Universität Wien FIND

Auf Grund der COVID-19 Pandemie kann es bei Lehrveranstaltungen und Prüfungen auch kurzfristig zu Änderungen kommen. Informieren Sie sich laufend in u:find und checken Sie regelmäßig Ihre E-Mails. Bei Lehrveranstaltungen und Prüfungen gilt Anmeldepflicht, vor Ort gelten FFP2-Pflicht und 2,5G.

Lesen Sie bitte die Informationen auf studieren.univie.ac.at/info.

240029 SE Seminar Individuelle Schwerpunktsetzung II (2021S)

Der weibliche Blick - Kriegsfotografinnen an der Front und dahinter

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung
DIGITAL

Für diese Lehrveranstaltung ist ausnahmslos eine Anmeldung während der Anmeldephase notwendig.

MA Gender Studies (Version 2013):
PM Themenfelder - SE Schwerpunktthema / SE Themenfelder
PM Individuelle Schwerpunktsetzung

MA Gender Studies (Version 2020):
PM3: Seminar Individuelle Schwerpunktsetzung II

ACHTUNG: aufgrund der COVID-19 Situation sind kurzfristige Änderungen jederzeit möglich, daher informieren Sie sich bitte regelmäßig über Änderungen im Vorlesungsverzeichnis bzw. der Moodle-Plattform.

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine

Die Lehrveranstaltung wird digital angeboten:

DO 04.03.2021 16.45-20.00
DO 18.03.2021 16.45-20.00
DO 15.04.2021 16.45-20.00
DO 29.04.2021 16.45-20.00
DO 27.05.2021 16.45-20.00
DO 10.06.2021 16.45-20.00
DO 24.06.2021 16.45-20.00

Bitte beachten Sie, dass es laufend zu Änderungen kommen kann und informieren Sie sich regelmäßig über MOODLE und VVZ.


Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Ausgehend von den fototheoretischen Überlegungen Susan Sontags in „Das Leiden anderer betrachten“ wird in dem Seminar der Frage nach dem „weiblichen Blick“ von Fotografinnen nachgegangen. Dazu liefert die Lehrveranstaltung einen Überblick über Frauen, die als Fotografinnen in Europa während der Zwischenkriegszeit bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges tätig waren. Frauen haben als Kriegsfotografinnen gearbeitet. Sie haben als Krankenschwestern und Amateurfotografinnen das Leben abseits der Front dokumentiert. Sie haben in Fotoateliers den Alltag (scheinbar) aufrechterhalten und Porträts angefertigt. Sie wurden verfolgt, sind ins Exil geflüchtet und haben das Erlebte in ihren Fotografien verarbeitet. Vor allem aber wurden ihre Arbeiten in der Fotografiegeschichte lange hinter den Kanon der fotografischen Meisterwerke ihrer männlichen Kollegen gestellt.
Die Übung zielt darauf ab, die Studierenden mit den Biographien und Werken der Fotografinnen vertraut zu machen und deren Position in der Fotografiegeschichtsforschung zu hinterfragen. Außerdem werden die Vergeschlechtlichung von Techniken und die Hierarchisierung in der Fotografiegeschichtsforschung hinterfragt und neue feministische Fragestellungen werden aufgegriffen.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Die Studierenden erhalten einen Überblick über die Fotografiegeschichte, die Methoden der historischen Bildforschung und den kritischen Umgang mit Bildern und Egodokumenten als historische Quellen. Im Zentrum steht das kritische Hinterfragen von Fotografien als historische Quelle und der eigene Umgang mit Fotografien im Studium. Einzelne Fotografien sollen in Präsentationen vorgestellt werden. Anhand der Sekundärliteratur sollen eigene Bild-Eindrücke ergänzt und im Seminar besprochen werden.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

20% Hausübungen und Mitarbeit (max. 2 Fehlstunden)
20% Referat
60% Seminararbeit
Jede Teilleistung muss mit mindestens "ausreichend" bewertet werden, damit die Lehrveranstaltung erfolgreich bestanden werden kann.

Prüfungsstoff

Literatur

BECKER Marion/MOORTGAT Elisabeth (Hrsg.), Kriegsfotografinnen, in: Fotogeschichte 134 (2014).
BECKMANN Anne-Marie / KORN, Felicity (Hrsg.): Fotografinnen an der Front. Von Lee Miller bis Anja Niedrighaus, Prestel Verlag 2019.
DAVIDOV Judith Fryer: Women’s Camera Work. Self/Body/Other in American visual culture, Durham/London 1998.
GOLDBERG Vicky: The Power of Photography. How Photographs changed our lives, New York/London/Paris 1991.
HÖRNER Unda, Scharfsichtige Frauen. Fotografinnen der 20er und 30er Jahre in Paris, Berlin 2010.
JÄGER Jens, Fotografie und Geschichte, Frankfurt am Main 2009.
MATZER Ulrike, Unsichtbare Frauen. Fotografie / Geschlecht / Geschichte, in: Fotogeschichte 124 (2012), 29–36.
MEDER Iris/WINKLBAUER Andrea, Vienna’s Shooting Girls. Jüdische Fotografinnen aus Wien, Wien 2012.
ROSENBLUM Naomi, A history of women photographers, New York, NY 2010.
RÖSGEN Petra (Hrsg.), Frauenobjektiv. Fotografinnen 1940 bis 1950, Köln 2001, 12–25.
SONTAG Susan: Das Leiden anderer betrachten. München 2003.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Mi 21.04.2021 11:26