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Jetzt impfen lassen für ein sicheres Miteinander im Herbst!

Um allen Angehörigen der Universität Wien einen guten und sicheren Semesterbeginn zu ermöglichen, gibt es von Samstag, 18. September, bis Montag, 20. September die Möglichkeit einer COVID-19-Impfung ohne Terminvereinbarung am Campus der Universität Wien. Details unter https://www.univie.ac.at/ueber-uns/weitere-informationen/coronavirus/.

Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.

240053 PS Individuelle Schwerpunktsetzung - prüfungsimmament (4 ECTS) (2018W)

Unternehmerinnen im Wien des 19. Jahrhunderts

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Mittwoch 10.10. 11:30 - 13:00 Hörsaal 16 Hauptgebäude, Hochparterre, Stiege 5
Mittwoch 10.10. 13:15 - 14:45 Hörsaal 16 Hauptgebäude, Hochparterre, Stiege 5
Mittwoch 24.10. 11:30 - 13:00 Hörsaal 16 Hauptgebäude, Hochparterre, Stiege 5
Mittwoch 24.10. 13:15 - 14:45 Hörsaal 16 Hauptgebäude, Hochparterre, Stiege 5
Mittwoch 07.11. 11:30 - 13:00 Hörsaal 16 Hauptgebäude, Hochparterre, Stiege 5
Mittwoch 07.11. 13:15 - 14:45 Hörsaal 16 Hauptgebäude, Hochparterre, Stiege 5
Mittwoch 21.11. 11:30 - 13:00 Hörsaal 16 Hauptgebäude, Hochparterre, Stiege 5
Mittwoch 21.11. 13:15 - 14:45 Hörsaal 16 Hauptgebäude, Hochparterre, Stiege 5
Mittwoch 05.12. 11:30 - 13:00 Hörsaal 16 Hauptgebäude, Hochparterre, Stiege 5
Mittwoch 05.12. 13:15 - 14:45 Hörsaal 16 Hauptgebäude, Hochparterre, Stiege 5
Mittwoch 16.01. 11:30 - 13:05 Hörsaal 16 Hauptgebäude, Hochparterre, Stiege 5
Mittwoch 16.01. 13:15 - 14:45 Hörsaal 16 Hauptgebäude, Hochparterre, Stiege 5
Mittwoch 30.01. 11:30 - 13:00 Hörsaal 16 Hauptgebäude, Hochparterre, Stiege 5
Mittwoch 30.01. 13:15 - 14:45 Hörsaal 16 Hauptgebäude, Hochparterre, Stiege 5

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

In diesem Seminar begeben wir uns ins Wien des 19. Jahrhunderts, um die unternehmerische Tätigkeit (entrepreneurship) von Frauen anhand der Kategorie Gender in Verbindungen mit anderen Differenzkategorien zu erforschen. Im Zentrum steht die Frage, wie Individuen Handlungsräume auf verschiedenen Handlungsebenen (lokal, regional, staatlich) für sich geschaffen haben. Unternehmerinnen werden auf der Grundlage spezifischer Fallstudien unter Berücksichtigung ihrer sozialen Beziehungen untersucht, historiographische Debatten über Frauen und Handlungsfähigkeit dienen dabei als Bezugsrahmen. Es wird genaues Augenmerk auf das Verhältnis von Norm und Praxis im Leben von Unternehmerinnen gelegt, daher werden geschlechtsspezifische Normen und rechtliche Rahmenbedingungen diskutiert, die weibliche Geschäftsaktivitäten konditionierten, aber auch möglicherweise Praktiken betrachtet, die diese Normen (neu) verhandelten und manchmal in Frage stellten.
In den ersten Sitzungen werden den Studierenden allgemeine Debatten geschlechtshistorischer Forschung in Bezug auf das Thema des Seminars durch geleitete Lektüre und Diskussion näher gebracht. Die Seminarteilnehmer*innen werden sich damit auseinandersetzen, wie sie sich an weibliches Unternehmerinnentum (female entrepreneurship) und der Spannung zwischen agency und structure theoretisch-methodisch annähern. Im Laufe des Seminars wird jede*r Studierende aus mehreren bereits transkribierten Dokumenten eine Primärquelle auswählen und eine Hauptforschungsfrage für die Seminararbeit formulieren. In Vorbereitung für diesen Schritt wird eine Sitzung den praktischen Aspekten der Archivforschung gewidmet sein. Während des Kurses entwickeln die Teilnehmer*innen analytische Fähigkeiten, indem sie eine Seminararbeit auf Basis von ausgewähltem Quellenmaterial und der Seminarliteratur verfassen. Die Teilnahme an den Diskussionen und die Fertigstellung der Arbeit werden dazu beitragen, dass die Seminarteilnehmer*innen ihre Fähigkeiten in schriftlicher und mündlicher Präsentation von Ideen und intellektuellen Debatten erweitern.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

