Universität Wien
Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.

240073 VO+UE VM7 / VM8 - Verortungen von 'Gender' in der internationalen EZA und Humanitären Hilfe (2026S)

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Für eine positive Beurteilung der Lehrveranstaltung ist die positive Absolvierung aller Teilleistungen erforderlich.
Im Zuge der Beurteilung kann eine Plagiatssoftware (Turnitin in Moodle) zur Anwendung kommen.
Die Verwendung von KI-Tools (z. B. ChatGPT) für die Produktion von Texten ist nur dann erlaubt, wenn dies von der Lehrveranstaltungsleitung ausdrücklich gestattet oder gefordert wird (z. B. für einzelne Arbeitsaufgaben). Zur Sicherung der guten wissenschaftlichen Praxis kann die Lehrveranstaltungsleitung eine mündliche Reflexion ('Notenrelevantes Gespräch') der abgegebenen Arbeiten vorsehen, die erfolgreich zu absolvieren ist.
Wurde eine Teilleistung erschlichen, d.h. etwa bei einer Prüfung oder einem Test geschummelt, bei einer schriftlichen Arbeit plagiiert oder auch Unterschriften auf Anwesenheitslisten gefälscht, wird die gesamte Lehrveranstaltung als 'nicht beurteilt' gewertet und entsprechend erfasst

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

  • Mittwoch 11.03. 18:15 - 19:45 Seminarraum SG2 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
  • Mittwoch 18.03. 18:15 - 19:45 Seminarraum SG2 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
  • Mittwoch 25.03. 18:15 - 19:45 Seminarraum SG2 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
  • Mittwoch 15.04. 18:15 - 19:45 Seminarraum SG2 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
  • Mittwoch 22.04. 18:15 - 19:45 Seminarraum SG2 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
  • Mittwoch 29.04. 18:15 - 19:45 Seminarraum SG2 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
  • Mittwoch 06.05. 18:15 - 19:45 Seminarraum SG2 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
  • Mittwoch 13.05. 18:15 - 19:45 Seminarraum SG2 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
  • Mittwoch 20.05. 18:15 - 19:45 Seminarraum SG2 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
  • Mittwoch 27.05. 18:15 - 19:45 Seminarraum SG2 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
  • Mittwoch 03.06. 18:15 - 19:45 Seminarraum SG2 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
  • Mittwoch 10.06. 18:15 - 19:45 Seminarraum SG2 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
  • Mittwoch 17.06. 18:15 - 19:45 Seminarraum SG2 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
  • Mittwoch 24.06. 18:15 - 19:45 Seminarraum SG2 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Inhalt:

Geschlecht in seinen individuellen, sozialen, kulturellen und politischen Ausprägungsformen ist ein elementarer Aspekt im Bereich der internationalen Entwicklungszusammenarbeit und Humanitären Hilfe. Seit den 1990er Jahre wird Gender dabei als Querschnittsthema betrachtet – mögliche Auswirkungen auf die bestehenden Geschlechterverhältnisse werden idealerweise in allen Phasen eines Projekts, von der Planung bis zur Evaluierung mitgedacht. Akteur*innen auf unterschiedlichen Ebenen, seien es Projektmitarbeiter*innen, Begünstigte, Stakeholder im öffentlich-privaten Rahmen oder Entscheidungsträger*innen unterliegen hierbei unterschiedlichen Machtbeziehungen sowie Diskursen zu Ausgrenzung und Inklusion. Dem liegt grundsätzlich auch ein binäres Verständnis von Geschlecht zugrunde, welche im Hinblick auf die Vielfalt sozialer Geschlechter und sexueller Orientierungen hinterfragt werden muss. Multidimensionale Diskriminierungsmuster, Ausgrenzungsstrategien und Manifestationen von Ungleichheit sollen vor dem Hintergrund postkolonialer Theorien und des Intersektionalitäts-Ansatzes reflektiert werden. Das Ausverhandeln wechselseitiger Machtverhältnisse zeigt sich dabei auch in den Intentionen und Zielsetzungen von Geschlechterpolitiken in der Internationalen Entwicklungszusammenarbeit und Humanitären Hilfe.

