Universität Wien

060078 SE Prehistoric Art: figurines in context (2026S)

Continuous assessment of course work
ON-SITE

Registration/Deregistration

Note: The time of your registration within the registration period has no effect on the allocation of places (no first come, first served).

Details

max. 18 participants
Language: German

Lecturers

Classes

3. März 2026, 10:00-11:30 in der Sammlung des Instituts für Urgeschichte und historische Archäologie
Block: 26 und 27 Mai 2026, 10:00-16:30, ÖAW


Information

Aims, contents and method of the course

Die Lehrveranstaltung ist als Präsenzlehrveranstaltung geblockt geplant.

Die Beschäftigung mit prähistorischer Kunst hat in der archäologischen Forschung eine lange Tradition, obwohl Kunst in der Prähistorie weder gut definiert noch umfassend erforscht ist. Dieses Seminar taucht in die faszinierende Welt der prähistorischen Kunst ein und untersucht ihre Entstehung, Bedeutung innerhalb früher menschlicher Gesellschaften, und Interpretationen. Die Teilnehmer*innen diskutieren Definitionen und Ursprünge der Kunst und untersuchen interdisziplinäre Ansätze zur Erforschung von Kunst, wobei kunstgeschichtliche, anthropologische und materialwissenschaftliche Ansätze einfließen. Kunst aus verschiedenen Zeiträumen, vom Paläolithikum bis zur Eisenzeit, wird Gegenstand unserer Untersuchung sein. Ein besonderes Augenmerk legt die Lehrveranstaltung auf prähistorische Frauendarstellungen.

Ziele
Einführung in wichtige Konzepte und Theorien im Zusammenhang mit prähistorischer Kunst und ihrer Rolle in frühen menschlichen Gesellschaften.
Entwicklung von kritischem Denken, analytischem Lesen, Argumentation und Kommunikationsfähigkeiten, sowohl schriftlich als auch mündlich.
Vermittlung der Fähigkeit, interdisziplinäre Ressourcen für Fallstudien zu finden und zu nutzen, die die kulturellen, sozialen und symbolischen Dimensionen der prähistorischen Kunst untersuchen.

Inhalt
Die Teilnehmer*innen werden sowohl theoretische als auch materialkulturbasierte Ansätze zur prähistorischen Kunst untersuchen, beginnend mit grundlegenden Konzepten, Definitionen und einem historischen Überblick über die Forschung in diesem Bereich. Das Seminar behandelt eine Reihe von Themen, darunter die in der prähistorischen Kunst verwendeten Techniken und Materialien, die symbolische und rituelle Rolle der Kunst und die kulturellen Kontexte, in denen sie entstanden ist. Wichtige wissenschaftliche Methoden wie Pigmentanalyse, Datierungstechniken und experimentelle Archäologie werden vorgestellt und anhand von Fallstudien veranschaulicht. Beispiele aus der eigenen Forschung der Lehrveranstaltungsleiter*innen dienen als Diskussionsgrundlage.

Methode
Das Seminar kombiniert Präsentationen der Lehrveranstaltungsleiterinnen mit ausgewählten Leseeinheiten, Präsentationen der Studierenden und das selbstständige Verfassen einer Seminararbeit. Die Themen werden in Absprache mit den Lehrveranstaltungsleiterinnen vergeben. Studierende erwerben dabei wesentliche Fähigkeiten für die Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten, darunter das Verfassen von Abstracts und Gliederungen, das Verstehen der Struktur einer wissenschaftlichen Arbeit und das Erstellen von Vortragspräsentationen.

Assessment and permitted materials

Die Bewertung basiert auf der Teilnahme und der Erfüllung von Aufgaben, individuellen Präsentationen und einer schriftlichen Abschlussarbeit. Es handelt sich um eine prüfungsimmanente Lehrveranstaltung, d. h. mit Anwesenheitspflicht und aktiver Teilnahme während der gesamten Dauer. Maximal zwei entschuldigte Fehlzeiten (während des Blocks 3 Stunden) sind zulässig. Vorhersehbare Abwesenheit oder Nichterscheinen muss per E-Mail an katharina.rebay-salisbury@univie.ac.at angekündigt werden.

Erlaubte Hilfsmittel sind die Nutzung der fachwissenschaftlichen Fachliteratur (Print- und Digitalversionen), fachwissenschaftliche Medienformate (Ausstellungskataloge, kulturvermittelnde Führer/Folder/Flyer, Zeitungen, Magazine, Broschüren, Homepages und Social-Media-Formate mit seriösen archäologischen Inhalten), sowie Wikipedia als Einstieg in ein fachwissenschaftliches Thema. Die Verwendung von KI-Tools (z. B. ChatGPT) ist lediglich für die Überarbeitung von Texten erlaubt. Sämtliche Hilfsmittel sind mit genauer Quellenangabe bzw. Zitaten anzuführen (siehe Zitier- und Publikationsrichtlinien).

Minimum requirements and assessment criteria

Aktive Teilnahme am Seminar und Beteiligung an Diskussionen: 30 %
Referat (45 min + 30 min Diskussion): 30 %
Schriftliche Abschlussarbeit (ca. 5000 Wörter ohne Literaturverzeichnis, Tabellen und Bild-/Tabellenbeschriftungen): 40 %

Die Bewertung erfolgt nach Punkten, wobei 100 Punkte die Höchstpunktzahl darstellen.
100-87= 1 (sehr gut), 86-75=2 (gut), 74-63=3 (befriedigend), 62-51= 3 (ausreichend), 50-0= (nicht bestanden)

Examination topics

Reading list

Davis, W. (ed.) 2018. Visuality and Virtuality : Images and Pictures from Prehistory to Perspective. Princeton, NJ: Princeton University Press.
Eibl-Eibesfeldt, I., & Sütterlin, C. 2007. Weltsprache Kunst: Zur Natur- und Kunstgeschichte bildlicher Kommunikation. Wien: Brandstätter.
Gell, A. 1998. Art and Agency. An Anthropological Theory. Oxford: Clarendon.
Hoernes, M. 1898. Urgeschichte der bildenden Kunst in Europa. Von den Anfängen bis um 500 v. Chr. Wien: Holzhausen.
Horejs, B., & Bulatovic, A. (eds) 2025. Svinjaricka Cuka in Serbia. Highlights from 8000 to 3000 years ago. Vienna: Austrian Academy of Sciences.
Morris, C. 2023. Matriarchy, Gimbutas and figurines. Entanglements with the Goddess. Archaeological Dialogues 30, 2: 122-125.
Rebay-Salisbury, K. 2023. "Women as Actors and Objects: The Discovery of ‘Venus’ Figurines in Present-Day Austria," in López Varela, S. L. (ed.) Women in Archaeology: Intersectionalities in Practice Worldwide. 309-325. Cham: Springer International Publishing.
von Samsonow, E. 2022. "Archäologie und Mineralogie. Egon Schieles produktive Auseinandersetzung mit Moriz Hoernes und Wilhelm Worringer," in Gamper, V. and Wipplinger, H.-P. (eds) Egon Schiele. Dialog und Inszenierung. Wien: Leopold Museum.
Wells, P. S. 2008. Image and Response in Early Europe. Duckworth Debates in Archaeology. London: Duckworth.

Association in the course directory

Last modified: Tu 03.03.2026 16:46