranstaltungsleitung, von Kurzreferaten zur Pflichtliteratur von Studierenden, und kleinen Übungen in Ateliers und Diskussionen auf.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Mindestanforderung für die positive Beurteilung sind:
Aktive Mitarbeit
Die aktive Mitarbeit umfasst die Lektüre aller Pflichttexte (jeweils ein Text pro Einheit) und die aktive Mitarbeit in Einheiten.
Abgabe von 5 Reflexionspapieren
Für fünf Pflichttexte muss am Abend vor der jeweiligen Einheit ein einseitiges Reflexionspapier abgegeben werden - ich denke das macht klarer, dass es am Abend vor der Einheit, welcher der Text zugeordnet ist, abzugeben ist. (Es ist Ihnen überlassen, für welche fünf der insgesamt acht Pflichttexte Sie ein Reflexionspapier schreiben möchten.)

Dieses soll jeweils die folgenden drei Fragen bearbeiten:
Was haben Sie an diesem Text besonders gut gefunden? (Was hat Sie zum Beispiel inspiriert? Welches Konzept nehmen Sie aus dem Text mit? Etc.)
Welchen Punkt am Text finden Sie problematisch? (Was war Ihnen unklar? Welche These halten Sie für fragwürdig? Etc.)
Welche Frage(n) stellen Sie sich nach der Lektüre des Texts? (Maximal 3 Fragen)
Impulsreferat zu einem der Pflichttexte
Jeder muss im Laufe des Semester ein kurzes Impulsreferat zu einem Pflichttext machen. Dauer: maximal 10 Minuten. Inhaltlich bezieht sich das Referat auf den für die jeweilige Einheit zu lesenden Pflichttext. Das Referat soll, erstens, zentrale Thesen des Textes zusammenfassen, und, zweitens, Fragen an den Text formulieren, die eine allgemeine Diskussion ermöglichen.
Das Referat muss entweder durch ein Handout oder durch Slides unterstützt werden. Je nach Anzahl der TeilnehmerInnen im Kurs handelt es sich hier um eine Einzel- oder eine Gruppenleistung.
Eine kurze schriftliche Prüfung in der vorletzten Einheit (14. Juni 2018)
Stoff dieser kurzen Prüfung (Dauer: 30 Minuten) sind klar gekennzeichnete Teile der Folien der Kurzvorträge der Lehrveranstaltungsleitung.
Ein Positionspapier
Am Ende des Semesters muss ein ca. 800 Worte langes Positionspapier im Stil eines Blogposts oder eines Zeitungskommentars, etwa eines 'Kommentars der Anderen' im Standard, abgegeben werden. Dieses Papier muss sich auf 'Wissenschaft, Öffentlichkeit und Demokratie beziehen' und auf mindestens einen Pflichttext auf dem UK Bezug nehmen.

Dieses Papier muss so verfasst sein, dass es für interessierte Leser/innen mit wenig Vorwissen verständlich ist.

Spätest mögliche Abgabe: 19. Juni 2018 (bitte möglichst als word doc per email an ingrid.metzler@univie.ac.at)

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Jede Teilleistung wird selbstständig nach einem Punktesystem von insgesamt 100 Punkten bewertet. Die maximal erhältliche Anzahl von Punkten für die jeweiligen Aufgaben ist:

Mitarbeit: 10 Punkte, individuell bewertet, Feedback auf Nachfrage
Abgabe von 5 Textreflexionen: 30 Punkte, individuell bewertet,
Feedback auf Nachfrage
Impulsreferat: 10 Punkte, individuell/als Gruppenarbeit bewertet
Feedback auf Nachfrage
Schriftliche Prüfung: 25 Punkte, individuell bewertet, kein Feedback vorgesehen
Positionspapier: 25 Punkte, individuell bewertet, schriftliches Feedback

Anwesenheit, Pünktlichkeit in der Abgabe von Leistungen und die Einhaltung akademischer Standards werden vorausgesetzt, können sich aber im Fall der Nicht-Einhaltung negativ auf die Gesamtnote auswirken. Für eine positive Benotung sind insgesamt mindestens 50 Punkte erforderlich.

Notentafel
100-87 Punkte Sehr Gut (1)
86-75 Punkte Gut (2)
74-63 Punkte Befriedigend (3)
62-50 Punkte Genügend (4)
49-0 Punkte Ungenügend (5) (nicht bestanden)

Wichtige Informationen zur Beurteilung
Wenn nicht explizit anders vermerkt, ist die Erbringung aller Teilleistungen Voraussetzung für eine positive Beurteilung. Werden einzelne verpflichtend vorgesehene Teilleistungen nicht erbracht, gilt die Lehrveranstaltung als abgebrochen. Falls dem Nichterbringen der Leistung kein wichtiger und unvorhersehbarer Grund auf Seiten des/der Studierenden zu Grunde liegt, wird die LV negativ beurteilt. Bei Vorliegen eines solchen Grundes (etwa einer längeren Erkrankung) kann der/die Studierende auch nach Ablauf der Frist von der LV abgemeldet werden. Über das Vorliegen eines wichtigen Grundes entscheidet die Lehrveranstaltungsleitung. Der Antrag auf Abmeldung ist unverzüglich nach Eintreten des Grundes zu stellen.
Wurde eine Teilleistung erschlichen, d.h. etwa bei einer Prüfung oder einem Test geschummelt, bei einer schriftlichen Arbeit plagiiert oder Unterschriften auf Anwesenheitslisten gefälscht, wird die gesamte Lehrveranstaltung als ‘nicht beurteilt’ gewertet und mit dem Vermerk ‘geschummelt/erschlichen’ in das Notenerfassungssystem eingetragen.

Anwesenheit
Es herrscht Anwesenheitspflicht. Es dürfen höchstens zwei Seminareinheiten (4h) versäumt werden. Darüber hinausgehende Abwesenheiten können bis zu einer Gesamtsumme von maximal 8 Stunden durch mit der Lehrveranstaltungsleitung zu vereinbarende Zusatzleistungen und/oder Berücksichtigungen in der Note (Punktabzug) ausgeglichen werden. Die Entscheidung darüber trifft die Lehrveranstaltungsleitung.

Bei Abwesenheiten von mehr als acht Stunden oder falls die Lehrveranstaltungsleitung bei Abwesenheiten über vier Stunden einem Ausgleich nicht zustimmt, kann die Lehrveranstaltung nicht mehr positiv absolviert werden und ist negativ zu beurteilen. Eine Ausnahme von dieser Regelung ist zu gewähren, falls auf Seiten des/der Studierenden ein wesentlicher und unvorhersehbarer Grund für die Nicht-Teilnahme vorliegt. Dieser ist von der/dem Studierenden glaubhaft nachzuweisen. Bei Vorliegen eines solchen Grundes wird der/die Studierende ohne Note vom Kurs abgemeldet. Die Entscheidung darüber trifft die Lehrveranstaltungsleitung.

Prüfungsstoff

Literatur


Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Fr 31.08.2018 08:43