Universität Wien

060002 SE Film as Midrash (2026S)

Continuous assessment of course work

Registration/Deregistration

Note: The time of your registration within the registration period has no effect on the allocation of places (no first come, first served).

Details

max. 50 participants
Language: German

Lecturers

Classes (iCal) - next class is marked with N

  • Friday 06.03. 13:00 - 14:30 Hörsaal 1 Judaistik UniCampus Hof 7 2L-EG-25
  • Friday 13.03. 13:00 - 14:30 Hörsaal 1 Judaistik UniCampus Hof 7 2L-EG-25
  • Friday 27.03. 13:00 - 14:30 Hörsaal 1 Judaistik UniCampus Hof 7 2L-EG-25
  • Friday 17.04. 13:00 - 14:30 Hörsaal 1 Judaistik UniCampus Hof 7 2L-EG-25
  • Friday 24.04. 13:00 - 14:30 Hörsaal 1 Judaistik UniCampus Hof 7 2L-EG-25
  • Friday 08.05. 13:00 - 14:30 Hörsaal 1 Judaistik UniCampus Hof 7 2L-EG-25
  • Friday 15.05. 13:00 - 14:30 Hörsaal 1 Judaistik UniCampus Hof 7 2L-EG-25
  • Friday 29.05. 13:00 - 14:30 Hörsaal 1 Judaistik UniCampus Hof 7 2L-EG-25
  • Friday 05.06. 13:00 - 14:30 Hörsaal 1 Judaistik UniCampus Hof 7 2L-EG-25
  • Friday 12.06. 13:00 - 14:30 Hörsaal 1 Judaistik UniCampus Hof 7 2L-EG-25
  • Friday 19.06. 13:00 - 14:30 Hörsaal 1 Judaistik UniCampus Hof 7 2L-EG-25
  • Friday 26.06. 13:00 - 14:30 Hörsaal 1 Judaistik UniCampus Hof 7 2L-EG-25

Information

Aims, contents and method of the course

‚Film als Midrasch‘ ist der Überbegriff für ein Forschungsprojekt, das ich seit über zehn Jahren an der Universität Wien im Rahmen der ‚Jüdischen Studien‘ betreibe. Das hebräische Wort ‚Midrasch‘ bedeutet so viel wie gelehrter, rabbinischer Kommentar. Wie kann also ein Film ein ‚rabbinischer Kommentar‘ sein? Ich benutze den Begriff Midrasch aber nicht in der strengen Definition als eine rein rabbinische Auslegung, sondern deute ihn auf offene Weise. Seit Jahrhunderten haben jüdische Denker die Welt der Bibel rabbinisch, kabbalistisch oder philosophisch gedeutet. Vor allen Dingen beinhaltet diese jüdische Tradition des Kommentars auch die Freiheit, dass Denker der Gegenwart oder auch Filmemacher ihre eigene neue Sicht entwickeln können. Spielfilme können meiner Meinung nach ein legitimer visueller Kommentar zu den jüdischen Lebenswelten sein, genauso wie mittelalterliche schriftliche Auslegungstraditionen. Auch sie kommentieren mitunter Elemente der Kabbala, deuten biblische Figuren neu oder bürsten die jüdische Geschichte gegen den Strich. Filme sind aber nicht nur moderne Kommentare zur jüdischen Kultur und zu jüdischen Lebenswelten, ihre Bilderwelten prägen auch oft das öffentliche Bild des Judentums bzw. das, was man über das Judentum zu kennen glaubt. Besonders prägende Spielfilme waren z. B. Fiddler on the Roof (Anatevka, USA 1971, R: Norman Jewison), Yentl (USA 1983, R: Barbra Streisand), Schindler’s List (Schindlers Liste, USA 1993, R: Steven Spielberg) und die TV-Serie Holocaust (Holocaust – Die Geschichte der Familie Weiss, USA 1978, R: Marvin J. Chomsky), ganz gleich wie authentisch oder eben nicht sie sind.
Es wird in der SE-Arbeit eine Kontextualisierte Filmanalyse erwartet, die die bereits bekannten Methoden der Filmanalyse von zB Korte oder Faulstich mit den von mir speziell für die Visuelle Jüdische Kulturgeschichte entwickelten Fragestellungen kombiniert.
Helmut Korte, Einführung in die systematische Filmanalyse, Berlin 2010.
Werner Faulstich, Grundkurs Filmanalyse, Paderborn 2013.
Die zusätzlichen Fragestellungen von mir sind auf moodle.
Alternativ kann auch ein Kurzfilm, Länge mindestens 10 Minuten, erstellt werden, auch in Gruppenarbeit.

Assessment and permitted materials

Die Leistungskontrollen basieren auf der Übernahme eines Themas, welches die Studierenden in Form eines Exposes (20%) sowie einer schriftlichen Seminararbeit (80%) bearbeiten. Mindestens 40 000 Zeichen Länge (20 bis 25 Seiten Länge). Abgabe per email bis spätestens 1. September 2026. Es gibt keine eventuelle Fristverlängerung, da das rechtlich nicht möchglich ist.
Alternativ zur Seminararbeit kann auch ein eigener Kurzfilm (20 bis 30 Min.) erstellt werden.

Minimum requirements and assessment criteria

Mindestanforderung: regelmäßige Teilnahme, einmaliges unentschuldigtes Fehlen erlaubt.

Examination topics

Die auf moodle hochgeladenen Filme, Dokumentationen und andere Materialien.

Reading list

Klaus Davidowicz, Film als Midrasch, Göttingen 2016.

Association in the course directory

Last modified: Tu 17.02.2026 13:05