Universität Wien
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240049 VO GM4 - Wissenschaftstheorie und Wissenschaftskritik (2026S)

Für eine positive Beurteilung der Lehrveranstaltung ist die positive Absolvierung aller Teilleistungen erforderlich.
Im Zuge der Beurteilung kann eine Plagiatssoftware (Turnitin in Moodle) zur Anwendung kommen.
Die Verwendung von KI-Tools (z. B. ChatGPT) für die Produktion von Texten ist nur dann erlaubt, wenn dies von der Lehrveranstaltungsleitung ausdrücklich gestattet oder gefordert wird (z. B. für einzelne Arbeitsaufgaben). Zur Sicherung der guten wissenschaftlichen Praxis kann die Lehrveranstaltungsleitung eine mündliche Reflexion ('Notenrelevantes Gespräch') der abgegebenen Arbeiten vorsehen, die erfolgreich zu absolvieren ist.
Wurde eine Teilleistung erschlichen, d.h. etwa bei einer Prüfung oder einem Test geschummelt, bei einer schriftlichen Arbeit plagiiert oder auch Unterschriften auf Anwesenheitslisten gefälscht, wird die gesamte Lehrveranstaltung als 'nicht beurteilt' gewertet und entsprechend erfasst.

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

Sprache: Deutsch

Prüfungstermine

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

  • Freitag 06.03. 11:30 - 13:00 Hörsaal B UniCampus Hof 2 2C-EG-02
  • Freitag 13.03. 11:30 - 13:00 Hörsaal B UniCampus Hof 2 2C-EG-02
  • Freitag 20.03. 11:30 - 13:00 Hörsaal B UniCampus Hof 2 2C-EG-02
  • Freitag 27.03. 11:30 - 13:00 Hörsaal B UniCampus Hof 2 2C-EG-02
  • Freitag 17.04. 11:30 - 13:00 Hörsaal B UniCampus Hof 2 2C-EG-02
  • Freitag 24.04. 11:30 - 13:00 Hörsaal B UniCampus Hof 2 2C-EG-02
  • Freitag 08.05. 11:30 - 13:00 Hörsaal B UniCampus Hof 2 2C-EG-02
  • Freitag 15.05. 11:30 - 13:00 Hörsaal B UniCampus Hof 2 2C-EG-02
  • Freitag 22.05. 11:30 - 13:00 Hörsaal B UniCampus Hof 2 2C-EG-02
  • Freitag 29.05. 11:30 - 13:00 Hörsaal B UniCampus Hof 2 2C-EG-02
  • Freitag 05.06. 11:30 - 13:00 Hörsaal B UniCampus Hof 2 2C-EG-02
  • Freitag 12.06. 11:30 - 13:00 Hörsaal B UniCampus Hof 2 2C-EG-02
  • Freitag 19.06. 11:30 - 13:00 Hörsaal B UniCampus Hof 2 2C-EG-02

