240108 GR Frauenarbeit und -alltag in der Zwischenkriegszeit: (2026S)
Geschlechterhistorische Aspekte in der Forschung und den Biographien Käthe Leichters und Marie Jahodas
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung
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An/Abmeldung
Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").
- Anmeldung von Di 03.02.2026 00:01 bis Mi 25.02.2026 23:59
- Abmeldung bis Di 31.03.2026 23:59
Details
Sprache: Deutsch
Lehrende
Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert
17.4 - Seminarraum Geschichte 1
8.5 - Exkursion "Das Rote Wien im Waschsalon", Treffpunkt um 13:30, U4-Station Heiligenstadt
15.5 - Seminarraum Geschichte 1
29.5 - Seminarraum Geschichte 1 (krankheitsbedingter Entfall)
5.6 - Exkursion VGA (13.15 - 18.00), Treffpunkt um 13:30, Rechte Wienzeile 97, 1050 Wien
19.6 - Exkursion VGA ( 13.15-18.00), Treffpunkt um 13:30, Rechte Wienzeile 97, 1050 Wien
- Freitag 17.04. 13:15 - 16:30 Seminarraum Geschichte 1 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 10
- Freitag 08.05. 13:15 - 16:30 Ort in u:find Details
- Freitag 15.05. 13:15 - 16:30 Seminarraum Geschichte 1 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 10
- Freitag 29.05. 13:15 - 16:30 Seminarraum Geschichte 1 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 10
- Freitag 05.06. 13:15 - 18:00 Ort in u:find Details
- N Freitag 19.06. 13:15 - 18:00 Ort in u:find Details
Information
Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung
Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel
Neben der regelmäßigen und aktiven Teilnahme an der Lehrveranstaltung wird es wöchentlich
kleinere schriftliche Übungen geben. Im Laufe des Semesters erarbeiten Sie in einer kleinen
Gruppe die Gestaltung und Moderation eines Teiles einer Lehrveranstaltungseinheit (60
Minuten). In den Sessions soll das Reflektieren und Verknüpfen von Forschungsliteratur und
historischen Quellen vertieft werden. Sie erstellen als Gruppe vorab ein Konzept für ihre Session
und erhalten darauf Feedback von der LV-Leiterin. Am Ende des Semesters verfassen Sie
einen kurzen Essay (2.000 Wörter, ca. 4 Seiten), in dem Sie eine selbstgewählte Fragestellung
zum Lehrveranstaltungsthema bearbeiten. Sie erhalten regelmäßig schriftliches und
mündliches Feedback durch die Lehrveranstaltungsleiterin.
kleinere schriftliche Übungen geben. Im Laufe des Semesters erarbeiten Sie in einer kleinen
Gruppe die Gestaltung und Moderation eines Teiles einer Lehrveranstaltungseinheit (60
Minuten). In den Sessions soll das Reflektieren und Verknüpfen von Forschungsliteratur und
historischen Quellen vertieft werden. Sie erstellen als Gruppe vorab ein Konzept für ihre Session
und erhalten darauf Feedback von der LV-Leiterin. Am Ende des Semesters verfassen Sie
einen kurzen Essay (2.000 Wörter, ca. 4 Seiten), in dem Sie eine selbstgewählte Fragestellung
zum Lehrveranstaltungsthema bearbeiten. Sie erhalten regelmäßig schriftliches und
mündliches Feedback durch die Lehrveranstaltungsleiterin.
Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab
Gestaltung und Moderation einer Session (in Gruppenarbeit): 30%
Aktive mündliche und schriftliche Mitarbeit: 40%
Essay: 30%
Alle oben angeführten Teilbereiche sind positiv zu absolvieren. Beurteilungsschemata für alle
Teilbereiche werden in der LV vorgestellt und sind über Moodle einsehbar. Die Bewertung erfolgt
mittels Punktesystem, es gilt folgender Notenschlüssel: 100 bis 91 Punkte: sehr gut; 90 bis 81
Punkte: gut; 80 bis 75 Punkte: befriedigend; 74 bis 51 Punkte: genügend.
