Universität Wien
Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.

240106 SE Ästh/ethiken der Freund_innenschaft: Spurensuche eines Denkens berührender Verbindungen (2026S)

Wit(h)nessings und Co-Emergierens

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

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Details

Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Die Einheiten finden in 7 Blöcken von 11:00-14:15 mit einer Pause von 15-20 min statt.

  • Montag 09.03. 11:00 - 12:30 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse
  • Montag 09.03. 12:45 - 14:15 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse
  • Montag 23.03. 11:00 - 12:30 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse
  • Montag 23.03. 12:45 - 14:15 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse
  • Montag 20.04. 11:00 - 12:30 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse
  • Montag 20.04. 12:45 - 14:15 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse
  • Montag 04.05. 11:00 - 12:30 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse
  • Montag 04.05. 12:45 - 14:15 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse
  • Montag 18.05. 11:00 - 12:30 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse
  • Montag 18.05. 12:45 - 14:15 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse
  • Montag 08.06. 11:00 - 12:30 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse
  • Montag 08.06. 12:45 - 14:15 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse
  • Montag 22.06. 11:00 - 12:30 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse
  • Montag 22.06. 12:45 - 14:15 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

„Wir denken in dieselbe Richtung hin, wir stehen Rücken an Rücken und denken in dieselbe Richtung, auch wenn wir voneinander wegsprechen. Unsere Worte sind die Kreide, die diesen Bannkreis zeichnen." (Maci & Richmann „Pando", 2024, S. 168)

Dieses Seminar geht dekonstruktiv und affektiv Konzepten und Poetiken der Freund_innenschaften nach: Was ist „Freund_innenschaft"? Was unterscheidet sie von Liebschaften? Was lässt sich über meine Freund_innen sagen – und was im Allgemeinen?
Im Zirkulieren um den Begriff der Freund_innenschaft versuchen wir eine alteritätssensible Denk- und Fühlweise zu gewinnen, die klassische „männliche"/phallische Vorstellungen von Freund_innenschaft unterwandert und einem feministischen Denken über die Erotik der Freund_innenschaft Raum gibt.
Dieses Zirkulieren soll dabei unser gemeinsamer Antwortversuch auf die von Hannah Arendt aufgestellte These sein, dass, wie sie in Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft schreibt, die allenthalben zunehmende Verlassenheit die bedeutendste Gefahr der Moderne sei.
Mit alteritätsphilosophischen und psychoanalytischen Theorien fragen wir, warum Eros und Ethik traditionell getrennt werden. Aus feministischer Perspektive und mit Filmen wie Happy Together, Parthenope, Porträt einer jungen Frau in Flammen, Queer und Das Tier im Dschungel analysieren wir Aspekte der phallischen Ordnung und fragen insbesondere mit Bracha Ettinger nach anderen Verständnissen von Begehren und Verbundenheit.

Wenngleich das Seminar sich schwer zugänglicher Theorien annähert, soll dies nicht abschreckend wirken. Das Ziel ist hier nämlich weniger ein Meistern der Theorien, als eine Übung im transmedialen Fühl-Denken (Ettinger) – also ein Ineinander poetischen und theoretischen Analysierens, Schreibens und Denkens an der Schnittstelle von Kultur-, Literatur- und Geisteswissenschaft.

Methode
Das Seminar basiert auf einem dialogischen, partizipativen Ansatz:
• Vor jeder Sitzung: Textlektüre und Verfassen kurzer Essays (1-2 Seiten)
• Seminarbeginn: Check-In zur Text-Erfahrung
• Hauptteil: Vorlesen ausgewählter Essay-Passagen als Diskussionsgrundlage
• Lehrveranstaltungsleitung als Moderation für kollaboratives Wissenschaffen
Lehrziele
1. Hegemoniale Beziehungsweisen kritisch reflektieren und dekonstruieren
2. Relationalität alteritätstheoretisch denken und identitätskritische Positionen entwickeln
3. Ethische Überlegungen mit ästhetischen Erfahrungen verbinden
4. Eigene Positionierungen im Feld feministischer Theoriebildung entwickeln
5. Interdisziplinäre Verbindungen zwischen Philosophie, Literatur und Kulturtheorie herstellen

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Kontinuierliche Beteiligung (30%): Anwesenheit, aktive Teilnahme, wöchentliche Essays
Kumulative Abschlussarbeit (70%): Theoretische Tiefe, Überarbeitung der Essays, argumentative Rahmung

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Anwesenheit und aktive Teilnahme (max. 3 Fehleinheiten)
Verfassen von 7 wöchentlichen Essays (1-2 Seiten)
Abgabe einer kumulativen Abschlussarbeit (8-10 Seiten)

Notenvergabe:
Die Benotung erfolgt auf Basis der Gesamtleistung unter Berücksichtigung von theoretischer Auseinandersetzung, argumentativer Eigenständigkeit, kritischer Reflexion und der Qualität der schriftlichen Arbeiten.

Prüfungsstoff

Zu jeder Sitzung sind ca. 2 Texte im Umfang von insgesamt 20-40 Seiten (je nach Schwierigkeit der Texte) zu lesen sowie ausgewählte Filme (teilweise in Gänze, teilweise auszugsweise) zu sichten. Die Literatur und Filme werden spätestens 2 Wochen im Vorfeld auf Moodle zur Verfügung gestellt.

Literatur

tba

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Mo 27.07.2026 09:27