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Wissenschaftstheoretische Thesen und Argumente sind ein notwendiger Bestandteil jedes Produktionsprozesses von wissenschaftlichen Erkenntnissen: Jede wissenschaftliche Analyse (incl. empirische Forschung) geht von jeweils spezifischen wissenschaftstheoretischen Grundannahmen aus. Diese Grundannahmen (zB: Was verstehen wir unter Realität? Wie denken wir das Verhältnis von forschenden und handelnden Akteuren, Diskursen und politischen und ökonomischen Strukturen? Inwiefern sind Strukturen real und wirksam? Können wir zwischen besseren und schlechteren wissenschaftlichen Erklärungen unterscheiden?) haben gravierende Auswirkungen auf den Forschungs- und Analyseprozess.
Eines der wesentlichen Ziele der Vorlesung ist es, sich einen Überblick über verschiedene wissenschaftstheoretische Ansätze zu verschaffen und deren Argumente zu reflektieren. Die wissenschaftstheoretischen Annahmen bestimmen in einem gewissen Ausmaß die Möglichkeiten sozialwissenschaftlicher Analyse, d.h. sie legen teilweise fest, welche Fragen wir innerhalb eines bestimmten Ansatzes überhaupt sinnvoll stellen können, und sie liefern einen Teil der Kriterien dafür, was wir als adäquate wissenschaftliche Erklärung akzeptieren. Diese Kriterien sind immer wieder zu reflektieren, weiterzuentwickeln und zu begründen.
In dieser VO werden die wissenschaftstheoretischen Grundannahmen zentraler Forschungs-ansätze (insbesondere Critical realism, Poststrukturalismus und Diskurstheorien, kritischer Materialismus, Positivismus, Konstruktivismen) dargestellt sowie mögliche Auswirkungen auf Forschungen, die mit den jeweiligen wissenschaftstheoretischen Prämissen verbunden sind, herausgearbeitet. Zugleich werden Ansätze der Kritik an eurozentristischen theoretischen Ideologien diskutiert (post- und dekoloniale Epistemologien, feministische Standpunkttheorien). Bedeutsam ist weiters die Frage, welchen Kriterien wissenschaftliches Arbeiten genügen muss, um emanzipatorisch sein zu können. Dabei werden auch unterschiedliche Konzeptionen von Objektivität vorgestellt.
Sozialwissenschaftliche Erkenntnisse sind zugleich immer eine Kritik theoretischer Ideologien. Ideologiekonzeptionen werden deshalb Teil der Vorlesung sein.
Thematisiert wird weiters das Verhältnis von Wissenschaftstheorien und Gesellschaftstheorien.
Methode: Vortrag mit Diskussion sowie Tutorien. Die Mitarbeit in Form von Diskussion der Vorlesungsinhalte ist sehr erwünscht, und hilfreich für das Verständnis.
Hinweis zum Format: Ein bis zwei Termine des Seminars werden möglicherweise online abgehalten werden.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Die Prüfung besteht aus drei offenen Fragen zu den Vorlesungsinhalten und den prüfungsrelevanten Basistexten - von diesen drei Fragen sind zwei auszuwählen und jeweils in einem kurzen Aufsatz (pro Frage ca. 1 Seite bei 'normaler' Schriftgröße bzw. ca. 2500 Zeichen) argumentativ (Stichworte reichen nicht!) zu beantworten. Pro Frage können 50 Punkte erreicht werden - für eine positive Note sind mindestens 60 Punkte notwendig. Notenschlüssel: 90-100 Punkte: Sehr gut (1). 80-89 Punkte: Gut (2); 70-79 Punkte: Befriedigend (3); 60-69 Punkte: Genügend (4). 0-59 Punkte: Nicht genügend (5). Während der Prüfung sind keine Hilfsmittel erlaubt.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Zwar besteht keine Anwesenheitspflicht - eine regelmäßige Teilnahme und aktives Mitdiskutieren ist jedoch erfahrungsgemäß von großem Vorteil (insbesondere auch für das Erzielen eines guten Prüfungsergebnisses); ebenso die Teilnahme an den Tutorien.
Das Ergebnis der schriftlichen Prüfung ergibt die Gesamtnote.
Pro Frage können 50 Punkte erreicht werden - für eine positive Note sind mindestens 60 Punkte notwendig. Notenschlüssel: 90-100 Punkte: Sehr gut (1). 80-89 Punkte: Gut (2); 70-79 Punkte: Befriedigend (3); 60-69 Punkte: Genügend (4). 0-59 Punkte: Nicht genügend (5). Während der Prüfung sind keine Hilfsmittel erlaubt.

Prüfungsstoff

Vorlesungsinhalt (Vortrag, Mitschrift, Folien, …) des aktuellen Semesters und 3-4 prüfungsrelevante Basistexte (diese Basistexte werden auf Moodle zur Verfügung gestellt).

Literatur

Literaturtipps zum Einstieg:
Sayer, Andrew 1992: Method in Social Science. A Realist Approach. London.
Buch-Hansen, Hubert / Peter Nielsen 2020: Critical realism. Basics and beyond. London.
Benton, Ted / Ian Craib 2023: Philosophy of Social Science: The Philosophical Foundations of Social Thought. Bloomsbury.
Hackbarth, Daniel 2015: Denken entlang der Politik. Zum Begriff des Materialismus bei Max Horkheimer und Louis Althusser. Münster: Westfälisches Dampfboot.
Gutting, Gary 2005: Foucault. A very short introduction. Oxford.
Hill Collins, Patricia 2009: Black Feminist Thought. Routledge.
Kusche, Franziska/ Gregor Seidl/ Johannes Korak/ Marcela Torres Heredia 2021: Europa an seinen Platz rücken; in: JEP – Journal für Entwicklungspolitik, vol. xxxvii, Heft 1-2/2021. 5-66.
Danermark, Berth et al. 2019: Explaining Society. Critical realism in the social sciences. Routledge. [erweiterte Neuauflage]

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

GM4

Letzte Änderung: Di 25.08.2026 10:07