Aktive mündliche und schriftliche Mitarbeit: 40%
Essay: 30%
Alle oben angeführten Teilbereiche sind positiv zu absolvieren. Beurteilungsschemata für alle
Teilbereiche werden in der LV vorgestellt und sind über Moodle einsehbar. Die Bewertung erfolgt
mittels Punktesystem, es gilt folgender Notenschlüssel: 100 bis 91 Punkte: sehr gut; 90 bis 81
Punkte: gut; 80 bis 75 Punkte: befriedigend; 74 bis 51 Punkte: genügend.
Prüfungsstoff
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung (siehe oben).
Literatur
Quellen
Heinrich Berger, Gerhard Botz, Edith Saurer (Hg.), Otto Leichter. Briefe ohne Antwort. Aufzeichnungen aus dem Pariser Exil für Käthe Leichter 1938–1939 (Wien/Köln/Weimar 2003).
Steffani Engler, Brigitte Hasenjürgen (Hg.), „Ich habe die Welt nicht verändert.“ Lebenserinnerungen einer Pionierin der Sozialforschung (Frankfurt a.M. 1997).
Marie Jahoda, Rekonstruktionen meiner Leben (Wien 2024).
Marie Jahoda, Paul F. Lazarsfeld, Hans Zeisel, Die Arbeitslosen von Marienthal. Ein soziographischer Versuch über die Wirkungen langandauernder Arbeitslosigkeit (Frankfurt a.M. 1975).
Marie Jahoda, Lebensgeschichtliche Protokolle der arbeitenden Klassen 1850–1930. Dissertation, Wien 1932 (Innsbruck/Wien/Bozen 2017).
Kammer für Arbeiter und Angestellte in Wien (Hg.), Handbuch der Frauenarbeit in Österreich (Wien 1930).
Käthe Leichter, So leben wir… 1320 Industriearbeiterinnen berichten über ihr Leben. Eine Erhebung (Wien 1932).
Käthe Leichter, Wie leben die Wiener Heimarbeiter? Eine Erhebung über die Arbeits- und Lebensverhältnisse von tausend Wiener Heimarbeitern (Wien 1928).
Käthe Leichter, Frauenarbeit und Arbeiterinnenschutz in Österreich (Wien 1927).Forschungsliteratur
Johann Bacher, Waltraud Kannonier-Finster, Meinrad Ziegler (Hg.), Akteneinsicht. Marie Jahoda in Haft (Wien/Innsbruck 2021).
Karin Berger, Elisabeth Holzinger, Lotte Pogrodnik, Lisbeth N. Trallori (Hg.), Der Himmel ist blau. Kann sein. Frauen im Widerstand. Österreich 1938-1945 (Wien 1985).
Tim Corbett, Jumbled Mosaics. Exploring Intracategorical Complexity in the Memoirs of Jewish Austrian (Youth) Emigrants to the United States. In: Journal of Austrian-American History 4 (2020) 129-157.
Veronika Duma, Engagierte Wissenschaft. Die Sozialwissenschaftlerin Käthe Leichter. In: Christoph Reinprecht, Andreas Kranebitter (Hg.), Die Soziologie und der Nationalsozialismus in Österreich. Sondierungen und Perspektiven (Bielefeld 2019) 329–343.
Helmut Gruber, Pamela Graves, Socialism and Women. Europe between the Two World Wars (Oxford 1998).
Sylvia Hahn, Frauenarbeit vom ausgehenden 18. bis zum 20. Jahrhundert (Wien 1993).
Gabriella Hauch, Käthe Leichter, geb. Pick. Spuren eines Frauenlebens. In: Archiv. Jahrbuch des Vereins für Geschichte der Arbeiterbewegung 8 (1992) 97–123.
Veronika Helfert, Frauen, wacht auf! Eine Frauen- und Geschlechtergeschichte von Revolution und Rätebewegung in Österreich, 1916-1924 (Göttingen 2021).
Katya Motyl, Embodied Histories. New Womanhood in Vienna. 1894-1934 (Chicago 2024).
Reinhard Müller (Hg.), Mythos Marienthal. Blicke auf die Fabrik, die Arbeiterkultur und die Arbeitslosen (Innsbruck/Bozen/Wien 2010).
Reinhard Müller, Marienthal. Das Dorf - die Arbeitslosen - die Studie (Innsbruck/Bozen/Wien 2008).
