080027 SE M310 Cultural Practices and Semiosis in Everyday Life: (2025W)
Continuous assessment of course work
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Registration/Deregistration
Note: The time of your registration within the registration period has no effect on the allocation of places (no first come, first served).
- Registration is open from Mo 01.09.2025 07:00 to Mo 22.09.2025 23:59
- Deregistration possible until Fr 10.10.2025 23:59
Details
max. 25 participants
Language: German
Lecturers
Classes (iCal) - next class is marked with N
Lehrausgang in die interaktive Erlebnisausstellung am 13. November. Treffen um 15 Uhr.
HANDS UP – Erlebnis StilleHANDS UP Standort Hollandstraße 14, 1020 Wien / Eingang über Kleine Sperlgasse- Thursday 09.10. 14:30 - 16:00 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse
- Thursday 16.10. 14:30 - 16:00 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse
- Thursday 23.10. 14:30 - 16:00 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse
- Thursday 30.10. 14:30 - 16:00 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse
- Thursday 06.11. 14:30 - 16:00 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse
- Thursday 13.11. 14:30 - 16:00 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse
- Thursday 20.11. 14:30 - 16:00 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse
- Thursday 27.11. 14:30 - 16:00 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse
- Thursday 04.12. 14:30 - 16:00 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse
- N Thursday 11.12. 14:30 - 16:00 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse
- Thursday 18.12. 14:30 - 16:00 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse
- Thursday 08.01. 14:30 - 16:00 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse
- Thursday 15.01. 14:30 - 16:00 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse
- Thursday 22.01. 14:30 - 16:00 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse
- Thursday 29.01. 14:30 - 16:00 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse
Information
Aims, contents and method of the course
Assessment and permitted materials
Die Lehrveranstaltung ist prüfungsimmanent; kontinuierliche Anwesenheit (2x Fehlen erlaubt).
Teilleistungen sind Konzepte, Präsentationen und die Seminararbeit.
Teilleistungen sind Konzepte, Präsentationen und die Seminararbeit.
Minimum requirements and assessment criteria
Für den erfolgreichen Abschluss der LV sind zumindest 51 von 100 möglichen Punkten zu erreichen.Notenskala:
> = 92 sehr gut (1)
> = 80 gut (2)
> = 65 befriedigend (3)
> = 51 genügend (4)
< 51 nicht genügend (5)
> = 92 sehr gut (1)
> = 80 gut (2)
> = 65 befriedigend (3)
> = 51 genügend (4)
< 51 nicht genügend (5)
Examination topics
Gemeinsame Pflichtlektüre sowie eigenständige Literaturrecherche und empirisch-kulturwissenschaftliche Forschung
Reading list
Lektüre zur Einstimmung:
https://www.culanth.org/fieldsights/introduction-handsonEthel J. Alpenfels (1955), The Anthropology and Social Significance of the Human Hand. http://www.oandplibrary.org/al/pdf/1955_02_004.pdfFerdinand Birkner (1895), Beiträge zur Anthropologie der Hand. München.Edgar Bierende/Sven Bretfeld/Klaus Oschema (Hg.) (2008), Riten, Gesten, Zeremonien. Gesellschaftliche Symbolik in Mittelalter und Früher Neuzeit. Berlin - New York: De Gruyter.Erica A. Cartmill (2022). Gesture. In: Annual Review of Anthropology, 51: 455-473.Robert Gugutzer (Hg) (2006), Body Turn. Perspektiven der Soziologie des Körpers und des Sports. Bielefeld: transcript.Kira Hall et al. (2016), The hands of Donald Trump: Entertainment, gesture, spectacle. HAU journal of ethnographic theory, 2016-09, Vol.6 (2), p.71-100.Uwe Israel und Jürgen Müller (Hg.) (2021), Körper-Kränkungen. Der menschliche Leib als Medium der Herabsetzung. Frankfurth/New York: Campus.Robert Jütte und Romedio Schmitz-Esser (ed.) (2019), Handgebrauch: Geschichten von der Hand aus dem Mittelalter und der Frühen Neuzeit
Paderborn: Wilhelm Fink Verlag.Gottfried Korff (1992), Hand. In: 13 Dinge. Form - Funktion - Bedeutung. Ausstellungskatalog, herausgegeben vom Museum für Volkskultur in Württemberg, S. 51-69.Konrad Paul Liessmann et al. (2015), Vom Kopf zur Hand... dazwischen eine ganze Welt.
