Universität Wien

100065 SE Masterseminar Fachdidaktik (2025W)

Das Zusammenspiel von Lernprozess, Lernprodukt und Prüfungssituation

6.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 10 - Deutsche Philologie
Continuous assessment of course work

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltungen aus dem Angebot der SPL10 sind grundsätzlich anwesenheitspflichtig.
Studierende, die der ersten Einheit unentschuldigt fern bleiben, verlieren ihren Platz in der Lehrveranstaltung.
Maximal zweimaliges Fehlen ist erlaubt. Eine konsequenzlose Abmeldung ist bei wöchentlichen Lehrveranstaltungen bis vor der dritten LV-Einheit möglich, bei 14-tägigen Lehrveranstaltungen und Blöcken bis vor dem zweiten Termin.

Schriftliche Beiträge aller Lehrveranstaltungstypen der SPL 10 können einer automatischen Plagiatsprüfung unterzogen werden; dazu zählen insbesondere Arbeiten der Pro-, Bachelor- und Masterseminarstufe, aber auch Lehrveranstaltungsprüfungen (z.B. Vorlesungsprüfung) und Teilprüfungen (z.B. Zwischentest, 'Hausübungen').
Achten Sie auf die Einhaltung der Standards guter wissenschaftlicher Praxis und die korrekte Anwendung der Techniken wissenschaftlichen Arbeitens und Schreibens.
Plagiierte und erschlichene Teilleistungen führen zur Nichtbewertung der Lehrveranstaltung (Eintragung eines 'X' im Sammelzeugnis).
Die Lehrveranstaltungsleitung kann Studierende zu einem notenrelevanten Gespräch über erbrachte Teilleistungen einladen.

Registration/Deregistration

Note: The time of your registration within the registration period has no effect on the allocation of places (no first come, first served).

Details

max. 25 participants
Language: German

Lecturers

Classes (iCal) - next class is marked with N

Folgende Termine sind Präsenztermine: 6.10., 20.10., 10.11., 1.12.2025, 12.1.2026; alle anderen Termine finden über ZOOM statt!
Beginn der (optionalen) Gespräche zur Seminararbeit über ZOOM: 26.1.2026

  • Monday 06.10. 15:00 - 16:30 Seminarraum 2 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 3
  • Monday 13.10. 15:00 - 16:30 Seminarraum 2 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 3
  • Monday 20.10. 15:00 - 16:30 Seminarraum 2 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 3
  • Monday 27.10. 15:00 - 16:30 Seminarraum 2 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 3
  • Monday 03.11. 15:00 - 16:30 Seminarraum 2 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 3
  • Monday 10.11. 15:00 - 16:30 Seminarraum 2 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 3
  • Monday 17.11. 15:00 - 16:30 Seminarraum 2 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 3
  • Monday 24.11. 15:00 - 16:30 Seminarraum 2 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 3
  • Monday 01.12. 15:00 - 16:30 Seminarraum 2 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 3
  • Monday 12.01. 15:00 - 16:30 Seminarraum 2 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 3
  • Monday 19.01. 15:00 - 16:30 Seminarraum 2 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 3
  • Monday 26.01. 15:00 - 16:30 Seminarraum 2 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 3

Information

Aims, contents and method of the course

Kompetenzorientierter bzw. prozessorientierter Unterricht wird über Lernsituationen praktiziert und Prüfungssituationen rücken zunehmend in den Hintergrund. Lernsituationen brauchen gute Aufgaben, denn diese sind der Schlüssel zur Kompetenz. Schüler/-innen müssen im Unterricht in ihrem Lernen begleitet und unterstützt werden, um die Lernziele zu erreichen. Der Lehrperson kommt somit eine Schlüsselrolle zu, wenn es um den Kompetenzerwerb geht; sie muss also Lernprozesse initiieren, exakt planen, begleiten und gleichzeitig Lernentwicklungsfortschritte dokumentieren im Sinne eines formalen Zugangs zur Leistungsbeurteilung. Die Lehrperson trägt somit große Verantwortung für das Lernen ihrer Schüler/-innen und deren Kompetenzerwerb sowie deren Lernerfolg.
Und wenn es um Demokratisierung in der Schule geht, dann ist die Beteiligung der Schüler/-innen auch an der Bewertung ihrer Leistungen unverzichtbar. In der Regel sind Schüler/-innen, vor allem Schreibende, mit dem singulären "Urteil" einer Lehrperson konfrontiert, also mit einer Fremdbewertung, auf die sie keinen Einfluss nehmen können oder dürfen. Das Bewerten als Teil des Lernprozesses bzw. Gegenstand des Unterrichts einzuführen, ist aus vielerlei Gründen sinnvoll: Schüler/-innen lernen,
- die Schwierigkeit von Aufgaben einzuschätzen und sich mit der Aufgabe ernsthaft auseinanderzusetzen
- ihr eigenes Vorgehen zu reflektieren
- kooperatives Schreiben, z.B. im Rahmen von Textwanderungen, zur Optimierung von Texten zu nutzen
In der Unterrichtspraxis muss allerdings zwischen Situationen standardisierter Leistungsmessung in Form von Vergleichsarbeiten oder normierten Tests und Lernsituationen, in denen es um das Selbst- und Fremdbewerten einzelner Schüler/-innen untereinander geht, klar getrennt werden.

