140187 VO Traditionalisms (2014W)
4.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 14 - Orientalistik, Afrikawissenschaften, Südasien-, Tibet- und Buddhismusk
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Details
Language: German
Examination dates
- Monday 26.01.2015 14:00 - 16:00 Hörsaal A UniCampus Zugang Hof 2 2F-EG-32
- Friday 13.03.2015 13:00 - 15:00 Hörsaal A UniCampus Zugang Hof 2 2F-EG-32
- Tuesday 17.03.2015
- Monday 11.05.2015 18:00 - 20:00 Hörsaal B UniCampus Hof 2 2C-EG-02
- Monday 29.06.2015 17:00 - 19:00 Hörsaal B UniCampus Hof 2 2C-EG-02
Lecturers
Classes (iCal) - next class is marked with N
- Monday 13.10. 14:00 - 16:00 Hörsaal A UniCampus Zugang Hof 2 2F-EG-32
- Monday 20.10. 14:00 - 16:00 Hörsaal A UniCampus Zugang Hof 2 2F-EG-32
- Monday 27.10. 14:00 - 16:00 Hörsaal A UniCampus Zugang Hof 2 2F-EG-32
- Monday 03.11. 14:00 - 16:00 Hörsaal A UniCampus Zugang Hof 2 2F-EG-32
- Monday 10.11. 14:00 - 16:00 Hörsaal A UniCampus Zugang Hof 2 2F-EG-32
- Monday 17.11. 14:00 - 16:00 Hörsaal A UniCampus Zugang Hof 2 2F-EG-32
- Monday 24.11. 14:00 - 16:00 Hörsaal A UniCampus Zugang Hof 2 2F-EG-32
- Monday 01.12. 14:00 - 16:00 Hörsaal A UniCampus Zugang Hof 2 2F-EG-32
- Monday 15.12. 14:00 - 16:00 Hörsaal A UniCampus Zugang Hof 2 2F-EG-32
- Monday 12.01. 14:00 - 16:00 Hörsaal A UniCampus Zugang Hof 2 2F-EG-32
- Monday 19.01. 14:00 - 16:00 Hörsaal A UniCampus Zugang Hof 2 2F-EG-32
Information
Aims, contents and method of the course
Assessment and permitted materials
Der Leistungsnachweis erfolgt in Form einer schriftlichen Prüfung am Ende des Semesters bzw. zu den weiteren Prüfungsterminen. Grundlage dafür sind zum einen die Vorträge, zum anderen der HSK-IE-Band 31 "Tradition und Traditionalismen".
Minimum requirements and assessment criteria
Die Lehrveranstaltung möchte auf den theoretischen Zugängen von Hobsbawm, Ranger und Anderson aufbauend die Phänomene Tradition und Traditionalismus diskutieren. Dabei spielen die Perspektiven der unterschiedlichen an der Ringvorlesung beteiligten Disziplinen eine tragende Rolle und sollen zu einer interdisziplinären Sicht auf Problemfelder internationaler Entwicklung beitragen.
Examination topics
In dieser Ringvorlesung referieren WissenschafterInnen aus verschiedenen Disziplinen zu ihren jeweiligen Schwerpunkten im Rahmen des Themas.
Reading list
Der HSK-IE-Band zur Ringvorlesung bildet die Begleitlektüre wie auch die Prüfungsgrundlage zur Lehrveranstaltung:Mückler, Hermann/Faschingeder, Gerald (Hg.): Tradition und Traditionalismus. Zur Instrumentalisierung eines Identitätskonzepts. Wien: Promedia 2012.siehe auch: http://www.mattersburgerkreis.at/hsk/31.php
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RTV, VM5, VM3
Last modified: Mo 27.07.2026 11:02
Tradition bezeichnet eine Rückbesinnung auf traditionelle Werte, Traditionalismus hingegen die Instrumentalisierung bestimmter Praktiken und kultureller Manifestationen. Auch in den westlichen Gesellschaften zeichnet sich ein veränderter Umgang mit dem ab, was man als traditionell bezeichnen will und kann. Anhand von Beispielen aus Europa und Übersee werden in dieser Ringvorlesung grundlegende Zugänge, Konzepte und Kontextualisierungen analysiert.Ein zentraler Aspekt ist die Instrumentalisierung von "Tradition" zum Zwecke des Machterhalts bzw. der Wiedererlangung von Macht und Herrschaft lokaler Eliten, die meistens signifikante Kleingruppen mit Zugang zu Ressourcen und funktionierenden Netzwerken darstellen, und deren Agieren Nachteile für eine qualifizierte Mehrheit der Bevölkerung bedeuten kann. Das Zurückdrängen mühsam erworbener (demokratischer) Rechte (beispielsweise das Revidieren einer verfassungsmäßig fixierten Gleichstellung der Frau in vielen außereuropäischen Gesellschaften), ist nur ein Kennzeichen dieser Dynamiken.Ähnliche Entwicklungen wie die oben skizzierten betreffen aber nicht nur die postkolonialen Staaten im außereuropäischen Raum, sondern auch, mit anderer Gewichtung und unter anderen Vorzeichen, die Staaten des ehemaligen Ostblocks. Und schließlich hat auch in den westlichen Gesellschaften die Diskussion um die Rolle und Bedeutung von Tradition als identitätsstiftendes Element vor allem in Bezug auf die Integration von EinwandererInnen, den Umgang mit Diasporagesellschaften und die Diskussion um Parallelgesellschaften neue Nahrung und kontroversielle Interpretationen erfahren.Dass Traditionen "erfunden" werden, hat nicht nur der Nationalismusforscher Benedict Anderson festgestellt, sondern ist Kernelement der Ethnizitäts- und Identitätsdiskussion in den Sozialwissenschaften. Die Ringvorlesung wird konstituierende Elemente des Phänomens ebenso wie die Begrifflichkeit von verschiedenen Seiten her einer theoriegeleiteten Analyse unterziehen.