Universität Wien FIND

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420001 SE Die Folgen des spatial turn: Von der Distanzüberwindung bis zur sozialen Raumzeit (2019S)

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Details

max. 15 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine

wtl. Di. 19.03.2019 bis 25.06.2019 von 15:00 Uhr bis 16:30 Uhr; Besprechungsraum Skandinavistik (Hauptgebäude Universitätsring 1, Stiege 3, 2. OG, RaumNr. 02.148b, Hauptgebäude)


Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Die Folgen des spatial turn: Von der Distanzüberwindung bis zur sozialen Raumzeit

Keine literatur- oder kulturwissenschaftliche Untersuchung kann auf eine Bestimmung von Räumlichkeit verzichten. Doch erweist sich dieser Großbegriff als erstaunlich facettenreich, wenn man berücksichtigt, wie unterschiedlich die Kategorie Raum in verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen gehandhabt wird. Darüber hinaus gibt die historische Entwicklung räumlicher Konzepte einen faszinierenden Einblick in die Medien- und Wissensgeschichte.
Literarische Texte oder Medienerzeugnisse sind sowohl in der Lage, vorgestellte Räume und Orte zu entwerfen als auch räumliche Wahrnehmungen so darzustellen, dass die Rezipierenden ein Erleben von Räumen oder Orten gleichsam evozieren müssen. Sozialwissenschaftliche oder kulturgeographische Arbeiten legen oft auf die empirische Fundierung Wert und beziehen gruppenspezifische Erfahrungswerte ein, wenn sie etwa die ‚Eigenlogik‘ oder den 'Habitus' einer Stadt (im Sinne Martina Löws) beschreiben.
Dabei sind Räume von Orten zu unterscheiden, wie etwa die unterschiedlichen Konzepte einer allgemeingültigeren Verortung oder eines spezifischen ‚sense of place‘ veranschaulichen. Dass Spatialität und Temporalität stets in einer konzeptuellen Verbindung zu betrachten sind, belegt besonders eingängig das Konzept der Erinnerungsorte.
Bringen Sie bitte Anschauungsmaterial aus Ihrem eigenen Forschungszusammenhang mit ein!

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Analysieren Sie ein selbst gewähltes Projektthema unter den Aspekten Raum/ Räumlichkeit, Ort, Verortung, Grenze oder Karte. Zu unserem Programm - mit kollegialem Feedback - gehören Moderationen von Sitzungsabschnitten, Projektvorstellungen im Seminar und eine Seminararbeit (erstellt im Peer Review-Verfahren innerhalb der Gruppe). Hinweise zur Erstellung der Seminararbeit, zum Thesenpapier und zur Anfertigung von Protokollen finden Sie auf meiner Homepage (https://skandinavistik.univie.ac.at/personal/professuren/wischmann/).

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Aktive Mitarbeit, gründliche Vorbereitung und zuverlässige Teilnahme.
Ihre Diskussionsbeiträge, die Projektvorstellung im Seminar und die Seminararbeit werden gemeinsam benotet.

Prüfungsstoff

Die Literaturliste und ein Thesenpapier für die Seminararbeit sollten sechs Wochen vor dem Abgabetermin (15.7.19) mit der Dozentin besprochen werden. Planen Sie daher einen Beratungstermin Anfang Juni ein.

Literatur

1) Zum Einstieg empfohlen (anschaulicher, unterhaltsamer Überblick) - Günzel, Stephan: Raum. Eine kulturwissenschaftliche Einführung, Bielefeld: transcript-Verlag, 2017 [zugänglich über u:search];
2) Unverzichtbare Lektüre für Urbanistik-Interessierte - Löw, Martina: Vom Raum aus die Stadt denken. Grundlagen einer raumtheoretischen Stadtsoziologie, Bielefeld: transcript-Verlag, 2018;
3) Zur Mehrdeutigkeit von ‚Grenz-Prozessen‘ - Schimanski, Johan: „Border Aesthetics and Cultural Distancing in the Norwegian-Russian Borderscape”, in: Geopolitics, Jg. 20, Nr. 1, 2015, S. 35-55.
4) Eine Dissertation v.a. zum sozialen Raum, erstellt im Fachbereich Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften - Weidenhaus, Gunter: Soziale Raumzeit, Frankfurt a.M: Suhrkamp, 2015.
Eine ausführlichere Literaturliste wird zu Beginn des Seminars auf Moodle bereitgestellt.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Sa 02.03.2019 10:28