Universität Wien FIND

Return to Vienna for the summer semester of 2022. We are planning to hold courses mainly on site to enable the personal exchange between you, your teachers and fellow students. We have labelled digital and mixed courses in u:find accordingly.

Due to COVID-19, there might be changes at short notice (e.g. individual classes in a digital format). Obtain information about the current status on u:find and check your e-mails regularly.

Please read the information on https://studieren.univie.ac.at/en/info.

100129 SE Medieval and Early German Literature (2021W)

6.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 10 - Deutsche Philologie
Continuous assessment of course work
ON-SITE

Registration/Deregistration

Note: The time of your registration within the registration period has no effect on the allocation of places (no first come, first served).

Details

max. 30 participants
Language: German

Lecturers

Classes (iCal) - next class is marked with N

Wednesday 06.10. 09:45 - 11:15 Seminarraum 4 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 5
Wednesday 13.10. 09:45 - 11:15 Seminarraum 4 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 5
Wednesday 20.10. 09:45 - 11:15 Seminarraum 4 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 5
Wednesday 27.10. 09:45 - 11:15 Seminarraum 4 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 5
Wednesday 03.11. 09:45 - 11:15 Seminarraum 4 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 5
Wednesday 10.11. 09:45 - 11:15 Seminarraum 4 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 5
Wednesday 17.11. 09:45 - 11:15 Seminarraum 4 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 5
Wednesday 24.11. 09:45 - 11:15 Digital
Wednesday 01.12. 09:45 - 11:15 Digital
Wednesday 15.12. 09:45 - 11:15 Digital
Wednesday 12.01. 09:45 - 11:15 Digital
Wednesday 19.01. 09:45 - 11:15 Digital
Wednesday 26.01. 09:45 - 11:15 Digital

Information

Aims, contents and method of the course

Schon im 7. Jahrhundert taucht unter dem Namen Tschaturanga zum ersten Mal eine Frühform des heutigen Schachspiels in Indien auf. Um die Jahrtausendwende ist das Brettspiel in Europa belegt und taucht auch beständig in literarischen Texten als Motiv auf: mit Gottfrieds Tristan, Wolframs Parzival oder die Krone Heinrichs von dem Türlin sind nur einige Beispiele genannt.
Als eigenständige Textsorte beginnen Schachzabelbücher sich im 14. Jahrhundert in Europa zu verbreiten. Sie gehen zwar auf die Regeln des Schachspiels ein, haben aber einen moralisch-didaktischen Grundgedanken, wenn mit den Schachfiguren am Feld die Vertreter der Stände abgehandelt werden. Das wichtigste Schachzabelbuch wurde zu Beginn des 14. Jahrhunderts auf Latein von Jacobus de Cessolis verfasst. Der Dominikanermönch konzipierte seinen Text als Unterstützung für die Konzeption von Predigten; sein Text wurde in ganz Europa bekannt und in viele Volkssprachen übertragen.
Von den vier Vers- und zwei Prosafassungen die als deutsche Übersetzungen auf Basis des Textes von Jacobus entstanden sind, hat das Schachzabelbuch von Konrad von Ammenhausen die meiste Beachtung erfahren. 1337 verfasst, 19.336 Verse umfangreich und in 26 Handschriften und Fragmenten überliefert, ist Konrads Test um einiges umfangreicher als seine Vorlage und zeichnet sich durch viele unterhaltsame Exkurse und Abschweifungen aus. Auch Konrads Fokus liegt auf der Beschreibung der Stände, sein Wissen zu Medizin und Recht, sowie sein Bibel- und Antikenwissen fließen produktiv in den Text ein machen das Schachzabelbuch zu einem wichtigen Zeugnis hochmittelalterlicher Kultur.
Wir werden uns im Laufe des Semesters diesem umfangreichen Text in Etappen über Close Reading und gemeinsame Diskussionen nähern.

Assessment and permitted materials

Teilnahme an der Diskussion
Inhaltliche Vorbereitung einer Einheit
Abgabe Exposé
Seminararbeit (25 Seiten Haupttext), abzugeben bis 1. September 2021

Minimum requirements and assessment criteria

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltungen aus dem Angebot der SPL10 sind grundsätzlich anwesenheitspflichtig.Sehr gute Kenntnisse des Mittelhochdeutschen werden vorausgesetzt. Die Praktiken des wissenschaftlichen Arbeitens auf hohem Niveau werden vorausgesetzt.Umfang der Abschlussarbeiten: Seminararbeiten 25 Seiten HaupttextModul V Masterseminar mit Zusatzleistung aus dem Master Deutsche Philologie (12 ECTS): Für die Aufwertung des Seminars um 6 ECTS muss eine verpflichtende schriftliche Mehrleistung (10 Seiten Haupttext) erbracht werden, d.h. es muss eine Seminararbeit im Umfang von 35 Seiten Haupttext verfasst werden.

Examination topics

Reading list

Die benötigte Literatur wird zu Beginn der LV zur Verfügung gestellt.

Der Primärtext in der Edition von Ferdinand Vetter ist über archive.org frei zugänglich:
https://archive.org/details/dasschachzabelb00lasagoog/page/n12/mode/1up

Association in the course directory

Last modified: Tu 04.01.2022 13:06