Universität Wien

240090 KU GM3 - Entwicklungstheorien und -paradigmen aus transdisziplinärer Perspektive (2025W)

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Für eine positive Beurteilung der Lehrveranstaltung ist die positive Absolvierung aller Teilleistungen erforderlich.
Im Zuge der Beurteilung kann eine Plagiatssoftware (Turnitin in Moodle) zur Anwendung kommen.
Die Verwendung von KI-Tools (z. B. ChatGPT) für die Produktion von Texten ist nur dann erlaubt, wenn dies von der Lehrveranstaltungsleitung ausdrücklich gestattet oder gefordert wird (z. B. für einzelne Arbeitsaufgaben).
Zur Sicherung der guten wissenschaftlichen Praxis kann die Lehrveranstaltungsleitung eine mündliche Reflexion ('Notenrelevantes Gespräch') der abgegebenen Arbeiten vorsehen, die erfolgreich zu absolvieren ist.
Wurde eine Teilleistung erschlichen, d.h. etwa bei einer Prüfung oder einem Test geschummelt, bei einer schriftlichen Arbeit plagiiert oder auch Unterschriften auf Anwesenheitslisten gefälscht, wird die gesamte Lehrveranstaltung als 'nicht beurteilt' gewertet und entsprechend erfasst

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 30 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

  • Donnerstag 09.10. 09:00 - 12:00 Seminarraum SG1 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
  • Donnerstag 23.10. 09:00 - 12:00 Seminarraum SG1 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
  • Donnerstag 06.11. 09:00 - 12:00 Seminarraum SG1 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
  • Donnerstag 20.11. 09:00 - 12:00 Seminarraum SG1 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
  • Donnerstag 04.12. 09:00 - 12:00 Seminarraum SG1 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
  • Donnerstag 15.01. 09:00 - 12:00 Seminarraum SG1 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
  • Donnerstag 29.01. 09:00 - 12:00 Seminarraum SG1 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Interventionen in Geschlechterverhältnisse und gesellschaftliche Geschlechterordnungen sind ein wesentlicher Aspekt von Entwicklungspolitik und -beziehungen. Spätestens seit den UNO-Weltfrauenkonferenzen der 1980er und 1990er Jahre ist 'Gender' zudem eine Kategorie, die in Konzepten und Praktiken von Entwicklung – wie etwa in der Entwicklungsplanung, bei der Formulierung von Zielen und bei der Konzeption von Maßnahmen – berücksichtigt wird. Gleichzeitig sind feministische Denker*innen und Aktivist*innen in vielen Regionen der Welt Akteur*innen von sozialem Wandel und Initiativen für soziale, ökonomische, ökologische und globale Gerechtigkeit. So weist die Kritik nicht-westlicher feministischer Theoretiker*innen an westlich-dominierter Wissensproduktion auf eine Reihe wichtiger Fragen hin, wie die Pluralität von Identitäten/Differenzen; die Intersektionalität von ‚race‘, Klasse und Gender; die Frage nach der Universalisierbarkeit des Gender-Begriffs; die Bedeutung von Religion und Spiritualität; die Frage nach kommunalistischen versus individualistischen Werten und Praktiken; Fragen nach Verteilungsgerechtigkeit und der Hegemonie der westlichen Welt (ökonomisch, politisch, akademisch); die Kolonialität von Wissen und die Frage nach der kontextuellen Gebundenheit jeglichen Denkens.
Ziel dieses Kurses ist es, mit feministischen Strömungen außerhalb Europas und Nordamerikas vertraut zu machen und zu lernen, Entwicklungstheorien und -paradigmen vom Feld interkultureller feministischer Theorie und Gender Studies her zu denken. Dazu werden wir wesentliche Themen, Konzepte und Analysen feministischer Theorien in Afrika, Asien, Lateinamerika und dem arabisch-islamischen Raum erarbeiten.
Folgende Themen werden anhand ausgewählter Autorinnen und Textbeispiele behandelt:
- Zugänge zu Gender und Entwicklung im Feld der Entwicklungsforschung
- Postkoloniale Theorie, Feminismus und Dekolonisierung, Critical Whiteness
- Feministische Theorie in Afrika
- Feministische Theorie in Lateinamerika
- Feministische Theorie und Islam
- Kolonialität von Gender und alternative Sexualitäten
- Zusammenhänge zwischen Ökologie, Gendergerechtigkeit und globaler Gerechtigkeit

