Universität Wien FIND

233005 UK "Genetics, genomics, post-genomics?" (2018W)

Körper, Wissen und Gesellschaft im Zeitalter der Genetik

5.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 23 - Soziologie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Details

max. 40 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Donnerstag 04.10. 16:00 - 17:00 Seminarraum STS, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/6. Stock, 1010 Wien
Donnerstag 18.10. 16:00 - 19:00 Seminarraum STS, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/6. Stock, 1010 Wien
Donnerstag 25.10. 16:00 - 19:00 Seminarraum STS, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/6. Stock, 1010 Wien
Donnerstag 08.11. 16:00 - 19:00 Seminarraum STS, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/6. Stock, 1010 Wien
Donnerstag 15.11. 16:00 - 19:00 Seminarraum STS, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/6. Stock, 1010 Wien
Donnerstag 22.11. 16:00 - 19:00 Seminarraum STS, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/6. Stock, 1010 Wien
Donnerstag 06.12. 16:00 - 19:00 Seminarraum STS, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/6. Stock, 1010 Wien
Donnerstag 13.12. 16:00 - 18:00 Seminarraum STS, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/6. Stock, 1010 Wien

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Das Wissen um den Körper hat sich in den letzten Jahrzehnten durch techno-wissenschaftliche Innovationen in Medizin und Biowissenschaften stark verändert, wir sind nun im Zeitalter der Genetik angelangt. Dies geht mit tiefgreifenden Veränderungen einher: in den Verständnisweisen von Gesundheit und Krankheit, Verantwortung und Risiko, des Verhältnisses von Gegenwart und Zukunft, sowie sozialer Ungleichheiten und Machtbeziehungen. Damit verbunden sind zudem Veränderungen subjektiver Handlungsräume, aber auch im Verständnis des Lebens selbst. Im wissenschaftlichen und teils öffentlichen Diskurs sind diese Entwicklungen mit 'personalisierter Medizin', 'Datafizierung' von Gesundheit und 'gene editing' verschlagwortet. Biomaterialien wie Gewebe, Blut und Speichel werden vom Körper abgelöst, und die daraus generierten genetischen Daten werden gespeichert, geteilt und verlinkt, zirkulieren zwischen verschiedenen Nutzer*innen und Räumen, werden in Big Data eingebunden, um schließlich wieder als genetisch begründetes Krankheitsrisiko individuelle Relevanz zu erhalten.

Die Lehrveranstaltung beschäftigt sich aus der Perspektive der Wissenschafts- und Technikforschung damit,
wie (natur-)wissenschaftliches Wissen über Körper produziert wird und wie dieses auf das Verständnis des Körpers rückwirkt. Wir werden dabei den Fokus auf Genetik und Genomik legen. Dazu werden wir aktuelle Entwicklungen wie Gentests, personalisierte Medizin und Biobanken diskutieren und hinterfragen, wie diese mit sozialen Kategorisierungen, Beziehungen und Ungleichheiten, sowie gesellschaftlichen Machtverhältnissen zusammenhängen.

Im Kurs werden gemeinsam ausgewählte Texte gelesen, mit Inputs der LV-Leiter*innen ergänzt und anhand von Beispielen (bspw. Film, Video, Resultate eines Gentests) diskutiert. Voraussetzungen für den positiven Abschluss der Lehrveranstaltung sind Anwesenheit, Mitarbeit, das Erbringen von Arbeitsaufgaben sowie das Absolvieren einer Abschlussprüfung.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Mindestanforderung für die positive Beurteilung sind:
a) Anwesenheit, aktive Teilnahme an den Diskussionen, Lesen der Pflichtliteratur für die jeweiligen Lehrveranstaltungseinheiten.
b) Pünktliche Abgabe einer schriftlichen Ausarbeitung mind. einer Kernfrage einer ausgewählten LV-Einheit im Umfang von einer Seite, bestehend aus einer Zusammenfassung der wichtigsten Aspekte aus der Pflichtliteratur und der wesentlichsten Diskussionspunkte. Die Kernfragen werden von den LV-Leiter*innen für die jeweilige Einheit vorbereitet.
b) Absolvierung der Abschlussprüfung.

