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140371 UE Indian Philosophy of Nature: readings in the Vaisesikasutra with Candrananda's commentary (2018W)

Continuous assessment of course work

Details

max. 24 participants
Language: German

Lecturers

Classes (iCal) - next class is marked with N

Wednesday 10.10. 11:45 - 13:15 Seminarraum 5 ISTB UniCampus Hof 4 2C-O1-34
Wednesday 17.10. 11:45 - 13:15 Seminarraum 5 ISTB UniCampus Hof 4 2C-O1-34
Wednesday 24.10. 11:45 - 13:15 Seminarraum 5 ISTB UniCampus Hof 4 2C-O1-34
Wednesday 31.10. 11:45 - 13:15 Seminarraum 5 ISTB UniCampus Hof 4 2C-O1-34
Wednesday 07.11. 11:45 - 13:15 Seminarraum 5 ISTB UniCampus Hof 4 2C-O1-34
Wednesday 14.11. 11:45 - 13:15 Seminarraum 5 ISTB UniCampus Hof 4 2C-O1-34
Wednesday 21.11. 11:45 - 13:15 Seminarraum 5 ISTB UniCampus Hof 4 2C-O1-34
Wednesday 28.11. 11:45 - 13:15 Seminarraum 5 ISTB UniCampus Hof 4 2C-O1-34
Wednesday 05.12. 11:45 - 13:15 Seminarraum 5 ISTB UniCampus Hof 4 2C-O1-34
Wednesday 12.12. 11:45 - 13:15 Seminarraum 5 ISTB UniCampus Hof 4 2C-O1-34
Wednesday 09.01. 11:45 - 13:15 Seminarraum 5 ISTB UniCampus Hof 4 2C-O1-34
Wednesday 16.01. 11:45 - 13:15 Seminarraum 5 ISTB UniCampus Hof 4 2C-O1-34
Wednesday 23.01. 11:45 - 13:15 Seminarraum 5 ISTB UniCampus Hof 4 2C-O1-34
Wednesday 30.01. 11:45 - 13:15 Seminarraum 5 ISTB UniCampus Hof 4 2C-O1-34

Information

Aims, contents and method of the course

Einer der beiden großen Entwicklungsströme der indischen Philosophie, die von Erich Frauwallner identifiziert wurden, ist der naturphilosophische. Die Denker dieser Strömung zeigen ein ausgeprägtes Interesse an der natürlichen Außenwelt, die sie im Zuge von Analyse und Klassifizierung besonders in ihren inneren Zusammenhängen zu verstehen suchen. Frühe naturphilosophische Lehren sind uns vor allem im Epos Mahābhārata überliefert, im buddhistischen Abhidharma, in Form gegnerischer Positionen brahmanischer Philosophen in buddhistischen philosophischen Werken und in der frühklassischen medizinischen Literatur. Im Vaiśeṣikasūtra, das in den ersten Jahrhunderten unserer Zeitrechnung entstanden sein mag, finden wir in knappen Merksätzen ein erstes umfassendes Lehrgebäude formuliert, das die Grundlage der philosophischen Tradition des klassischen Vaiśeṣika darstellt, welche wenig später die Ontologie der neu entstandenen philosophischen Tradition des Nyāya wesentlich beeinflusste.
Die Übung soll anhand der Lektüre der ersten beiden Kapitel des Vaiśeṣikasūtra einen ersten Einblick in die ontologischen Grundlagen des klassischen Vaiśeṣika geben. In ihrer uns zusammen mit dem Kommentar Candrānandas (9. Jahrhundert?) überlieferten Form behandeln diese Kapitel, neben dem Zweck und der Legitimation des Lehrgebäudes des Vaiśeṣika, die Kategorien des Vaiśeṣika, ihre Bestimmungen und ihre wechselseitigen, auch kausalen Beziehungen in allgemeiner Form. Unter der Kategorie “Substanz” werden dann die fünf Elemente, die Zeit und der Raum zusammen mit ihren Eigenschaften angesprochen, wobei die Behandlung des Tons als Eigenschaft des Raum–Äthers – eine in der indischen Philosophie sehr umstrittene Frage – besonders großen Raum einnimmt. Sollte noch Zeit verbleiben, könnte auch das dritte Kapitel des Sūtras durchgenommen werden, in dem die Substanz “Selbst” (ātman) und das substanziell aufgefasste Denken (manas) im Zentrum stehen.
Textgrundlage bildet der Text des Vaiśeṣikasūtra zusammen mit Candrānandas Kommentar, herausgegeben von Muni Jambuvijaya (Gaekwadʼs Oriental Series 136, Baroda 1961).

Assessment and permitted materials

Von den Teilnehmern wird die gründliche Vorbereitung der Sanskrittexte erwartet, die Präsentation eigener Übersetzungen und Textanalysen sowie eines Referats, die Beteiligung an der gemeinsamen Erarbeitung sowie Problematisierung des gelesenen Stoffes und die Lektüre der empfohlenen Sekundärliteratur. Ferner werden einige kleinere Hausarbeiten und –übungen sowie die Anfertigung einer abschließenden Hausarbeit im Umfang von 7-10 Seiten erwartet.
Mündliche und schriftliche Leistungen bilden zu jeweils 50% Grundlage der Bewertung. Die mündliche Leistung besteht in der kontinuierlichen Mitarbeit als Ausdruck der erfolgten gründlichen Vorbereitung der Sanskrittexte und Lektüre der empfohlenen Sekundärliteratur, insbesondere in Form der Präsentation von eigenen Übersetzungen und Textanalysen und der Beteiligung an der Diskussion und Textinterpretation, ferner in der Abhaltung des Referats. Die schriftliche Leistung umfasst die Hausarbeiten und –übungen sowie die abschließende Hausarbeit. Werden mehr als drei Sitzungen versäumt, erfolgt eine negative Bewertung.

Minimum requirements and assessment criteria

Examination topics

Reading list

Schriftliche Unterlagen werden zu Beginn der Lehrveranstaltung und laufend zur Verfügung gestellt werden. Ferner wird ein Handapparat in der Fachbibliothek aufgestellt.
Ausgewählte Literatur:
• Erich Frauwallner, Geschichte der indischen Philosophie. Bd. 2. Salzburg 1956, pp. 15-250
• Wilhelm Halbfass, On Being and What There Is. Albany 1992, pp. 69-87 (Kapitel 4)
• Anette Meuthrath, “Beobachtungen zur Komposition und Redaktionsgeschichte von Vaiśeṣikasūtra 1.1”. Wiener Zeitschrift für die Kunde Südasiens 43 (1999), pp. 129-137
• Masanobu Nozawa, The Vaiśeṣikasūtra with Candrānandaʼs Commentary (1). Numazu College of Technology Research Annual 27 (1993), pp. 97-116
• Karin Preisendanz, “Vaiśeṣika”. In: Knut A. Jacobsen et al. (eds.), Brill’s Encyclopedia of Hinduism, vol. 3, Leiden 2011, pp. 699-718
• Hartmut Scharfe, “Zum 1. Kapitel der Vaiśeṣikasūtren”. Mitteilungen des Instituts für Orientforschung 5 (1951), pp. 219-224
• Anantalal Thakur, Origin and Development of the Vaiśeṣika System. New Delhi 2003.

Association in the course directory

MASK3a (UE a), MATB3b

Last modified: Th 04.07.2019 10:27