Universität Wien

240139 SE VM6 / VM3 - Soziale Ungleichheit und Reproduktion des Alltagslebens (2026S)

im Kontext globaler Urbanisierungsprozesse

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Für eine positive Beurteilung der Lehrveranstaltung ist die positive Absolvierung aller Teilleistungen erforderlich.
Im Zuge der Beurteilung kann eine Plagiatssoftware (Turnitin in Moodle) zur Anwendung kommen.
Die Verwendung von KI-Tools (z. B. ChatGPT) für die Produktion von Texten ist nur dann erlaubt, wenn dies von der Lehrveranstaltungsleitung ausdrücklich gestattet oder gefordert wird (z. B. für einzelne Arbeitsaufgaben). Zur Sicherung der guten wissenschaftlichen Praxis kann die Lehrveranstaltungsleitung eine mündliche Reflexion ('Notenrelevantes Gespräch') der abgegebenen Arbeiten vorsehen, die erfolgreich zu absolvieren ist.
Wurde eine Teilleistung erschlichen, d.h. etwa bei einer Prüfung oder einem Test geschummelt, bei einer schriftlichen Arbeit plagiiert oder auch Unterschriften auf Anwesenheitslisten gefälscht, wird die gesamte Lehrveranstaltung als 'nicht beurteilt' gewertet und entsprechend erfasst

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

  • Donnerstag 19.03. 09:00 - 12:00 Seminarraum SG1 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
  • Donnerstag 16.04. 09:00 - 12:00 Seminarraum SG1 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
  • Donnerstag 30.04. 09:00 - 12:00 Seminarraum SG1 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
  • Donnerstag 21.05. 09:00 - 12:00 Seminarraum SG1 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
  • Donnerstag 11.06. 09:00 - 12:00 Seminarraum SG1 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Im Rahmen dieses Seminars wird untersucht, wie sich verschiedene intersektionale Dimensionen gesellschaftlicher Ungleichheit im Kontext globaler Urbanisierungsprozesse sozialräumlich manifestieren und reproduzieren. Die Ebene des Alltagslebens und reproduktiver Tätigkeiten wird dabei als Linse verwendet um zu betrachten, wie globale Restrukturierungsprozesse auch sozialräumlich konkret verhandelt werden. Aktuelle Transformationsdynamiken die in der Stadtforschung z.B. entlang von Konzepten wie Kommodifizierung, Finanzialisierung, Privatisierung, Austeritätspolitiken, Versicherheitlichung, Gentrification, Neoliberalisierung benannt werden, werden darüber ins Verhältnis gesetzt zu den unterschiedlichen konkreten Erfahrungen und Strategien von Akteur*innen in verschiedenen Bereichen der alltäglichen Reproduktion. Dem wird entlang von unterschiedlichen Fragen nachgegangen: Welche Ausdrucksformen findet soziale Ungleichheit innerhalb von Städten und in Stadt-Land-Bewegungen im Globalen Süden und Norden, und wie wird gesellschaftlicher Einschluss und Ausschluss dort reproduziert und verhandelt? Wie verändern sich Alltagspraktiken im Kontext von Strukturwandel, und auf welche Weise wird darüber soziale Ungleichheit im urbanen Raum reproduziert? Wie verhalten sich dabei unterschiedliche soziale Gruppen zueinander? Welche Infrastrukturen und welche Formen der Organisation von Daseinsvorsorge und Alltagsökonomie liegen alltäglichen Praktiken zugrunde, und wie verändern sich diese im Kontext aktueller Recodierungen? Welche Strategien nutzen unterschiedliche Akteur*innen um mit den Herausforderungen veränderter Rahmenbedingungen zurechtzukommen? Anhand welcher Alltagspraktiken und Alltagsinfrastrukturen werden alternative solidarischere Zukünfte verhandelt?
Ziel des Seminars ist es zum einen ein fundiertes Verständnis von Facetten und Dynamiken der Produktion sozialräumlicher Ungleichheit im Kontext globaler Urbanisierungsprozesse zu vermitteln. Zum anderen sollen Einblicke in Kategorien und Schlüsselkonzepte der Stadtsoziologie sowie der internationalen und feministischen Stadtforschung vermittelt werden.
Methoden: Textdiskussionen und schriftliche Reflexionen, Analyse empirischer Beispiele, Erarbeitung eigener Forschungsthemen.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Aktive Mitarbeit, Referat, kurze schriftliche Hausübungen, Seminararbeit.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Leistungsanforderungen:
-aktive Mitarbeit: (Referat, Beteiligung an Diskussionen, Beitrag zu gemeinsamer oder denzentraler Stadterforschung): (10%)
- kürzere schriftliche Hausübungen (40%)
- Seminararbeit (50%)
Für einen positiven Abschluss der Lehrveranstaltungen müssen alle Teilleistungen positiv erbracht werden.

Prüfungsstoff

Seminarliteratur und eigene Recherche.

Literatur

Für die Erarbeitung von theoretischen und empirischen Grundlagen wird einführende Literatur bereitgestellt. Für die Seminararbeiten und teilweise für die Referate ist ergänzende eigene Recherche erforderlich.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

VM6 / VM1

Letzte Änderung: Do 12.02.2026 19:27