Universität Wien FIND

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240050 SE SE Methoden II - Theorien und Methoden (2020S)

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Bitte beachten Sie, dass eine Anmeldung zu dieser prüfungsimmanenten Lehrveranstaltung innerhalb der Anmeldefrist erfolgen muss.

SCHREIBMENTORING SoSe 2020
Montag, 09.45-11.15 Uhr, SG 1, Sensengasse
keine Anmeldung notwendig

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Dienstag 03.03. 16:45 - 20:00 Hörsaal 29 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 7
Dienstag 17.03. 16:45 - 20:00 Hörsaal 29 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 7
Dienstag 31.03. 16:45 - 20:00 Hörsaal 29 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 7
Dienstag 28.04. 16:45 - 20:00 Hörsaal 29 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 7
Dienstag 12.05. 16:45 - 20:00 Hörsaal 29 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 7
Dienstag 26.05. 16:45 - 20:00 Hörsaal 29 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 7
Dienstag 09.06. 16:45 - 20:00 Hörsaal 29 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 7
Dienstag 23.06. 16:45 - 20:00 Hörsaal 29 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 7

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Ziele: Die Studierenden sollen Grundkenntnisse von Marxscher, Foucaultscher, postkolonialer und Kritischer Theorie erwerben, jeweils deren Begriff und Ansatzpunkte von Kritik kennenlernen und im Hinblick auf die Analyse von gegenwärtigen Gesellschaften und deren Geschlechterverhältnissen anwenden und adaptieren lernen. Sie sollen damit einerseits ihre theoretischen wie methodischen Kenntnisse vertiefen und die Frage des Zusammenhangs von Theorie und Methode eingehend reflektieren, andererseits grundlegende feministische Gesellschaftskritik im aktuellen Zeitkontext entwickeln. Letztlich zielt das Seminar auf ein vertieftes Verständnis von Wissenschaft und Gesellschaft, von Macht und Herrschaft in ihren unterschiedlichen Artikulationen.

Inhalte: Im Zentrum des Seminars stehen Methoden feministischer Gesellschaftskritik, die Kapitalismus, Patriarchat und weiße Suprematie fassen und unterschiedliche Dimensionen gesellschaftlicher Wirklichkeit zugänglich machen: materielle, diskursive, symbolische, psychische. Solch unterschiedlichen Ansatzpunkten von Kritik liegen entsprechende materialistische, de/konstruktivistische, diskursanalytische oder psychoanalytische Theorien zugrunde. Sie spannen in ihrer feministischen Verknüpfung den Bogen des Seminars, in dem die Frage nach Kritik, deren Ansatzpunkten und Grenzen vor dem Hintergrund von neoliberal geprägten, zunehmend autoritären und neofaschistischen Entwicklungen in Österreich und Europa gestellt wird.
Dabei behandelt das Seminar folgende Fragenkomplexe:
- Was bedeutet Methode? Wie verhalten sich Theorien und Methoden zueinander? Welches Wissenschaftsverständnis geht mit ihnen jeweils einher?
- Was bedeutet Kritik? Wie wird Kritik konzeptualisiert und worin bestehen ihre jeweils zentralen Ansatzpunkte?
- Wie ist Geschlecht mit diesen Kritiken jeweils implizit und/oder explizit verbunden bzw. wie ist es zu verbinden? Was bedeutet demnach feministische Kritik innerhalb des jeweiligen theoretischen Rahmens?
Von diesen Thematisierungen ausgehend, wird im Zuge des Seminars ein breites Spektrum feministischer Gesellschaftskritik entwickelt, um Fragen nach dem zu stellen, wie Geschlecht in gegenwärtige gesellschaftliche Entwicklungen eingelagert ist, mit welchen Geschlechterimplikationen diese verbunden sind und wie sich gegenwärtig somit Geschlecht und Geschlechterverhältnisse verändern.

Methoden: Mündlich: Textdiskussion, Arbeitsgruppen, (Kurz-)Präsentationen.
Schriftlich: Fragen zur Basisliteratur, Entwicklung von Fragen feministischer Gesellschaftskritik, Seminarreflexion.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Schriftlich: Fragen zur Basisliteratur, Fragen feministischer Gesellschaftskritik, Seminarreflexion.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

20 % mündliche Diskussionsbeiträge,
5 % schriftliche Fragen zur Basisliteratur (2 Fragen zu jedem Text),
20 % schriftliche Fragen feministischer Gesellschaftskritik (2 Fragen, jeweils kurze Begründung, 350 Zeichen, inkl. Leerzeichen),
5 % Präsentation einer Frage feministischer Gesellschaftskritik,
50 % schriftliche Seminarreflexion: Was ist feministische Gesellschaftskritik? (10.000 Zeichen, inkl. Leerzeichen).
Die fristgerechte Erbringung sämtlicher Leistungen sowie maximal einmalige Abwesenheit stellen Voraussetzungen für einen positiven SE-Abschluss dar.

Prüfungsstoff

Literatur

Marx, Karl/Engels, Friedrich (1959/1848): Manifest der Kommunistischen Partei, MEW 4, 461-482
Foucault, Michel (1992): Was ist Kritik?, Berlin, 7-41.
Said, Edward (2003/1978): Orientalism, London, xi-xxiii, 1-28.
Adorno, Theodor W. (1970/1966): Erziehung nach Auschwitz, in: ders.: Erziehung zur Mündigkeit, Vorträge und Gespräche mit Hellmuth Becker 1959–1969. Herausgegeben von Gerd Kadelbach. Frankfurt/Main, 92-109.

Weitere Literatur wird in der LV bekanntgegeben.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:21