(50%) Anwesenheit, Diskussion, kleine Übungen, Präsentation des gewählten Forschungsthemas und seiner Fortschritte.
Anwesenheit ist für den erfolgreichen Abschluss des Kurses verpflichtend. Abwesenheit ist für maximal zwei 90-Minuten-Einheiten erlaubt (da der Kurs als Block-Seminar angeboten wird, entspricht das der Abwesenheit an einem Mittwoch).
Die Seminarteilnehmer*innen lesen die erforderlichen Texte zum vorgegebenen Termin und nehmen an den Diskussionen teil. Abhängig von der Klassengröße werden Kleingruppen von Studierenden Diskussionsfragen für jede Einheit vorbereiten. Zur Vorbereitung auf das Schreiben der Seminararbeit werden kleine Kursübungen gegeben.
(50%) Seminararbeit. Die Arbeit soll aus einer geschlechterhistorischen Perspektive geschrieben werden (Englisch oder Deutsch).
Die im Kurs behandelte Lektüre dient als Grundlage für die Analyse von Primärquellen. Das abschließende Thema der Seminararbeit muss mit der Kursleiterin erarbeitet und von ihr bestätigt werden. Die Seminararbeit soll etwa 15 Seiten umfassen: 40.000 Zeichen (± 5%), einschließlich Leerzeichen, Fußnoten, Titelseite, Inhaltsverzeichnis, Bibliographie (sollte sich aus 1/3 Monographien, 1/3 Zeitschriftenartikel oder Kapitel in Sammelbänden und 1/3 Online-Ressourcen zusammensetzen).

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Das Seminar konzentriert sich auf die genaue Lektüre von Sekundärliteratur und Primärquellen sowie eigenständige Forschung. Eine positive Gesamtnote erfordert das Erfüllen aller Seminaranforderungen. Voraussetzung für die Teilnahme ist, neben guten Englischkenntnissen, die Bereitschaft, sich mit Fragen aus dem Bereich der Geschlechterforschung zu beschäftigen.

Prüfungsstoff

Literatur

(Auswahl)
Aston, Jennifer. Female Entrepreneurship in Nineteenth-Century England. Engagement in the Urban Economy. Basingstoke: Palgrave Macmillan, 2016.
Bandhauer-Schöffmann, Irene. "Widows and Daughters: Austrian Business Women and Their Status in Family Firms in the 19th and 20th Centuries." Paper, International Economic History Congress. Helsinki 20.-25.05.2006, 22 pages.
Bandhauer-Schöffmann, Irene, und Regine Bendl, Hgg., Unternehmerinnen. Geschichte & Gegenwart selbständiger Erwerbstätigkeit von Frauen. (Frankfurt am Main/Wien: Lang, 2000).
Barker, Hannah. The Business of Women. Female Enterprise and Urban Development in Northern England 1760-1830 (Oxford: Oxford University Press, 2006). Chapter 3: The ‘Public’ Face of Female Enterprise, 72-104.
Griesebner, Andrea. "Vom Brief zum Forschungsprojekt. Rekonstruktion des Forschungsprozesses oder Mikrogeschichte angewandt." In: wald Hiebl und Ernst Langthaler, Hgg., Im Kleinen das Große suchen (Innsbruck/Wien/München/Bozen: Studien-Verlag, 2012), 92-105.
Lepp, Claudia. "Verdeckt von Sombarts „smarten Männern“? Bedingungen und Merkmale von Unternehmerinnen von der Mitte des 17. bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts." Archiv für Kulturgeschichte 89/1 (2007), 91-112.
Purvis, June. "Using Primary Sources When Researching Women's History from a Feminist Perspective." Women's History Review 1, no. 2 (1992/06/01 1992), 273-306.
Rose, Sonya. What is Gender History? (Cambridge, UK: SAGE, 2010).
Shepard, Alexandra and Garthine Walker, eds. Gender and Change: Agency, Chronology and Periodization (Oxford: Wiley-Blackwell, 2009).

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

BEd GSP 04, Aspekte und Räume 2: Österr. Gesch II, WiSo, Frauen- und Geschlechtergeschichte (5 ECTS)

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:39