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070197 UE Methodological workshop (2020W)

Falldossiers als Historische Quelle

5.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 7 - Geschichte
Continuous assessment of course work
Mo 14.12. 09:00-13:00 Digital

Registration/Deregistration

Details

max. 25 participants
Language: German

Lecturers

Classes (iCal) - next class is marked with N

Das Seminar wird teils als Blockveranstaltungen durchgeführt, und wir arbeiten im Archiv vor Ort.
Am 1.12.2020 ist eine Museumsführung im HdGÖ zu Wiesenthal.
Die erste Sitzung am 19.10. findet in Präsenz statt, danach online. Bitte stellen Sie zudem sicher, dass Sie ggf über Laptop oder smartphone an online Unterrichtsstunden teilnehmen können! Sie benötigen dafür bitte auch Kopfhörer.

Monday 19.10. 09:45 - 13:00 Hörsaal 5 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 9 Hof 5
Monday 09.11. 09:00 - 13:00 Digital
Monday 16.11. 09:00 - 13:00 Digital
Tuesday 15.12. 09:00 - 13:00 Digital
Monday 18.01. 09:00 - 13:00 Digital

Information

Aims, contents and method of the course

Simon Wiesenthal widmete sein Leben der Suche, Ausforschung und Überführung von NS-Verbrecher_innen. Bereits unmittelbar nach seiner Befreiung aus dem KZ-Mauthausen am 5.Mai 1945 durch die US-Armee fertigte er eine erste Liste mit Namen von mehr als 100 NS-Täter_innen, an die er sich noch erinnern konnte. Daraus erwuchs rasch eine Lebensaufgabe, die er unter dem Motto „Recht, nicht Rache“ bis zu seinem Tod 2005 verfolgte. Wann immer Wiesenthal sich auf die Spur von NS-Verbrecher_Innen begab, legte er ein Falldossier an. In manchen Fällen führten seine Ermittlungen zu Strafprozessen, in vielen jedoch nicht.Dies hinterließ schließlich ein ganzes Archiv, das sich noch heute in Wien befindet und nicht nur die Suche in tausenden dieser Falldossiers dokumentiert, sondern zugleich sein unermüdliches wie hartnäckiges Engagement spiegelt: Ob als weltweit bekannter Verfechter von Gerechtigkeit oder als unbequemer Streiter , immer ging es ihm auch darum, die Menschen nach 1945 – nicht nur in Österreich – am Vergessen und Verdrängen zu hindern.

In der Lehrveranstaltung sollen anhand des gewählten Themas die grundlegenden Prinzipien der wissenschaftlichen Arbeitsweisen und Methoden der Geschichtswissenschaft im Bereich der Zeitgeschichte erlernt werden.
Dabei werden ausgewählte Quellen besprochen und analysiert und so der Umgang mit den Falldossiers als historischer Quelle erarbeitet. Neben schriftlichen Quellen wie Korrespondenz, Zeugenaussagen oder Ermittlungsunterlagen usw. können dabei auch Fotos, Audio- und Videointerviews sowie Objekte als historische Quellen erarbeitet und einbezogen werden. Schwerpunkt der Recherchen ist es, die Falldossiers mit strafrechtlichen Ermittlungen abzugleichen und ggf gegenüberzustellen.
Der Archivar des VWI wird Quellen aus dem Archiv vorstellen und mit den Studierenden anhand von Beispielen deren Inhalt sowie den Umgang mit dem Thema gemeinsam analysieren.
Ziel des Kurses ist es, den Studierenden die ergebnisorientierte Literaturrecherche in Archiven, Bibliotheken sowie Onlinearchiven zu vermitteln, um daran anschließend den kritischen Umgang mit Quellen zu reflektieren.
In der abschließenden schriftlichen Seminararbeit sollen auf Basis der Literatur- und Quellenrecherche Ergebnisse schlüssig präsentiert und belegt werden. Regelmäßige Teilnahme und Mitarbeit sind Teil der Leistung.

Assessment and permitted materials

Regelmäßige Mündliche Mitarbeit und Vorbereitung der Seminarlektüre, Seminararbeit zu einem ausgewählten Fall der Wiesenthal Dossiers

Minimum requirements and assessment criteria

Geübt werden das Arbeiten mit wissenschaftlichen Texten und der quellenkritische Umgang mit Quellen unterschiedlichen Typs (Falldossiers, Strafprozessakten), Archivarbeit,

Examination topics

Mitarbeit und Vorbereitung der Seminarlektüre, kleine Präsentation, Seminararbeit zu einem ausgewählten Fall der Wiesenthal Dossiers

Reading list

Tom Segev: Simon Wiesenthal. Die Biografie, München 2010.

Simon Wiesenthal: Recht, nicht Rache. Erinnerungen (1988).

Association in the course directory

AER: Zeitgeschichte.
MA Geschichte (Version 2014): PM2 Einführung in den Forschungsprozess. Design und Methoden, AR Methodenworkshop (3 ECTS).
MA Geschichte (Version 2019): PM2 Konzeption und Einübung selbständiger Forschungsprozesse; PM3 Durchführung eines selbstständigen Forschungsprozesses, UE Methodenworkshop (5 ECTS).
Interdisziplinäres MA Zeitgeschichte und Medien (Version 2016): M2a Einführung in den Forschungsprozess. Design und Methoden, AR Methodenworkshop (3 ECTS).
Interdisziplinäres MA Zeitgeschichte und Medien (Version 2019): M2a Einführung in den Forschungsprozess und Methoden I, UE Methodenworkshop (5 ECTS) / M3b Praktische Forschung und Darstellung II, UE Methodenworkshop (5 ECTS), aber nur zu einer anderen Methode als im M2a.
MA Globalgeschichte und Global Studies (Version 2008): Aufbaumodul, KU Praxis der wiss. Kommunikation (6 ECTS)

Last modified: Mo 19.10.2020 19:47