Definitionen, Ansätze, Dynamiken und Debatten zu „Gender“, „Internationale Entwicklungszusammenarbeit“ und „Humanitäre Hilfe“ werden im Seminar in Bezug zueinander gesetzt und bilden das Rückgrat in der Auseinandersetzung mit aktuellen Diskursen und Kontroversen. Besonderer Schwerpunkt wird dabei auf die kritische Analyse und das Hinterfragen von Definitionen und Vorgaben europäischer und internationale Strategiepapiere (etwa EU Gender Action Plan III, UN Women, OECD-DAC Gender Equality Policy Marker) in Bezug auf die systematische und kohärente Integration von Geschlechterperspektiven in Politik- und Handlungsfeldern der Internationalen Entwicklungszusammenarbeit und Humanitären Hilfe gelegt.

Ziel:

Ziel der Lehrveranstaltung ist es, ein vertieftes Verständnis der zentralen Konzepte, Theorien und Praktiken im Themenfeld Gender, Entwicklung und Humanitäre Hilfe zu vermitteln. Die Studierenden erwerben die Fähigkeit, Geschlechterverhältnisse in globalen Kontexten kritisch zu analysieren, politische Strategien und institutionelle Instrumente zu reflektieren sowie eigene Positionen im Spannungsfeld von Gleichstellung, Macht und kultureller Kontextualisierung zu entwickeln. Durch die eigenständige Bearbeitung einer spezifischen Fragestellung – theoretisch oder praxisbezogen – erweitern die Teilnehmer*innen ihre analytische Kompetenz und ihr Verständnis für aktuelle Diskurse in Forschung und Praxis der internationalen Bildungs- und Entwicklungsarbeit.

Methoden:

- Impulse zu Theorien und Ansätze durch die LV-Leiterin
- LV-Teilnehmer*innen wählen eine konkrete Fragestellung aus (Möglichkeit der Wahl eines eigenen Themas, es wird jedoch auch eine Liste mit Themenvorschlägen geben – wird zu Beginn der ersten LV ausgehändigt) – Analyse im Rahmen eines Impulsreferats (max. 15 Minuten)
- Interaktive Diskussionsmethoden inkl. pro-aktivem Einsatz von KI
- Schriftlicher Beitrag zum Thema der Präsentation (ca. 5 Seiten + 1 Seite KI-Nutzungsprotokoll)
- Persönliches Reflexionsgespräch mit der LV-Leiterin zum gewählten Thema
- Die Lehrveranstaltung findet in deutscher Sprache statt, es steht den Studierenden frei die Seminararbeit in englischer Sprache zu verfassen.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

- Anwesenheit
- Aktive Mitarbeit
- Mündliche Präsentation
- Schriftlicher Beitrag zur Präsentation + Reflexionsgespräch

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

- Anwesenheit (max. Abwesenheit: 3 Einheiten)
- Aktive Mitarbeit (25%)
- Mündliche Präsentation (30%)
- Schriftlicher Beitrag + Reflexionsgespräch (45%)

Die Teilleistungen werden getrennt voneinander bewertet und müssen jeweils positiv sein. Für eine positive Beurteilung sind mindestens 51% notwendig, die in allen Teilbereichen separat erreicht werden müssen.
Sehr Gut: 90-100%
Gut: 76 -89%
Befriedigend: 61-75%
Genügend: 51-60%
Nicht Genügend: 0-50%

Prüfungsstoff

- Es wird erwartet, dass die LV-Teilnehmer*innen Texte, die von der LV-Leiterin für die jeweiligen Einheiten zur Verfügung gestellt werden, zur Vorbereitung lesen. Sollte dies nicht der Fall sein, wird von der/dem jeweiligen LV-Teilnehmer*in erwartet, dass er/sie einen kurzen Kommentar zum Text (2 Seiten) bis zur darauffolgenden Einheit an die LV-Leiterin übermittelt.
- Das Thema des schriftlichen Beitrags entspricht dem gewählten Thema der Präsentation. Im Laufe des Semesters, bei Bedarf auch zum Zeitpunkt der Überprüfung des schriftlichen Beitrags wird ein 20 minütiger Termin vereinbart zur Reflexion des Umgangs mit dem Thema vor dem Hintergrund der kritischen Auseinandersetzung mit dem Einsatz von KI-Tools

