Universität Wien FIND

Return to Vienna for the summer semester of 2022. We are planning to hold courses mainly on site to enable the personal exchange between you, your teachers and fellow students. We have labelled digital and mixed courses in u:find accordingly.

Due to COVID-19, there might be changes at short notice (e.g. individual classes in a digital format). Obtain information about the current status on u:find and check your e-mails regularly.

Please read the information on https://studieren.univie.ac.at/en/info.

160062 PS Music and neuroscience (2014W)

Continuous assessment of course work

Registration/Deregistration

Note: The time of your registration within the registration period has no effect on the allocation of places (no first come, first served).

Details

max. 30 participants
Language: German

Lecturers

Classes

Donnerstag, 10:30-12:00 & 14:00-15:30, HS 2, Institut für Musikwissenschaft
Termine: 09.10. / 23.10. / 06.11. / 20.11. / 04.12. / 18.12. / 15.01.
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Information

Aims, contents and method of the course

Hat die Gehirnforschung zu einem besseren Verständnis der Musik beigetragen? Ist es die biologische, medizinische oder die neurologisch spezialisierte Forschung, die unsere Erkenntnisse über Hör- und Perzeptionsprozesse in den letzten 20 Jahren erweitert haben? In welcher Beziehung steht die traditionelle psychologische und psychophysiologische Forschung zu den neuen neuropsychologischen Untersuchungen und ihren Ergebnissen? Ist die genauere Lokalisierung der Prozesse, die im Gehirn durch die Musik ausgelöst werden fortgeschritten? Gibt es eine "Landkarte" des Gehirnes, welche seine statische Struktur und ihre einzelnen funktionellen Areale dokumentieren? Wie stellt sich ihr aktivierte Dynamik im Prozess der Aufarbeitung des Klanges und der Musik dar? Was wissen wir über den Verlauf der Gehirnströme, die den Empfang des Klanges und die Musikreize erkennbar machen? Wie ist das Gehirn strukturiert, seine funktionellen Bereiche lokalisiert und der Ablauf des Hörens und seine Reflexion im Neuralbereich geklärt? Wie sind die biologischen und psychophysiologischen Reaktionen auf die Musik im neuralen Netzwerk erkennbar? Die Ingangsetzung der klanglichen Entschlüsselung in den analytischen Denk- und logischen Prozessen. Ihre Auswirkung im Gefühlsbereich auf das Musikverstehen, ihr Einfluss auf das Verhalten, auf die unmittelbare Reaktion, die Kurz- und Langzeitauswirkung auf dem Menschen. Die rationalen, schwer erkennbaren oder unkontrollierbaren Abläufe in unserem Gehirn. Die Möglichkeiten der therapeutischen Wirkung von Musik auf den Menschen. Die Erkenntnisse der Neurochirurgie für ein besseres Verstehen der Musik und ihrer Entschlüsselungsstrategien. Themenvorschläge für Seminararbeiten: Struktur Architektur des Gehirns; Neurale Prozesse und Musikwahrnehmung; Die Hörbahnen der Musik; Der Hörprozess und das Musikbewusstsein; Neurale Abläufe und Musik; Der Stand der Erkenntnisse der auf die Musik gezielt ausgerichteten Gehirnforschung; Möglichkeiten von Musiktherapien; Verstehensstrategien der Musik im Lichte der Gehirnforschung; Das Musikphänomen als höhere Gehirnfunktion; Das neurale Netzwerk im Gehirn. Musikwahrnehmung und Gehirnfunktion.

Assessment and permitted materials

Anwesenheit und aktive Teilnahme. Seminararbeit zum vereinbarten Thema, Studium von zwei ausgewählten Werken aus dem Literaturverzeichnis oder den ihnen entsprechende Arbeiten.

Minimum requirements and assessment criteria

Examination topics

Vortrag belegt mit audio- audiovisuellen Aufnahmen, Notenbeispielen, Graphiken und Tabellen, aktive Telnahme der Beteiligten an der Veranstaltung mit Seminararbeiten.

Reading list

-Ansermet, Ernst: Die Grundlagen der Musik im menschlichen Bewusstsein. R. Piper & Co. Verlag München 1961/1965.
-Bader, Rolf (ed.): Musical Acoustics, Neurocognition and Psychology of Music.Peter Lang Internationaler Verlag der Wissenschaften 2009.
-Critchley, Macdonald Henson, R.A. (ed.): Music and the Brain. Studies in the Neurology of Music. William Heinemann Medical Books Limited London 1977.
-Drösser, Christoph: Hast du Töne. Warum wir alle musikalisch sind? Rowohlt Verlag GmbH. Reinbeck bei Hamburg 2009.
-Eska, Georg: Schall uind Klang. Birkhäuser Verlag. Basel Boston Berlin 1997.
-Gruhn, Wilfried: Der Musikverstand. Neurologische Grundlagen des musikalischen Denkens, Hörens und Lernens. Georg Olms Verlag Hildesheim Zürich New York 1998.
-Jourdain, Robert: Das wohltemperierte Gehirn. Wie Musik im Kopf entsteht und wirkt. Spektrum Akademischer Verlag Heidelberg Berlin 2001.
-Levitin, J. Daniel. Der Musik-Instinkt. Die Wissenschaft einer menschlichen Leidenschaft. Springer Verlag Berlin Heidelberg 2009. (engl. The Brain on Music Penguin 2006).
-Sachs, Oliver: Der einarmige Pianist. Über Musik und das Gehirn. Rowohlt 2008.
-Spitzer, Manfred: Musik im Kopf. Hören, Musizieren, Verstehen und Erleben im neuralen Netzwerk. Schattauer Stuttgart New York 2002.
-Wallin, Nils L.: Biomusicology. Neurophysiological, Neuropsychological and Evolutionary Perspectives on the Origins and Purpose of Music. Pendragon Press Stuyvesant, NY 1991.

Association in the course directory

B05, B08, B12

Last modified: Mo 07.09.2020 15:35