Universität Wien

240041 SE BM7 FbSE Anthropologie der Massengewalt - ein sich entwickelnder Forschungsbereich (2025W)

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Anwesenheitspflicht in der ersten Einheit!
Die Lehrveranstaltungsleitung kann Studierende zu einem notenrelevanten Gespräch über erbrachte Teilleistungen einladen.
Plagiierte oder erschlichene Teilleistungen führen zur Nichtbewertung der Lehrveranstaltung (Eintragung eines 'X' im Sammelzeugnis). Es kommt die Plagiatssoftware Turnitin zum Einsatz.
Die Verwendung von KI-Tools (z. B. ChatGPT) zur Erbringung von Teilleistungen ist nur dann erlaubt, wenn dies von der Lehrveranstaltungsleitung ausdrücklich gefordert wird.

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

  • Dienstag 14.10. 16:45 - 18:15 Hörsaal C, NIG 4. Stock
  • Dienstag 21.10. 16:45 - 18:15 Hörsaal C, NIG 4. Stock
  • Dienstag 18.11. 16:45 - 18:15 Hörsaal C, NIG 4. Stock
  • Dienstag 13.01. 15:00 - 20:00 Hörsaal C, NIG 4. Stock
  • Mittwoch 14.01. 15:00 - 20:00 Seminarraum A, NIG 4. Stock
  • Donnerstag 15.01. 15:00 - 20:00 Seminarraum A, NIG 4. Stock

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Vermittlung des Grundgerüsts theoretischer und methodischer Ansätze. Diskussion der Überlappungen und Abgrenzungen zu "Anthropology of Violence" und zu "Anthropology of Genocide", der disziplinären Beiträge und interdisziplinäre Ansätze.
Theoretische Ansätze aus der Anthropology of Violence and Conflict, der Genocide Studies und
Memory Studies werden vorgestellt. Am Beispiel unterschiedlicher Formen von Massengewalt in der Geschichte, wird die Entstehung von Narrativen untersucht. Es werden einzelne regionale
Schwerpunkte gelegt (Westasien/ Kaukasus/ Nordamerika).
Besonders diskutiert werden Fragen von Staatsgewalt, von ‚Hidden Genocides‘ (Stanley Cohen), von ‚Erinnern und Vergessen‘ (Paul Connerton), von Verschweigen, Verleugnung (Tony Robben) und von aktiver Bewältigung. Zeitliche Komponenten sind ebenso Thema, wie Fragen von Impunity
und unterschiedliche Formen von Staatsgewalt (Carceral systems, De-development) und genderspezifische Gewalt.
Lehrziele:
Um solche Prozesse untersuchen zu können wird das theoretische Instrumentarium der KSA vorgestellt. Diskutiert werden die über Generationen dauernden Langzeitfolgen. Hierbei sollen die Studierenden erarbeiten, welche gesellschaftlichen Langzeitauswirkungen Formen von extremer Gewalt haben können, und schließlich welche Relevanz das sozialanthropologische Instrumentarium für Analysen hat. Interdisziplinäre Ansätze und unterschiedliche (disziplinäre) methodische Herangehensweisen werden ebenso thematisiert. Schließlich sollen Studierende diese Zugänge für eigene Recherchen und Forschungen anwenden können.
Methoden
Einleitend werden in den ersten beiden Einheiten theoretische Ansätze vorgestellt und Themenbereiche, die in der LV von den Teilnehmenden weiter selbst zu recherchieren sind erörtert.
Im zweiten Schritt erfolgt ein gemeinsames Erarbeiten einzelner weiterer theoretischer Ansätze
(Pflichtliteratur und Diskussion, Präsentation und Gruppenarbeiten)
Schließlich werden in Teamarbeit spezifische Themen (z.B. Coping Strategien, Erinnerungen und
transgenerative Transmission von Erfahrungen von Massengewalt, internationale Rechtsgrundlagen,
historische Entwicklungen, e.g. Residential Schools in Canada, Carceral Systems, Extractivism)
bearbeitet. Diese werden von der LV – Leitung vorbereitet und sollen von den Studierenden mit
eigenen Literaturrecherchen weitergeführt werden.
Die einführenden Einheiten werden auf Deutsch und Englisch, Gastvorträge werden auf Englisch abgehalten. In Abstimmung mit den Studierenden können die Teamarbeitsthemen auf Englisch präsentiert werden. Die schriftlichen Abschlussarbeiten können auf Englisch oder Deutsch verfasst werden (Gruppenarbeiten mit der namentlichen
Kennzeichnung der einzelnen Beiträge).

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Exzerpt ausgewählter Pflichtliteratur nach dem Zwischentermin im November
Präsentation eines Themenbereichs
Abgabe einer Seminararbeit (Gruppenpaper mit namentlicher Zeichnung der einzelnen Beiträge)
Schriftliche Ausarbeitung des im Seminar präsentierten Themenbereichs

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Mindestanforderung: -
Anwesenheitspflicht, die Präsentation ist verpflichtend zu halten. Seminararbeit: Zur Sicherung der guten wissenschaftlichen Praxis kann die Lehrveranstaltungsleitung Studierende zu einem notenrelevanten Gespräch nach Abgabe der Seminararbeit einladen, welches positiv zu absolvieren ist.

Beurteilungsmaßstab: -
Exzerpt: 20 Punkte
Präsentation: 30 Punkte –
Seminararbeit: 50 Punkte (vorgegebener/vereinbarter Abgabetermin ist einzuhalten) –

Für eine positive Beurteilung der Lehrveranstaltung sind 60 Punkte erforderlich.
1 (sehr gut) 100-90 Punkte
2 (gut) 89-81 Punkte
3 (befriedigend) 80-71 Punkte
4 (genügend) 70-60 Punkte
5 (nicht genügend) 59-0 Punkt

Prüfungsstoff

Abgabe eines Exzerpts über die Pflichtliteratur
Präsentation des ausgewählten Themas (in der Gruppe)
Abgabe der Seminararbeit

Literatur

Hinton, Alexander, Thomas La Pointe, and Douglas Irvin-Erickson, (eds.). 2013. Hidden Genocides: Power, Knowledge, Memory. New Brunswick: Rutgers UP (selected chapters)
Mamdani, Mahmood. 2020. "Decolonizing the Political Community" Chapter in Neither Settler Nor Native, Havard Univ. Press, p. 327 -356
Navaro, Yael. 2020 The Aftermath of Mass Violence: A Negative Methodology. Annual Review of Anthropology 49:161–73

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Mo 27.07.2026 09:27