Literatur

Auswahl:
- Degele Nina; Winker, Gabriele: „Intersektionalität als Mehrebenenanalyse“. Technische Universität Harburg 2007 http://www.medium-ev.de/JANTZ/PDF/Uni/Intersektionalitaet_Mehrebenen.pdf abgerufen am 7.11.2025
- United Nations: “Convention on the Elimination of All Forms of Discrimination Against Women“ http://www.un.org/womenwatch/daw/cedaw/text/econvention.htm abgerufen am 7.11.2025
- Varela, Maria Do Mar Castro; Dhawan, Nikita: “Postkoloniale Theorie. Eine kritische Einführung”. Bielefeld 2005
- European Commission DG ECHO: „Thematic Policy Document Nr. 6: Gender – Different Needs, Adapted Assistance“, July 2013
- https://ec.europa.eu/echo/files/policies/sectoral/gender_thematic_policy_document_en.pdf abgerufen am 7.11.2025
- European Commission DG ECHO, “Guidance Note on the Protection from Sexual Exploitation, Abuse and Harassment”, Jänner 2025
https://ec.europa.eu/echo/files/policies/sectoral/guidance_note_protection_from_sexual_exploitation_abuse_and_harassment.pdf abgerufen am 7.11.2025
- European Commission DG ECHO: "Gender-Age Marker Toolkit", EC, Brüssel 2021
https://ec.europa.eu/echo/files/policies/sectoral/gender_age_marker_toolkit.pdf abgerufen am 7.11.2025
- European Commission: “Joint Communication to the European Parliament and the Council. EU Gender Action Plan (GAP) III – An ambitious Agenda for Gender Equality and Women’s Empowerment in EU External Action”, Brussels 2020
https://eur-lex.europa.eu/legal-content/EN/TXT/PDF/?uri=CELEX:52020JC0017&from=EN abgerufen am 7.11.2025
- BMEIA: “Gender Equality and the Empowerment of Women and Girls. Guidelines for Implementing the EU Gender Action Plan in Austria’s Development Cooperation (2024-2030)“, Wien 2024
- https://www.entwicklung.at/fileadmin/user_upload/Dokumente/Publikationen/Leitlinien/Englisch/LL_Gender_EN.pdf abgerufen am 7.11.2025
- BMEIA: „Strategie der Humanitären Hilfe Österreichs“, Wien 2024 https://www.entwicklung.at/fileadmin/user_upload/Dokumente/Publikationen/Strategien/Strategie_Humanitaere_Hilfe.pdf abgerufen am 7.11.2025
- Inter-Agency Standing Committee: „The Gender Handbook in Humanitarian Action “, Februar 2025
https://interagencystandingcommittee.org/sites/default/files/migrated/2019-02/2018-iasc_gender_handbook_for_humanitarian_action_eng_0.pdf abgerufen am 7.11.2025
- Kerner, Ina: „Forschung jenseits von Schwesternschaft. Zu Feminismus, postkolonialen Theorien und Critical Whiteness Studies“ in: Harders, Cilja; Kahlert, Heike; Schindler, Delia (HrsgIn): Forschungsfeld Politik. Geschlechtskategoriale Einführung in die Sozialwissenschaften, Wiesbaden, Verlag für Sozialwissenschaften 2005: S 217-238
- OECD DAC Network on Gender Equality: “Handbook on the OECD DAC Gender Equality Policy Marker”, 2025
https://one.oecd.org/document/DCD/DAC/GEN(2025)2/en/pdf abgerufen am 7.11.2025

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

VM7 / VM8

Letzte Änderung: Fr 13.03.2026 21:06