300557 VO Mensch - Tier - Beziehung (2021S)
Biologisch-Evolutionäre Grundlagen, Tier als Sozialkumpan, Tierschutz - Artenschutz
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DIGITAL
An/Abmeldung
Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").
Details
Sprache: Deutsch
Prüfungstermine
- Montag 14.06.2021 16:00 - 17:30 Digital
- Montag 20.09.2021 16:00 - 17:30 Digital
- Donnerstag 16.12.2021 16:00 - 17:30 Digital
Lehrende
Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert
- Montag 10.05. 10:00 - 13:00 Digital
- Dienstag 11.05. 10:00 - 13:00 Digital
- Montag 17.05. 10:00 - 13:00 Digital
- Dienstag 18.05. 10:00 - 13:00 Digital
- Montag 31.05. 10:00 - 13:00 Digital
- Dienstag 01.06. 10:00 - 13:00 Digital
- Montag 07.06. 10:00 - 13:00 Digital
- Dienstag 08.06. 10:00 - 13:00 Digital
Information
Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung
Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel
Schriftliche online-open book-Prüfung; 6 Fragen (je 10 Punkte maximal), die in einer Stunde beantwortet werden können. Es steht ein Zeitfenster von 90 Minuten für Runterladen der Fragen, Bearbeiten und Hochladen der fertigen Prüfungsarbeit zur Verfügung. Nach Plagiatsprüfung Beurteilung durch die Vortragenden. Prüfungsfragen aus dem VO-Stoff (Präsentationen werden hochgeladen, über moodle verfügbar).
Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab
Verständnis zur sozialen Natur der Mensch-Tierbeziehung auf Basis des Darwin'schen Kontinuums zu gewinnen, auch als Grundlage für Bildung emotional vernünftiger Beziehungen zu Tieren und als Basis für eine tiergerechte Ethik. Vermittlung von relevanten Detailkenntnissen aus der vergleichenden Biologie.
Prüfungsstoff
Inhalt der Präsentationen (per moodle als PDF zur Verfügung gestellt), die auf moodle gestellten exemplarischen Forschungsarbeiten (bitte lesen), sowie der Inhalt des Buches:
KOTRSCHAL, K. (2014). Einfach beste Freunde. Warum Menschen und andere Tiere einander verstehen. Wien, Brandstätter.
Zusätzlich empfohlen:
KOTRSCHAL, K (2016). Hund-Mensch. Das Geheimnis der Seelenverwandtschaft. Wien: Brandstätter.
KOTRSCHAL, K. (2019) Mensch. Woher wir kommen. Wer wir sind. Wohin wir gehen. Brandstätter.
KOTRSCHAL, K. (2014). Einfach beste Freunde. Warum Menschen und andere Tiere einander verstehen. Wien, Brandstätter.
Zusätzlich empfohlen:
KOTRSCHAL, K (2016). Hund-Mensch. Das Geheimnis der Seelenverwandtschaft. Wien: Brandstätter.
KOTRSCHAL, K. (2019) Mensch. Woher wir kommen. Wer wir sind. Wohin wir gehen. Brandstätter.
Literatur
Die auf moodle gestellten exemplarischen Forschungsarbeiten (bitte lesen), sowie der Inhalt des Buches:
KOTRSCHAL, K. (2014). Einfach beste Freunde. Warum Menschen und andere Tiere einander verstehen. Wien, Brandstätter.
Zusätzlich empfohlen:
KOTRSCHAL, K (2016). Hund-Mensch. Das Geheimnis der Seelenverwandtschaft. Wien: Brandstätter.
KOTRSCHAL, K. (2019) Mensch. Woher wir kommen. Wer wir sind. Wohin wir gehen. Brandstätter.
KOTRSCHAL, K. (2014). Einfach beste Freunde. Warum Menschen und andere Tiere einander verstehen. Wien, Brandstätter.
Zusätzlich empfohlen:
KOTRSCHAL, K (2016). Hund-Mensch. Das Geheimnis der Seelenverwandtschaft. Wien: Brandstätter.
KOTRSCHAL, K. (2019) Mensch. Woher wir kommen. Wer wir sind. Wohin wir gehen. Brandstätter.
Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis
MVN W-7, UF MA BU 01, UF MA BU 04
Letzte Änderung: Fr 12.05.2023 00:23
Teil Kotrschal: Die Beziehung zu Kumpantieren ist typisch menschlich, sie wurde bereits von altsteinzeitlichen Jägern und Sammlern praktiziert und gewinnt in modernen, urbanen Gesellschaften weiter an Bedeutung. Aber warum WOLLEN, und warum KÖNNEN Menschen mit anderen Tieren Zusammenleben? Weil Menschen „biophil“ sind und weil wir einen Gutteil der sozialen Mechanismen aufgrund der gemeinsamen Stammesgeschichte und paralleler Evolution mit anderen Tieren Teilen. Die positiven Wirkungen des Lebens mit Kumpantieren und andere Ergebnisse weisen darauf hin, dass Menschen an ein Leben in Kontakt zu Natur und Tieren angepasst sind. Als besonderes Beispiel für eine lange und tiefe Kumpantierbeziehung wird das Bündnis altsteinzeitlicher Jäger und Sammler mit Eurasischen Wölfen erörtert, das vor etwa 35 000 Jahren begann – und aus dem schließlich die modernen Hunde hervorgingen.
Teil Sumasgutner: Im zweiten Teil der Lehrveranstaltung wird die städtische Mensch-Tier Beziehung erörtert. Wildtiere in der Stadt sind für viele Menschen der einzige Kontakt zur Natur, weshalb sie einen besonderen Stellenwert einnehmen der sich je nach soziologischem, sozialpsychologischem und kulturwissenschaftlichem Hintergrund unterscheidet. Dazu werden Beispiele aus aller Welt diskutiert, nicht nur positive Beziehungen, sondern auch human-wildlife Konflikte, die etwa entstehen, wenn Beutegreifer, oder Tiere die potentiell gefährlich sind für Haus- und Nutztiere – oder auch für Menschen selbst – in Siedlungen und Städte einwandern. Weitere Beispiele betreffen „human subsidies and ritual animal-feeding practices“ oder den „merit-bird release (prayer release)“, Rituale die tief in Kulturen verankert sind, und dem Tier eine spirituelle Bedeutung zukommen lassen die wiederum für den Naturschutz relevant sein kann. Im Abschluss werden neue Forschungsergebnisse besprochen, die durch die aktuelle Pandemie entstanden sind. Lockdowns haben es erstmals ermöglicht, den Einfluss von anthropogener Infrastruktur von direkten menschlichen Störungen zu trennen, was zu neuen Erkenntnissen welche Einflüsse der Mensch auf die Tierwelt hat – und welche Bedeutung das Tier für uns Menschen einnimmt – geführt hat.