Jede*r Studierende*r muss alle Pflichttexte zur Vorbereitung auf die jeweilige LV-Einheit lesen und die zentralen Aussagen selbstständig erarbeiten.
Die schriftlichen Ausarbeitungen können auf Deutsch oder Englisch verfasst werden.
Die Abschlussprüfung umfasst den gesamten Inhalt der Lehrveranstaltung (Inputs der Vortragenden, Pflichtlektüre und zentrale Diskussionspunkte, die auf Moodle ausgearbeitet wurden). Zur Prüfung sind keine Hilfsmittel erlaubt.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Zusammensetzung der Gesamtnote

Jede Teilleistung wird selbstständig nach einem Punktesystem von insgesamt 100 Punkten bewertet. Die maximal erhältliche Anzahl von Punkten für die jeweiligen Aufgaben ist:

Mitarbeit:
Teilnahme an den LV-Einheiten, Beteiligung an den Gruppenarbeiten und an den Plenumsdiskussionen: 30 Punkte, individuell bewertet,
Feedback auf Nachfrage;
Schriftliche Aufgabe: Ausarbeitung mind. einer Kernfrage auf Moodle (Inhalt und Aufbau, pünktliche Abgabe, formale Kriterien):
30 Punkte, individuell bewertet, Feedback von LV-Leiter*in vorgesehen;
Schriftliche Abschlussprüfung: 40 Punkte, individuell bewertet,
Feedback auf Nachfrage;

Anwesenheit, Pünktlichkeit in der Abgabe von Leistungen und die Einhaltung akademischer Standards werden vorausgesetzt, können sich aber im Fall der Nicht-Einhaltung negativ auf die Gesamtnote auswirken. Für eine positive Benotung sind insgesamt mindestens 50 Punkte erforderlich.

Notentafel
100-87 Punkte Sehr Gut (1)
86-75 Punkte Gut (2)
74-63 Punkte Befriedigend (3)
62-50 Punkte Genügend (4)
49-0 Punkte Ungenügend (5) (nicht bestanden)

Wichtige Informationen zur Beurteilung
Wenn nicht explizit anders vermerkt, ist die Erbringung aller Teilleistungen Voraussetzung für eine positive Beurteilung. Werden einzelne verpflichtend vorgesehene Teilleistungen nicht erbracht, gilt die Lehrveranstaltung als abgebrochen. Falls dem Nichterbringen der Leistung kein wichtiger und unvorhersehbarer Grund auf Seiten des*der Studierenden zu Grunde liegt, wird die LV negativ beurteilt. Bei Vorliegen eines solchen Grundes (etwa einer längeren Erkrankung) kann der*die Studierende auch nach Ablauf der Frist von der LV abgemeldet werden. Über das Vorliegen eines wichtigen Grundes entscheidet die Lehrveranstaltungsleitung. Der Antrag auf Abmeldung ist unverzüglich nach Eintreten des Grundes zu stellen.
Wurde eine Teilleistung erschlichen, d.h. etwa bei einer Prüfung oder einem Test geschummelt, bei einer schriftlichen Arbeit plagiiert oder Unterschriften auf Anwesenheitslisten gefälscht, wird die gesamte Lehrveranstaltung als ‘nicht beurteilt’ gewertet und mit dem Vermerk ‘geschummelt/erschlichen’ in das Notenerfassungssystem eingetragen.

Anwesenheit
Es herrscht Anwesenheitspflicht. Es dürfen höchstens zwei Seminareinheiten (4h) versäumt werden. Darüber hinausgehende Abwesenheiten können bis zu einer Gesamtsumme von maximal 8 Stunden durch mit der Lehrveranstaltungsleitung zu vereinbarende Zusatzleistungen und/oder Berücksichtigungen in der Note (Punktabzug) ausgeglichen werden. Die Entscheidung darüber trifft die Lehrveranstaltungsleitung.

Bei Abwesenheiten von mehr als acht Stunden oder falls die Lehrveranstaltungsleitung bei Abwesenheiten über vier Stunden einem Ausgleich nicht zustimmt, kann die Lehrveranstaltung nicht mehr positiv absolviert werden und ist negativ zu beurteilen. Eine Ausnahme von dieser Regelung ist zu gewähren, falls auf Seiten des*der Studierenden ein wesentlicher und unvorhersehbarer Grund für die Nicht-Teilnahme vorliegt. Dieser ist von der*dem Studierenden glaubhaft nachzuweisen. Bei Vorliegen eines solchen Grundes wird der*die Studierend ohne Note vom Kurs abgemeldet. Die Entscheidung darüber trifft die Lehrveranstaltungsleitung.

Prüfungsstoff

Literatur


Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Fr 21.12.2018 16:48