Universität Wien FIND

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Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.

240100 SE VM5 / VM7 - Transnational Activism and International Organizing (2018W)

The challenge of global inequality in the world of work

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung
SGU

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Englisch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Freitag 05.10. 16:00 - 18:00 Seminarraum SG2 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
Freitag 12.10. 16:00 - 18:00 Seminarraum SG2 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
Freitag 19.10. 16:00 - 18:00 Seminarraum SG2 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
Freitag 09.11. 16:00 - 18:00 Seminarraum SG2 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
Freitag 16.11. 16:00 - 18:00 Seminarraum SG2 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
Freitag 23.11. 16:00 - 18:00 Seminarraum SG2 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
Freitag 30.11. 16:00 - 18:00 Seminarraum SG2 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
Freitag 07.12. 16:00 - 18:00 Seminarraum SG2 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
Freitag 14.12. 16:00 - 18:00 Seminarraum SG2 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
Freitag 11.01. 16:00 - 18:00 Seminarraum SG2 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
Freitag 18.01. 16:00 - 18:00 Seminarraum SG2 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
Freitag 25.01. 16:00 - 18:00 Seminarraum SG2 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Ziele:

Das Seminar zielt darauf ab, die Studierenden zur Verfassung einer anspruchsvollen, auf Originalmaterial und theoretischer Reflektion basierenden Seminararbeit zu befähigen. Die Studierenden lernen, die Geschichte der transnationalen Auseinandersetzungen um die Selbstorganisation und Interessenvertretung von arbeitenden Menschen als Auseinandersetzung mit Fragen der globalen Ungleichheit in der Welt der Arbeit zu analysieren. Sie werden befähigt, ihre eigenen inhaltlichen Interessen im Spektrum der Traditionen und Perspektiven der Entwicklungsforschung im Themenbereich des Seminars „wiederzufinden“ und in eine entsprechende eigenständige Forschungsarbeit zu übertragen.

Inhalt:

Die Globalgeschichte des Aktivismus und der Selbstorganisation von Arbeitenden sowie von Institutionen und Organisationen, die deren Interessen vertreten, war und ist in hohem Maße mit der Entwicklung der globalen Ungleichheit in der Welt der Arbeit und der Auseinandersetzung um diese Ungleichheit geprägt. Dabei ging und geht es, um nur einige wenige Beispiele zu nennen, um die Problematik der unfreien Arbeit, den informellen Sektor, die transnationale Migration, die Arbeitsverhältnisse von transnational agierenden Arbeitskräften wie Seeleuten oder Transportarbeitern, die Stellung von Gewerkschaften auf beiden Seiten des „Eisernen Vorhangs“ im Kalten Krieg, die Kämpfe von Organisationen der arbeitenden Frauen und der „coloured workers“, die Kritik am „Nationalismus“ von Gewerkschaften, die Auseinandersetzung von Aktivist_innen und Organisationen der Arbeitenden mit der Standortpolitik von Unternehmen, grenzüberschreitende Lohn- und Arbeitskämpfe, etc. In jedem dieser Themenbereiche, und innerhalb von anderen hier nicht genannten großen Themenbereichen, gibt es zahlreiche konkrete Einzelthemen zu „entdecken“ und Fragestellungen zu entwickeln. Die Studierenden werden dabei im Seminar auf vielfältige Weise unterstützt.

Methoden:

Im ersten Teil des Seminars setzen wir uns gemeinsam kritisch mit der Literatur zu Fragen der Entwicklung von Arbeitsverhältnissen in globaler Perspektive, und zur Geschichte und Gegenwart des grenzüberschreitenden Aktivismus und der trans- und internationalen Organisation von Arbeitenden auseinander. Wir befragen diese Literatur insbesondere darauf, inwieweit und auf welche Weise sie sich mit Fragen rassistisch konnotierter, geschlechterspezifischer und anderer Unterschiede auseinandersetzt, und ob und wie sie diese Themen mit der Thematik der ungleichen globalen Entwicklung von Arbeitsverhältnissen und Arbeitsrecht in Zusammenhang bringt. Parallel dazu stellen die Studierenden das geplante Thema ihrer Seminararbeit vor und beginnen mit eigenständigen Vorrecherchen.
Im zweiten, umfänglicheren Teil des Seminars legen die Studierenden einen vorläufigen, dann einen endgültigen Entwurf ihrer Seminararbeit, und schließlich den Entwurf eines ersten Teilkapitels vor. Diese Texte werden jeweils in der Gruppe eingehend kommentiert und diskutiert. Hilfestellung bei der Entwicklung des Seminararbeitsthemas und beim Auffinden des in dieser zu analysierenden Materials gibt es auch durch die detaillierte Einführung in Bestände und Methoden, mit denen gedruckte und auch ungedruckte Originalmaterialien und Publikationen recherchiert werden können, die die grenzüberschreitende Geschichte der Arbeitenden und ihres Aktivismus dokumentieren.
Zu Beginn der Lehrveranstaltung stellen die Studierenden in der Gruppe ihr eigenes Interesse an der Lehrveranstaltung vor und formulieren ihre eigenen bereits vorhandenen Lernziele für das Seminar. Am Ende der Lehrveranstaltung werden diese Eingangsstatements in der Gruppe, und unter Bezugnahme auf das in der Lehrveranstaltung als Gruppe und individuell Erarbeitete, nochmals reflektiert.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Die Studierenden verfertigen für den erfolgreichen Abschluss des Seminars eine Seminararbeit im Umfang von 40.000 bis 50.000 Zeichen (incl. Leerzeichen), die wissenschaftlich vertretbar durchgeführt ist (nachvollziehbare Argumentation, wissenschaftlicher Apparat, selbstständig erarbeitet, explizite Bezugnahme auch auf methodische und theoretische Fragen). Die Seminararbeit wird auf Englisch, bzw. ausnahmsweise auf Deutsch verfasst.