Wolfgang Neugebauer, Der österreichische Widerstand 1938-1945 (Wien 2008).
Gottfried Pirhofer, Reinhard Sieder, Zur Konstitution der Arbeiterfamilie im Roten Wien. Familienpolitik, Kulturreform, Alltag und Ästhetik. In: Michael Mitterauer, Reinhard Sieder (Hg.), Historische Familienforschung (Frankfurt am Main 1982) 326-368.
Hiltraud Schmidt-Waldherr, Emanzipation durch Küchenreform? Einküchenhaus versus Küchenlabor. In: L´Homme. Zeitschrift für feministische Geschichtswissenschaft 1 (1991) 57-76.
Werner Michael Schwarz, Georg Spitaler, Elke Wikidal (Hg.), Das Rote Wien 1919-1934. Ideen, Debatten, Praxis (Basel 2019).
Herbert Steiner (Hg.), Käthe Leichter. Leben und Werk. Mit einem Vorwort von Hertha Firnberg (Wien 1973).
Herbert Steiner (Hg.), Käthe Leichter. Leben, Werk und Sterben einer österreichischen Sozialdemokratin (Wien 1997).
Florian Wenninger, „Die Zilli schießt!“ Frauen in den Februarkämpfen 1934. In: Veronika Duma, Linda Erker, Veronika Helfert, Hanna Lichtenberger (Hg.), Perspektivenwechsel. Geschlechterverhältnisse im Austrofaschismus (Österreichische Zeitschrift für Geschichtswissenschaften 27, Innsbruck 2016) 117-144.
Heinrich Berger, Gerhard Botz, Edith Saurer (Hg.), Otto Leichter. Briefe ohne Antwort. Aufzeichnungen aus dem Pariser Exil für Käthe Leichter 1938–1939 (Wien/Köln/Weimar 2003).
Steffani Engler, Brigitte Hasenjürgen (Hg.), „Ich habe die Welt nicht verändert.“ Lebenserinnerungen einer Pionierin der Sozialforschung (Frankfurt a.M. 1997).
Marie Jahoda, Rekonstruktionen meiner Leben (Wien 2024).
Marie Jahoda, Paul F. Lazarsfeld, Hans Zeisel, Die Arbeitslosen von Marienthal. Ein soziographischer Versuch über die Wirkungen langandauernder Arbeitslosigkeit (Frankfurt a.M. 1975).
Marie Jahoda, Lebensgeschichtliche Protokolle der arbeitenden Klassen 1850–1930. Dissertation, Wien 1932 (Innsbruck/Wien/Bozen 2017).
Kammer für Arbeiter und Angestellte in Wien (Hg.), Handbuch der Frauenarbeit in Österreich (Wien 1930).
Käthe Leichter, So leben wir… 1320 Industriearbeiterinnen berichten über ihr Leben. Eine Erhebung (Wien 1932).
Käthe Leichter, Wie leben die Wiener Heimarbeiter? Eine Erhebung über die Arbeits- und Lebensverhältnisse von tausend Wiener Heimarbeitern (Wien 1928).
Käthe Leichter, Frauenarbeit und Arbeiterinnenschutz in Österreich (Wien 1927).Forschungsliteratur
Johann Bacher, Waltraud Kannonier-Finster, Meinrad Ziegler (Hg.), Akteneinsicht. Marie Jahoda in Haft (Wien/Innsbruck 2021).
Karin Berger, Elisabeth Holzinger, Lotte Pogrodnik, Lisbeth N. Trallori (Hg.), Der Himmel ist blau. Kann sein. Frauen im Widerstand. Österreich 1938-1945 (Wien 1985).
Tim Corbett, Jumbled Mosaics. Exploring Intracategorical Complexity in the Memoirs of Jewish Austrian (Youth) Emigrants to the United States. In: Journal of Austrian-American History 4 (2020) 129-157.
Veronika Duma, Engagierte Wissenschaft. Die Sozialwissenschaftlerin Käthe Leichter. In: Christoph Reinprecht, Andreas Kranebitter (Hg.), Die Soziologie und der Nationalsozialismus in Österreich. Sondierungen und Perspektiven (Bielefeld 2019) 329–343.
Helmut Gruber, Pamela Graves, Socialism and Women. Europe between the Two World Wars (Oxford 1998).
