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Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.

240051 SE SE Theorien I - Theorien und Methoden der Gender Studies (2021S)

Theorien_Praxen-Verhältnisse

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung
DIGITAL

Für diese Lehrveranstaltung ist ausnahmslos eine Anmeldung während der Anmeldephase notwendig. Die Lehrveranstaltung wird ausschließlich im Curriculum 2013 angeboten.

ACHTUNG: aufgrund der COVID-19 Situation sind kurzfristige Änderungen jederzeit möglich, daher informieren Sie sich bitte regelmäßig über Änderungen im Vorlesungsverzeichnis bzw. der Moodle-Plattform.

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine

Die Lehre findet digital statt:

MO 01.03.2021 13.15-14.45
MO 08.03.2021 13.15-14.45
MO 15.03.2021 13.15-14.45
MO 22.03.2021 13.15-14.45
MO 12.04.2021 13.15-14.45
MO 19.04.2021 13.15-14.45
MO 26.04.2021 13.15-14.45
MO 03.05.2021 13.15-14.45
MO 10.05.2021 13.15-14.45
MO 17.05.2021 13.15-14.45
MO 31.05.2021 13.15-14.45
MO 07.06.2021 13.15-14.45
MO 14.06.2021 13.15-14.45
MO 21.06.2021 13.15-14.45
MO 28.06.2021 13.15-14.45


Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

"When our lived experience of theorizing is fundamentally linked to processes of self-recovery, of collective liberation, no gap exists between theory and practice."

– bell hooks: Theory as Liberatory Practice

INHALTE

"Theorie" und "Praxis" werden oft als einander entgegengesetzt verstanden. Während auf der einen Seite Vorstellungen vom sprichwörtlichen Elfenbeinturm stehen, wird auf der anderen Seite fehlende Reflexion unterstellt. Gerade im Zusammenhang mit queeren und feministischen Themen wird dieselbe Trennung gleichzeitig reproduziert und hinterfragt, schon aufgrund der gemeinsamen (und mitunter konfliktreichen) Entwicklung von wissenschaftlichen und sozialen Bewegungen.

In diesem Seminar werden wir uns mit dem Verhältnis von Theorie und Praxis mit einem besonderen Fokus auf feministische und queere Auseinandersetzungen beschäftigen. Wir werden fragen, was Theorie und Praxis überhaupt sind oder sein können, und Grenzziehungen und -auflösungen dazwischen in konkreten empirischen Kontexten untersuchen.

ARBEITSSPRACHE/-N

Die primäre Arbeitssprache der Lehrveranstaltung ist Deutsch. Alle Teilnehmenden sind herzlich eingeladen, auch andere Sprachen einzubringen.

ZUGÄNGLICHKEIT

Teilnehmende haben selbstverständlich Anspruch auf (möglichst) diskriminierungs- und barrierefreien Zugang zur Lehrveranstaltung. Ich bemühe mich, Materialien in möglichst zugänglicher Form zur Verfügung stellen und möchte alle Teilnehmenden bitten, dasselbe zu tun. Bitte gegebenenfalls um kurze Rückmeldung.

INTER, TRANS, NICHT-BINÄR

Es ist mir wichtig, dass Namen, Anreden, Pronomen etc. unkompliziert und den Wünschen ihrer Träger*innen gemäß gestaltet werden – sowohl von mir als auch von allen anderen Teilnehmenden. Ich selbst verwende geschlechtsneutrale Pronomen (z.B. xier/xies/xiem/xien oder dey/dier/dem) und freue mich in E-Mails etc. über geschlechtsneutrale Anreden (zum Beispiel „Hallo“ oder „Lieb*“).

LEHR-/LERNZUGANG

Mein Zugang zu Lehr-/Lernräumen basiert auf emanzipatorischen, queeren und Schwarzen feministischen Ansätzen (siehe etwa die Arbeiten von bell hooks, Patricia Hill Collins und Paulo Freire). Ziel ist nicht das Auswendiglernen und Wiedergeben von als wahr angenommenen Fakten, sondern die gemeinsame Gestaltung eines interaktiven Wissensprozesses, der unser aller Erfahrungswissen und unsere Positioniertheit in der Welt ebenso einbezieht wie einen kritischen Zugang zu gesellschaftlichen Machtverhältnissen und Normen.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

[WEITERE INFORMATIONEN IM HANDOUT]

Das Beurteilungsschema ist so aufgebaut, dass Teilnehmende die Möglichkeit haben, zu einem gewissen Grad selbst zu entscheiden, was sie tun möchten.

VERPFLICHTENDE "LEISTUNGEN"

1) Teilnahme – 20 Punkte

Da die Einheiten aufeinander aufbauen und in einer Lehrveranstaltung immer auch die Entwicklung einer Gemeinschaft eine Rolle spielt, ist mir grundsätzlich regelmäßige Teilnahme wichtig. Zugleich halte ich es für wichtig, anzuerkennen, dass Teilnehmende manchmal aus verschiedensten Gründen nicht zu Einheiten kommen können. (Die Gründe reichen von Verkühlungen über chronischen Schmerzen oder psychische Belastungen bis zu einem schlichten „Ich mag heute grad echt nicht.“) Bei dieser Lehrveranstaltung besteht keine Anwesenheitspflicht, sowohl angesichts der COVID-19-Pandemie als auch als Versuch, institutionelle Zwänge abzubauen.

2) Erarbeitung und Vorstellung eines konkreten Fallbeispiels in der LV – 20 Punkte

Gruppen von Studierenden erarbeiten gemeinsam Grenzziehungen rund um Theorie/Praxis zu einem konkreten empirischen Fallbeispiel, das sie selbst auswählen können. Sie gestalten jeweils im Mai/Juni eine Einheit des Seminars, in der sie den anderen Teilnehmenden ihr Fallbeispiel näherbringen.

ZUR AUSWAHL

3a) Lerngruppen – bis zu 36 Punkte

Es werden Lerngruppen von jeweils 4–5 Studierenden zusammengestellt, die über das ganze Semester bestehen bleiben. Ziel der Lerngruppen ist die gemeinsame Diskussion der vorzubereitenden Texte in einem kleinen, gleichbleibenden Rahmen.

3b) Vorbereitung der Literatur und Postings auf Moodle – bis zu 36 Punkte

Zu jeder thematischen LV-Einheit können auf Moodle Postings mit Fragen, Kommentaren, Gedanken etc. zur vorzubereitetenden Literatur verfasst werden.

3c) Abschlussprojekt – bis zu 48 Punkte

Das Abschlussprojekt bietet Platz und Möglichkeit für eine weitergehende Beschäftigung mit einem Thema, das in der Lehrveranstaltung behandelt wurde. Das Abschlussprojekt eignet sich dazu, das empirische Fallbeispiel noch weiter zu bearbeiten. Es sollte in Gruppen von zumindest zwei Personen umgesetzt werden.

Während es möglich ist, eine kurze wissenschaftliche Arbeit zu verfassen, möchte ich alle Teilnehmenden ermutigen, mit verschiedenen Zugängen und Fähigkeiten zu experimentieren und das Medium für das Abschlussprojekt frei zu wählen.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Siehe "Art der Leistungskontrolle".

Benotungsschema:

ab 100 Punkte: 1
85–99,9 Punkte: 2
70–84,9 Punkte: 3
55–69,9 Punkte: 4
unter 55 Punkte: 5

Prüfungsstoff

Literatur


Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Mi 21.04.2021 11:26