Universität Wien
Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.

480106 UE Areal- und kulturwissenschaftliche Übung (2026W)

Polnische Energiekulturen vom 19. bis zum 21. Jahrhundert

4.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 48 - Slawistik
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

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Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 18 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

  • Montag 12.10. 15:00 - 16:30 Seminarraum 1 Slawistik UniCampus Hof 3 2R-EG-17
  • Montag 19.10. 15:00 - 16:30 Seminarraum 1 Slawistik UniCampus Hof 3 2R-EG-17
  • Mittwoch 21.10. 16:45 - 18:15 Seminarraum 1 Slawistik UniCampus Hof 3 2R-EG-17
  • Donnerstag 22.10. 18:00 - 19:30 Ort in u:find Details
  • Montag 23.11. 15:00 - 16:30 Seminarraum 1 Slawistik UniCampus Hof 3 2R-EG-17
  • Montag 30.11. 15:00 - 16:30 Seminarraum 1 Slawistik UniCampus Hof 3 2R-EG-17
  • Dienstag 01.12. 18:00 - 19:30 Ort in u:find Details
  • Montag 07.12. 15:00 - 16:30 Seminarraum 1 Slawistik UniCampus Hof 3 2R-EG-17
  • Montag 14.12. 15:00 - 16:30 Seminarraum 1 Slawistik UniCampus Hof 3 2R-EG-17
  • Montag 11.01. 15:00 - 16:30 Seminarraum 1 Slawistik UniCampus Hof 3 2R-EG-17
  • Montag 18.01. 15:00 - 16:30 Seminarraum 1 Slawistik UniCampus Hof 3 2R-EG-17
  • Montag 25.01. 15:00 - 16:30 Seminarraum 1 Slawistik UniCampus Hof 3 2R-EG-17

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Öl, Kohle, Atom oder erneuerbar? Welche Energieform die polnische Wirtschaft antreiben soll, wurde seit dem 19. Jahrhundert regelmäßig neu verhandelt. Galizisches Erdöl galt ab 1860 als Möglichkeit, die polnische Unabhängigkeit zu fördern. Oberschlesische Kohle wurde nach dem Wiedergewinn der Unabhängigkeit zum zentralen Baustein nationaler und sozialistischer Wirtschaftsstrukturen und Souveränitätsimaginationen. Heute wiederum wenden sich viele Stimmen wieder nuklearen Utopien zu und greifen seit den 1980er Jahren pausierte Pläne zum Bau von Atomkraftwerken wieder auf. Gleichzeitig formieren sich seit Jahren Bewegungen, die den Ausbau von erneuerbaren Energien beschleunigen wollen. In all diesen Fällen geht es allerdings nie nur um wirtschaftlich-politische Diskurse – es geht vor allem auch um Imaginationen, Narrative und Symboliken, für die die jeweiligen Energieformen stehen bzw. in die sie hineinimaginiert werden.
Diese Übung nimmt jene Verflechtungen von Energie, Politik und Kultur zum Ausgangspunkt und dient als Einführung in energiepolitische und -wirtschaftliche Diskurse im polnischen Kontext. Gleichzeitig untersuchen wir, wie jene Diskurse von kulturellen Repräsentationen geprägt wurden bzw. welchen Einfluss sie auf Literatur, Film und andere Kunstformen hatten. Der Lektürekorpus umfasst publizistische und literarische Texte, Filme und Serien sowie Texte aus den Energy Humanities, die sich dem Verhältnis zwischen Energiegewinnung und Kultur widmen.
Ziel der Übung ist ein grundlegendes Verständnis energiebezogener Diskurse im polnischen Kontext vom 19. Jahrhundert bis heute sowie die Fähigkeit, basierend auf jenem Verständnis diskursanalytische Untersuchungen von unterschiedlichen kulturellen Repräsentationen vorzunehmen.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

1) Anwesenheit (max. 3x Fehlen) sowie durch Mitarbeit in Diskussionen nachgewiesene Lektüre der Texte & zwei Feedbackgespräche (20%)
2) Produktion und rechtzeitige Abgabe (ein Tag vor Sitzung, 15 Uhr) von drei schriftlichen Response Papers à 1 A4-Seite (20%)
3) Erstellung eines Zines zu einem selbstgewählten Thema inkl. Reflexionsdokument (Umfang und Format werden in der LV besprochen) (60%)

Information bzgl. der Nutzung von KI-Diensten: Die Erstellung des Zines, der Response Paper und des Reflexionsdokumentes darf nicht mit Hilfe von KI-gestützten Tools erfolgen. Nutzung von KI-Diensten ist nur für eine redaktionelle Nachbearbeitung von Texten im Sinne eines Korrektorats (Tipp-, Rechtschreib-, Kommafehler) erlaubt.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

100-90%: Sehr gut
89-80%: Gut
79-70%: Befriedigend
69-60%: Genügend

Bei mehr als drei Fehleinheiten müssen Ersatzleistungen geleistet werden, um eine positive Note zu erhalten.

Sprachliche Mindestanforderungen: Grundlegende Lesekompetenzen in Polnisch sind von Vorteil; Texte werden, wenn möglich, auch in dt. oder engl. Übersetzung zur Verfügung gestellt.

Prüfungsstoff

Material (Primär- und Sekundärliteratur) wird im Seminar vorgegeben; eigene Recherchen für das Zine und Reflexionsdokument für eine vertiefte Beschäftigung mit dem jeweiligen Schwerpunktthema werden erwartet.

Literatur

Das Lektürekorpus wird rechtzeitig auf Moodle veröffentlicht.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

B-51-P

Letzte Änderung: Mo 27.07.2026 09:28