Klagenfurt/Celovec: Wieser Verlag.Giovanni Maddalena, Fabio Ferrucci, Michela Bella, and
Matteo Santarelli (eds.) (2024), Gestures. Approaches, Uses, and Developments. Berlin - Boston: De Gruyter.Anna Mann et al. (2011), Mixing methods, tasting fingers. Notes on an ethnographic experiment. HAU: Journal of Ethnographic Theory 1 (1): 221–243.
https://www.culanth.org/fieldsights/introduction-handsonEthel J. Alpenfels (1955), The Anthropology and Social Significance of the Human Hand. http://www.oandplibrary.org/al/pdf/1955_02_004.pdfFerdinand Birkner (1895), Beiträge zur Anthropologie der Hand. München.Edgar Bierende/Sven Bretfeld/Klaus Oschema (Hg.) (2008), Riten, Gesten, Zeremonien. Gesellschaftliche Symbolik in Mittelalter und Früher Neuzeit. Berlin - New York: De Gruyter.Erica A. Cartmill (2022). Gesture. In: Annual Review of Anthropology, 51: 455-473.Robert Gugutzer (Hg) (2006), Body Turn. Perspektiven der Soziologie des Körpers und des Sports. Bielefeld: transcript.Kira Hall et al. (2016), The hands of Donald Trump: Entertainment, gesture, spectacle. HAU journal of ethnographic theory, 2016-09, Vol.6 (2), p.71-100.Uwe Israel und Jürgen Müller (Hg.) (2021), Körper-Kränkungen. Der menschliche Leib als Medium der Herabsetzung. Frankfurth/New York: Campus.Robert Jütte und Romedio Schmitz-Esser (ed.) (2019), Handgebrauch: Geschichten von der Hand aus dem Mittelalter und der Frühen Neuzeit
Paderborn: Wilhelm Fink Verlag.Gottfried Korff (1992), Hand. In: 13 Dinge. Form - Funktion - Bedeutung. Ausstellungskatalog, herausgegeben vom Museum für Volkskultur in Württemberg, S. 51-69.Konrad Paul Liessmann et al. (2015), Vom Kopf zur Hand... dazwischen eine ganze Welt.
Klagenfurt/Celovec: Wieser Verlag.Giovanni Maddalena, Fabio Ferrucci, Michela Bella, and
Matteo Santarelli (eds.) (2024), Gestures. Approaches, Uses, and Developments. Berlin - Boston: De Gruyter.Anna Mann et al. (2011), Mixing methods, tasting fingers. Notes on an ethnographic experiment. HAU: Journal of Ethnographic Theory 1 (1): 221–243.
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Last modified: Th 13.11.2025 09:46
Mittels unserer Hände begreifen wir die Welt. Sie sind ein Sinnesorgan. Wir fühlen und tasten mit ihnen. Sie dienen der Heilung und dem Spiel. Der Gebrauch der Hände ist ein wesentlicher Aspekt von Religion, Sport, Arbeit, sowie die Grundlage elementarer Formen der Gewalt. Hände sind als ein Ausdrucksmittel Kern emotionaler Praktik, durch Gestik und Symbolik ein Element der Kommunikation in Alltag und Politik sowie auch Rechtszeichen. Hände sind ein Motiv in der Kunst, angefangen von der steinzeitlichen Höhlenmalerei. Finger und Hände werden mit Ringen, Nagellack, Piercings, Tatoos und Henna geschmückt. Ihre kulturelle Gestaltung kann auch in Mutilationen Ausdruck finden. Unsere geschickten Finger sind Instrumente zur Umweltaneignung. Wir schützen sie mit Handschuh und Fingerhut. Ergologie widmet sich ebenso der Analyse der Handhabung und Handlichkeit von Geräten. Die Feinmotorik der Finger ermöglicht die Produktion und Bedienung von Werkzeugen, vom Faustkeil bis hin Schreibwerkzeugen, Musikinstrumenten und Hightech-Geräten. Zu letzteren gehören schließlich auch Prothesen, die sogar Funktionen dieses Organs übernehmen können. Neben all der Lobpreisung der Hände sollten Defizite, Behinderungen und Krankheiten ebenso bedacht werden. Tastende Hände können die sehenden Augen ersetzen z.B. durch das Lesen von Brailleschrift. Wie lassen sich die zahlreichen Funktionen der Hände durch prothetische Organe ersetzen?Ein besonderes Merkmal des Menschen ist die manuelle Lateralität, nämlich, dass die rechte und die linke Hand nicht gleichermaßen einsetzbar sind. Das drückt sich auch in kulturellen Wertigkeiten aus. Die Koordination von linker und rechter Hand ist oft eine besondere Herausforderung, beispielsweise in der Instrumentalmusik.In der zwischenmenschlichen Begegnung spielen Hände eine zentrale Rolle, freundliche oder invektive Gesten, die visuell wahrgenommen werden, die Berührung, der Takt (von "tangere" lat.), Formen der Interkorporalität vom Händedruck bis zu Zärtlichkeit oder strafender Gewalt.Die Teilnehmer*innen des Seminars wählen ausgehend von gemeinsamer Lektüre unterschiedliche Themenbereiche, um die Körperlichkeit unserer Hände und deren kulturelle Gestaltung - manuelle Korporalität, Semiotik und Praktik - zu untersuchen. Diese Forschungen werden in Diskussionen im Rahmen der Veranstaltung dialogisch entwickelt und im Arbeitsprozess begleitet; sie münden in die abschließende schriftliche Seminararbeit.