Sylvia Hahn, Frauenarbeit vom ausgehenden 18. bis zum 20. Jahrhundert (Wien 1993).
Gabriella Hauch, Käthe Leichter, geb. Pick. Spuren eines Frauenlebens. In: Archiv. Jahrbuch des Vereins für Geschichte der Arbeiterbewegung 8 (1992) 97–123.
Veronika Helfert, Frauen, wacht auf! Eine Frauen- und Geschlechtergeschichte von Revolution und Rätebewegung in Österreich, 1916-1924 (Göttingen 2021).
Katya Motyl, Embodied Histories. New Womanhood in Vienna. 1894-1934 (Chicago 2024).
Reinhard Müller (Hg.), Mythos Marienthal. Blicke auf die Fabrik, die Arbeiterkultur und die Arbeitslosen (Innsbruck/Bozen/Wien 2010).
Reinhard Müller, Marienthal. Das Dorf - die Arbeitslosen - die Studie (Innsbruck/Bozen/Wien 2008).
Wolfgang Neugebauer, Der österreichische Widerstand 1938-1945 (Wien 2008).
Gottfried Pirhofer, Reinhard Sieder, Zur Konstitution der Arbeiterfamilie im Roten Wien. Familienpolitik, Kulturreform, Alltag und Ästhetik. In: Michael Mitterauer, Reinhard Sieder (Hg.), Historische Familienforschung (Frankfurt am Main 1982) 326-368.
Hiltraud Schmidt-Waldherr, Emanzipation durch Küchenreform? Einküchenhaus versus Küchenlabor. In: L´Homme. Zeitschrift für feministische Geschichtswissenschaft 1 (1991) 57-76.
Werner Michael Schwarz, Georg Spitaler, Elke Wikidal (Hg.), Das Rote Wien 1919-1934. Ideen, Debatten, Praxis (Basel 2019).
Herbert Steiner (Hg.), Käthe Leichter. Leben und Werk. Mit einem Vorwort von Hertha Firnberg (Wien 1973).
Herbert Steiner (Hg.), Käthe Leichter. Leben, Werk und Sterben einer österreichischen Sozialdemokratin (Wien 1997).
Florian Wenninger, „Die Zilli schießt!“ Frauen in den Februarkämpfen 1934. In: Veronika Duma, Linda Erker, Veronika Helfert, Hanna Lichtenberger (Hg.), Perspektivenwechsel. Geschlechterverhältnisse im Austrofaschismus (Österreichische Zeitschrift für Geschichtswissenschaften 27, Innsbruck 2016) 117-144.
Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis
Letzte Änderung: Mo 01.06.2026 10:07
geschlechter- und sozialhistorisch, als auch wissenschaftshistorisch interessant. Sie geben Einblicke in Lebens- und Arbeitsbedingungen von Frauen in der Ersten Republik, und in die Anfänge der sozialwissenschaftlichen Forschung in Österreich.Im Rahmen des Guided Readings werden wir uns den Biographien und der Forschung der Wissenschaftlerinnen Käthe Leichter und Marie Jahoda anhand von historiographischen Texten und unterschiedlichen historischen Quellen (darunter wissenschaftliche Studien, Gesetzestexte, (audio)-visuelle Quellen und Selbstzeugnisse) annähern. Auch künstlerische und museale Vermittlung zu Leichter und Jahoda sollen im Rahmen der Lehrveranstaltung rezipiert und reflektiert werden.Exkursionen in die Ausstellung zum Roten Wien im 'Waschsalon Karl Marx Hof' sowie in den Verein für Geschichte der ArbeiterInnenbewegung sind Teil des Programms.Ziel der Lehrveranstaltung ist, das Lesen und analytische Erfassen komplexer geschichtswissenschaftlicher Texte und historischer Quellen zu üben, Lektüreergebnisse schriftlich und mündlich zu reflektieren und festzuhalten, sowie unterschiedliche mediale
Formen geschichtswissenschaftlicher Überlieferung und Vermittlung kennenzulernen. Dabei erhalten die Studierenden Einblick in Themen und Forschungszugänge der Frauen und Geschlechtergeschichte, Sozialgeschichte, Wissenschaftsgeschichte und Exilgeschichte.