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160009 PS Intersectional Perspective in and on Music and Dance Research (2020W)

Continuous assessment of course work

Registration/Deregistration

Note: The time of your registration within the registration period has no effect on the allocation of places (no first come, first served).

Details

max. 25 participants
Language: German

Lecturers

Classes (iCal) - next class is marked with N

Tuesday 06.10. 15:00 - 16:30 Hörsaal 2 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-01
Tuesday 13.10. 15:00 - 16:30 Hörsaal 2 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-01
Tuesday 20.10. 15:00 - 16:30 Hörsaal 2 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-01
Tuesday 27.10. 15:00 - 16:30 Hörsaal 2 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-01
Tuesday 03.11. 15:00 - 16:30 Digital
Tuesday 10.11. 15:00 - 16:30 Digital
Tuesday 17.11. 15:00 - 16:30 Digital
Tuesday 24.11. 15:00 - 16:30 Digital
Tuesday 01.12. 15:00 - 16:30 Digital
Tuesday 15.12. 15:00 - 16:30 Digital
Tuesday 12.01. 15:00 - 16:30 Digital
Tuesday 19.01. 15:00 - 16:30 Digital
Tuesday 26.01. 15:00 - 16:30 Digital

Information

Aims, contents and method of the course

Durch die ethnographische Perspektive auf Lebensrealitäten und somit auf Musik und Tanz als sozio-kulturelle Handlungen wurden Genderfragen in der Ethnomusikologie schon immer im Zusammenhang mit anderen Differenzierungs- und Identitätskategorien analysiert. Auch in der Gender- und Frauen*forschung allgemein sowie in diversen Frauen*bewegungen in den USA und Europa wurde bereits seit dem 19. Jh. besonders von Schwarzen Frauen*, Frauen* of Color an den darin enthaltenden weißen, eurozentrischen und heteronormativen Annahmen und Vorstellungen Kritik geübt. Der Begriff der Intersektionalität (geprägt von Kimberlé Crenshaw 1989) bzw. die Perspektive auf Geschlecht als interdependente Kategorie etablierte sich in deutschsprachigen Kontexten jedoch erst zu Beginn des 21. Jahrhunderts und bezeichnet einen Ansatz, der Geschlecht als untrennbar und in Wechselwirkung mit Rassifizierung [race], ethnischer Differenzierung, Religion, Nationalität, Sexualität, Alter, Generation, Körper oder/und Klasse versteht.
Anhand ausgewählter Texte sollen in diesem Seminar Beispiele der interdependenten Genderforschung im Kontext der Musik- und Tanzforschung gemeinsam erarbeitet und diskutiert werden. Ziel der Lehrveranstaltung ist es, Begrifflichkeiten, Normen und gegebene Machtverhältnisse zu reflektieren, zu deuten und zu hinterfragen. Wie tragen strukturell verankerte Konstruktionen von Geschlecht, repräsentative Ideale von Weiblichkeit und Männlichkeit und normativen Vorstellungen von binärer Geschlechtlichkeit, Sexualität oder Ethnizität zur Komposition, Tradierung, Produktion, Etablierung und Ausübung von Musik und Tanz bei? Wie werden diese wiederum durch Musik und Tanz konstruiert? Reicht es, verschiedene Differenzierungskategorien zu benennen, oder wird die intersektionale Lebensrealität von Menschen durch diese Trennung in Differenzierungskategorien wie Gender, Rassifizierung und Klasse vereinfacht und reproduziert?

Während des Semesters wird außerdem das Verfassen der Proseminararbeit prozesshaft in Form von kleinen Übungen im Rahmen des Unterrichts sowie von schriftlichen Aufgaben begleitet (Literaturrecherche; Erarbeiten der Forschungsfrage und der Struktur der Arbeit; Lese- und Schreibtechniken; Feedbackmethoden; Zitieren und Paraphrasieren).

Aktuell ist der Lektürekurs als Vor-Ort-Lehre geplant – mit Nutzung der Moodle Plattform. Unter Umständen kann die Lehre auch in hybrider Form bzw. gänzlich als Digitale Lehre stattfinden.

Assessment and permitted materials

- Anwesenheit und aktive Teilnahme an Diskussionen und Gruppenarbeiten
- Vier schriftliche Übungen
- Mündliche Präsentation
- Schriftliche Proseminararbeit

Minimum requirements and assessment criteria

Anwesenheit, Mitarbeit, schriftliche Übungen, mündliche Präsentation, PS-Arbeit.

Examination topics

Reading list

Die Literatur wird über Moodle-Plattform bekannt gegeben.

Association in the course directory

BA: PRO, ETH-V, FRE

Last modified: Mo 04.01.2021 12:48