Im Folgenden finden sich die inhaltlichen und praktischen Schwerpunkte der LV:
- Bewertung im kompetenzorientierten Unterricht (mithilfe dialogischer Verfahren)
- Bewertungsverfahren (Mehrfachbeurteilung nach globalem Eindruck durch Raterteams, Arbeit mit Textkollektionen, Einsatz von Kriterienkatalogen) und ihre Verlässlichkeit
- Gesetzliche Rahmenbedingungen der Leistungsbeurteilung (LBVO, Prüfungsordnungen, BIST, LRS-Erlass usw.)
- Aufgaben-, Lern- und Prüfungskultur: schriftliche und mündliche Aufgaben erstellen, Erwartungshorizonte formulieren, aufgabenspezifische Bewertungskriterien entwickeln etc.
- Prozess- und produktorientiertes Bewerten bzw. Beurteilen/förderndes Bewerten und prüfendes Beurteilen von Performanzen
- Kompetenzraster und Lernaufgaben als pädagogisches Instrument und Möglichkeit des formativen Zugangs zur Bewertung von Leistungen

Assessment and permitted materials

- Mündliche und schriftliche Mitarbeit (Voraussetzung: regelmäßige Anwesenheit und aktive Mitarbeit in den Präsenz- und Onlinephasen, max. 2 Einheiten dürfen entschuldigt versäumt werden!)
- Pflichtlektüre
- Pflicht- und Wahlaufgaben, die zu bestimmten Terminen auf Moodle abgegeben werden müssen. Es empfiehlt sich, möglichst früh eine Gruppe, bestehend aus vier Personen, zu bilden, damit die Zusammenarbeit, etwa bei der Erstellung von Aufgaben oder bei der Bewertung bzw. Beurteilung von Performanzen in Raterteams, gut funktioniert!
- Seminararbeit (bestehend aus Pflichtaufgaben, die z.T. in der Lehrveranstaltung erledigt werden; die Seminararbeit dient als direkte Leistungsvorlage und ist spätestens bis 28.2.2026 abzugeben!)
- Gespräch über die Seminararbeit am Ende des Semesters über ZOOM (optional)

Schriftliche Beiträge aller Lehrveranstaltungstypen der SPL 10 können einer automatischen Plagiatsprüfung unterzogen werden; dazu zählen insbesondere Arbeiten der Pro-, Bachelor- und Masterseminarstufe, aber auch Lehrveranstaltungsprüfungen (z.B. Vorlesungsprüfung) und Teilprüfungen (z.B. Zwischentest, 'Hausübungen'). Eine eidesstattliche Erklärung im Rahmen von schriftlichen Arbeiten ist unterschrieben mit der Seminararbeit abzugeben und berücksichtigt auch das Verbot der Verwendung von KI! Schriftliche Beiträge aller Lehrveranstaltungstypen der SPL 10 können einer automatischen Plagiatsprüfung unterzogen werden; dazu zählen insbesondere Arbeiten der Pro-, Bachelor- und Masterseminarstufe, aber auch Lehrveranstaltungsprüfungen (z.B. Vorlesungsprüfung) und Teilprüfungen (z.B. Zwischentest, 'Hausübungen').

Minimum requirements and assessment criteria

Im Wesentlichen geht es darum, das Zusammenspiel von Lernprozess, Lernprodukt und Prüfungssituation anzuleiten und zu analysieren, aber auch darum, Qualitäten in Leistungen von Schülerinnen und Schülern im Deutschunterricht, gleichgültig ob mündlich oder schriftlich, zu finden und vom defizitorientierten Beurteilen wegzukommen. Qualitative Verfahren und Methoden sollen dabei helfen, die Leistungen im Deutschunterricht zu würdigen und durch förderndes Bewerten und andere dialogische Bewertungsverfahren im kompetenzorientierten Deutschunterricht die Entwicklung von Kompetenzen, vor allem der Schreibkompetenz, zu unterstützen.
Was die Kompetenz Schreiben betrifft, sollten u. a. zwei Fragen geklärt werden:
- Was braucht es, um dem Text einer Schülerin bzw. eines Schülers gerecht zu werden?
- Wie werde ich dem Text einer Schülerin/eines Schülers gerecht?

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltungen aus dem Angebot der SPL10 sind grundsätzlich anwesenheitspflichtig. Maximal zweimaliges Fehlen ist erlaubt. Eine konsequenzlose Abmeldung ist bei wöchentlichen Lehrveranstaltungen bis vor der dritten LV-Einheit möglich, bei 14-tägigen Lehrveranstaltungen und Blöcken bis vor dem zweiten Termin.
Umfang der Abschlussarbeiten: Seminararbeiten 25 Seiten Haupttext
Das Hauptgewicht der Beurteilung liegt auf der schriftlichen Seminararbeit.

Examination topics

1. Seminararbeit / Wahl- und Pflichtaufgaben (letzter Abgabetermin: 28.2.2026)
2. E-Learning: Das Seminar wird durch die Lernplattform Moodle begleitet; es ist daher Pflicht, mit dieser Plattform zu arbeiten.

Reading list

Pflichtlektüre:
Tilman von Brand et al.: Beurteilen, Bewerten und Benoten im Deutschunterricht. Leistungen erfassen und reflektieren. Seelze: Kallmeyer/Klett 2024. (https://ubdata.univie.ac.at/AC17456770)
Köster, Juliane: Aufgaben im Deutschunterricht. Wirksame Lernangebote und Erfolgskontrollen. Seelze: Kallmeyer/Klett 2024 (3. aktualisierte Auflage). (https://ubdata.univie.ac.at/AC17595900)

Eine Auswahlbibliographie zum Thema finden Sie in weiterer Folge auf Moodle!

Association in the course directory

Last modified: We 27.08.2025 12:06