Universität Wien
Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.

240092 SE VM3 / VM8 - Wissenschaftskritik und Wissensproduktion in der Internationalen Entwicklung (2026S)

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Für eine positive Beurteilung der Lehrveranstaltung ist die positive Absolvierung aller Teilleistungen erforderlich.
Im Zuge der Beurteilung kann eine Plagiatssoftware (Turnitin in Moodle) zur Anwendung kommen.
Die Verwendung von KI-Tools (z. B. ChatGPT) für die Produktion von Texten ist nur dann erlaubt, wenn dies von der Lehrveranstaltungsleitung ausdrücklich gestattet oder gefordert wird (z. B. für einzelne Arbeitsaufgaben). Zur Sicherung der guten wissenschaftlichen Praxis kann die Lehrveranstaltungsleitung eine mündliche Reflexion ('Notenrelevantes Gespräch') der abgegebenen Arbeiten vorsehen, die erfolgreich zu absolvieren ist.
Wurde eine Teilleistung erschlichen, d.h. etwa bei einer Prüfung oder einem Test geschummelt, bei einer schriftlichen Arbeit plagiiert oder auch Unterschriften auf Anwesenheitslisten gefälscht, wird die gesamte Lehrveranstaltung als 'nicht beurteilt' gewertet und entsprechend erfasst

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

  • Dienstag 10.03. 11:15 - 13:00 Seminarraum SG1 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
  • Dienstag 24.03. 11:15 - 15:45 Seminarraum SG1 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
  • Montag 20.04. 11:30 - 16:30 Seminarraum 7, Kolingasse 14-16, OG01
  • Dienstag 19.05. 11:15 - 15:45 Seminarraum SG1 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
  • Dienstag 02.06. 11:15 - 15:45 Seminarraum SG1 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
  • Dienstag 16.06. 11:15 - 15:45 Seminarraum SG1 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Entwicklungspolitik und -zusammenarbeit basieren auf Zahlen, Karten, Indikatoren und Expert*innenwissen. Doch wer entscheidet, was als Problem gilt, wessen Wissen anerkannt wird - und welche Perspektiven systematisch ausgeblendet bleiben?

Das Seminar untersucht Internationale Entwicklung als historisch gewachsenes Feld mit kolonialen Genealogien sowie anhaltenden Macht- und Ausschlussverhältnissen. Anhand konkreter Fallbeispiele aus Entwicklungs-, Klima- und Nord-Süd-Politiken analysieren wir, wie Rassismus, Eurozentrismus und Wissenshierarchien in Messgrößen, Modellen, Kartographien und Expert*innendiskursen eingeschrieben sind.

Aufbauend auf Ansätzen der feministischen Wissenschaftsforschung, kritischen Geographie und politischen Ökologie erhalten die Studierenden konkrete analytische Werkzeuge, um Machtverhältnisse in der Wissensproduktion zu erkennen, zu dekonstruieren und politisch einzuordnen. Ziel ist es, die eigene Forschungspraxis zu reflektieren und Wissen als zentrale Ressource internationaler Politik und Zusammenarbeit kritisch bewerten zu können.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Mitarbeit, selbstständige Lektüre von Forschungsliteratur
Mini-Forschungsprojekt und Präsentation der Rechercheergebnisse
Schriftliche Seminararbeit (15 Seiten)

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Anwesenheit & aktive Mitarbeit inklusive Vorbereitung einer Textdiskussion (20%), Mini-Forschungsprojekt (30%) als Grundlage für die Hausarbeit (50%)

Prüfungsstoff

Grundlage für die erfolgreiche Absolvierung der Teilleistungen ist die vorbereitende Lektüre, Reflexion und Diskussion der bereitgestellten Texte. Da das Seminar blockweise stattfindet, umfasst die Vorbereitung pro Sitzung ca. 4 wissenschaftliche Artikel. Diese bilden die Basis für eine lebendige, tiefgehende und gewinnbringende Auseinandersetzung im Seminar.

Literatur

Javier Martínez, Karin Pfeffer, & Isa Baud. (2016). Factors shaping cartographic representations of inequalities. Maps as products and processes. Habitat International, 51, 90–102. https://doi.org/10.1016/j.habitatint.2015.10.010

Kabutaulaka, T. (2015). Re-Presenting Melanesia: Ignoble Savages and Melanesian Alter-Natives. The Contemporary Pacific, 27(1), 110–145. https://doi.org/10.22459/uo.2019.10

Mulrennan, M., Scott, C., 2000. Mare Nullius : Indigenous Rights in Saltwater Environments. Dev. Change 31, 681–708. https://doi.org/10.1111/1467-7660.00172

Pailey, R.N., 2020. De‐centring the ‘White Gaze’ of Development. Dev. Change 51, 729–745. https://doi.org/10.1111/dech.12550

Pierre, J., 2020. The Racial Vernaculars of Development: A View from West Africa. Am. Anthropol. 122, 86–98. https://doi.org/10.1111/aman.13352

Ratuva, S., 2021. Social indexology, neoliberalism and racialised metrics: legitimising the ‘inferiority’ of Global South countries. Third World Q. 42, 2096–2114. https://doi.org/10.1080/01436597.2021.1913406

Vázquez, R., 2011. Translation as Erasure: Thoughts on Modernity’s Epistemic Violence. J. Hist. Sociol. 24, 27–44. https://doi.org/10.1111/j.1467-6443.2011.01387.x

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

VM3 / VM8

Letzte Änderung: So 01.03.2026 00:03