Aktive Mitarbeit an allen oben genannten Elementen des Seminars ist Voraussetzung für einen positiven Abschluss.

Wer zur ersten LV-Einheit nicht erscheint, kann nicht teilnehmen, denn in der ersten Einheit geht es um die auf die Gruppe der TeilnehmerInnen zugeschnittene Seminarplanung.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

siehe oben

Prüfungsstoff

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Literatur

Anmerkung: Dies ist eine vorläufige, erste Auswahl möglicher Literatur. Die einführende (Pflicht-)Lektüre wird nach dem ersten Seminartermin auf die Interessen der Studierenden zugeschnitten.

Ahuja R. (2013) Working Lives and Worker Militancy: The Politics of Labour in Colonial India ( Delhi: Tulika)
Balachandran G. (2012) Globalizing Labour? Indian Seafarers and World Shipping, c. 1870-1945 (Delhi and Oxford: Oxford UP)
Bock G. Die andere Arbeiterbewegung in den USA von 1905-1922. Die Industrial Workers of the World / Die I.W.W. (München: Trikont)
Boris E., Hoehtke, D., and S. Zimmermann (eds) (2018), Women’s ILO. Transnational Networks, Global Labour Standards and Gender Equity, 1919 to Present, Brill
Carew A. et al. (eds) (2000) The International Confederation of Free Trade Unions (Bern: Peter Lang)
Cobble D.S., “A Higher ‘Standard of Life’ for the World: U.S. Labor Women’s Reform Internationalism and the Legacies of 1919,” The Journal of American History 100, no. 4 (2014): 1061–70
Fink, L. (ed.) (2011) Workers across the Americas: The Transnational Turn in Labor History (New York: Oxford University Press)
Fonow, M. M. and S. Franzway (2011) Making Feminist Politics. Transnational Alliances between Women and Labor (Urbana: University of Illinois Press
Eckert A. (ed.) (2016) Global Histories of Work (Berlin: Walter de Gruyter Publishers)
Hoerder D., Nederveen Meerkerk E., and Neunsinger, S. (eds) (2015) Towards a Global History of Domestic and Caregiving Workers (Leiden: Brill)
Hofmeester, K., and Van der Linden M. (eds) (2017) Handbook: Global History of Work (Berlin: Walter de Gruyter Publishers)
International Labour Solidarity and Changing Organization of Production / Solidarité internationale ouvrière et réorganisation du travail (2005). Labour, Capital and Society / Travail, capital et société, Special issue 38, No. 1/2
Jensen J., and Lichtenstein N. (eds) (2015) The ILO From Geneva to the Pacific Rim.West Meets East (London: Palgrave Macmillan/ILO)
Maul D. R. (2007) Menschenrechte, Entwicklung und Dekolonisation. Die Internationale Arbeitsorganisation (IAO) 1940-1970 (Essen: Klartext)
Movements. Journal for Critical Migration and Border Regime Studies, folgende Hefte: “Kämpfe der Migration als un-/sichtbare Politiken 1 (2015) 2; „Umkämpfte Bewegungen nach und durch Europa“ 3 (2017) 1
Kott S. and J Golb (2012) “The Forced Labor Issue Between Human and Social Rights, 1947-1957”, Humanity: An International Journal of Human Rights, Humanitarianism, and Development, 3, 3, 321-35
Lindell I. (ed.) (2010) Africa’s Informal Workers: Collective Agency, Alliances and Transnational Organizing in Urban Africa (London: Zed Books), 1-30
Neiss I. (2015) Southern Insurgency. The Coming of the Global Working Class (London: Pluto Press)
Ness I. and D. Azzellini (eds) (2011) Ours to Mater and to Own. Workers’ Control From the Commune to the Present (Chicago: Haymarkets Books)
Rodriguez Garcia M. (ed.) (2006) Labour Internationalism. Different Times, Different Faces (= Belgisch Tijdschrift voor Filologie en Geschiedenis/Revue Belge de Philologie et d’Histoire 84, 4)
Tarrow S. (2005), The New Transnational Activism (Cambridge etc.: Cambridge University Press)
Tosstorff R. (2004), Profintern: Die rote Gewerkschaftsinternationale 1920-1937 (Paderborn etc: Ferdinand Schöningh)
van der Linden M. (2017), Workers of the World. Eine Globalgeschichte der Arbeit (Frankfurt/New York: Campus Verlag)
Van Goethem G. (2006) The Amsterdam International. The World of the International Federation of Trade Unions (IFTU), 1913-1945 (Aldershot: Ashgate)
Zajak S., Rethinking Pathways of Transnational Activism, Global Society 31 (2017) 1, 125-143

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

VM5 / VM7

Letzte Änderung: Mi 21.04.2021 13:34