Neben der Vermittlung von Grundkenntnissen durch die Seminarleiterinnen durch Vorträge und Powerpoints werden wichtige Positionen im Rahmen der Analyse von Texten erarbeitet. Ziel dieser Textanalyse ist es, über die Beschäftigung mit Inhalten hinaus, Grundpositionen kennenzulernen, Methoden der Textanalyse bzw. -interpretation anzuwenden und einzuüben, Argumentieren zu üben und sich mit einem Konzept gründlich zu beschäftigen.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

• Kontinuierliche Teilnahme. Begründete Abwesenheit bei einem der insgesamt 8 Blöcke wird toleriert.
• Vorbereitende Lektüre eines Textes für jede Blockeinheit mit schriftlicher Abgabe jeweils 2 Tage vorher
• Gruppenpräsentation zu einem Text. Kriterien für die Präsentation: Dauer je nach Gruppengröße 15-20 Minuten mit Powerpoint.
Die Präsentation soll:
- den Forschungskontext erklären und kurz über die Autor*innen informieren;
- Argumentationsstrukturen darstellen;
- Gegenposition(en) formulieren
- Impulse zur anschließenden Diskussion geben
• Protokoll einer Blockeinheit
• Paper zu einem Text oder einem Thema (ca. 10 Seiten; 12 Pt; 1,5 Zeilen). Abgabetermin: 1. März 2026

Diese Lehrveranstaltung erfordert die regelmäßige Anwesenheit der Teilnehmer*innen zur Diskussion der Basislektüre, der Referate und Inputs durch die LV-Leitung. Ein einmaliges unentschuldigtes Fehlen bei einem der Blocktermine ist zulässig. Ein mehrmaliges Fehlen ohne wichtigen Grund führt zu einer negativen Beurteilung.

Für das Paper wird Ihnen eine Verbesserungsmöglichkeit eingeräumt. Wenn diese Teilleistung und damit auch die gesamte Lehrveranstaltung negativ beurteilt wird, erhalten Sie spätestens bis 16.03.2026 ein Feedback mit Kriterien für eine erfolgreiche Verbesserung. Sie müssen die Verbesserung bis 31.03.2026 vornehmen.

Notenrelevantes Gespräch über die schriftliche Arbeit: Zur Sicherung der guten wissenschaftlichen Praxis kann die Lehrveranstaltungsleitung eine mündliche Reflexion des abgegebenen Abschlusspapers vorsehen, die erfolgreich zu absolvieren ist.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Alle Semesterleistungen müssen erfüllt sein und es muss eine schriftliche Arbeit abgegeben werden, damit die Lehrveranstaltung positiv abgeschlossen werden kann.

Beurteilungsschlüssel:
- Teilnahme an der Diskussion und schriftliche Abgaben zu den Texten: 25 %
- Mündliche Präsentation: 20 %
- Protokoll einer Blockeinheit: 5 %
- Schriftliche Arbeit: 50 %

Prüfungsstoff

Siehe Art der Leistungskontrolle

Literatur

Wird zu Beginn des Semesters bekanntgegeben.

Empfohlen für alle, die sich zuvor schon ins Thema einlesen möchten:

Graness, A., Kopf, M. und Kraus, M. (2019) Feministische Theorie aus Afrika, Asien und Lateinamerika. Wien: facultas

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

GM3

Letzte Änderung: Do 02.10.2025 16:27