Universität Wien FIND

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170503 UE On the Political in Visual Culture (2019W)

Perspectives on Intimacy and Familiarity Through Album Practices

Continuous assessment of course work

Anmeldung: Die selbstständige Anmeldung über u:space innerhalb der Anmeldephase zu Semesterbeginn ist für die Teilnahme an dieser Lehrveranstaltung verpflichtend. Eine nachträgliche Anmeldung ist nicht möglich. Die Anmeldezeiten entnehmen Sie bitte unserer Homepage unter https://spl-tfm.univie.ac.at/studium/

Anwesenheitspflicht in der ersten Einheit: Studierende, die der ersten Einheit unentschuldigt fern bleiben, verlieren ihren Platz in der Lehrveranstaltung. Studierende von der Warteliste können nachrücken.

Plagiate: Prüfungsleistungen und Prüfungszugänge, die durch das Verwenden unerlaubter Hilfsmittel oder durch absichtsvolles Plagiieren erlangt werden, werden laut Satzung der Universität Wien (§13, §74) nicht beurteilt, sondern im Sammelzeugnis untilgbar mit (X) bewertet. Dies ist auch nach bereits erfolgter Benotung rückwirkend möglich, wenn sich der Tatbestand des Plagiats erst im Nachhinein erweisen sollte. Als Plagiat gilt die absichtsvolle und undeklarierte Übernahme von fremdem geistigen Eigentum ohne Angabe der Quelle; der Begriff des Plagiats umfasst dabei wörtliche Zitate ebenso wie übersetzte Übernahmen und Paraphrasen.

Weitere Infos zum Studium finden Sie unter https://spl-tfm.univie.ac.at/

Registration/Deregistration

Details

max. 30 participants
Language: German

Lecturers

Classes (iCal) - next class is marked with N

Monday 14.10. 11:30 - 13:00 Seminarraum 2 2H415 UZA II Rotunde
Monday 28.10. 11:30 - 14:45 Seminarraum 2 2H415 UZA II Rotunde
Friday 08.11. 13:15 - 20:00 Seminarraum 4 2H558 UZA II Rotunde
Monday 18.11. 11:30 - 14:45 Seminarraum 2 2H415 UZA II Rotunde
Monday 02.12. 11:30 - 14:45 Seminarraum 2 2H415 UZA II Rotunde
Monday 13.01. 11:30 - 14:45 Seminarraum 2 2H415 UZA II Rotunde
Monday 27.01. 11:30 - 13:00 Seminarraum 2 2H415 UZA II Rotunde

Information

Aims, contents and method of the course

Das Familienfotoalbum und das Familien-Homevideo – als Artefakte des Arrangierens, Dokumentierens und Aufbewahrens von Erinnerungen – können als Medien der Anordnung von Familiarität begriffen werden. Sie sind damit als Formen des selbstreflexiven medialen Verarbeitens von Erfahrungen in der Erstellung und Ausarbeitung von Inhalten und Erinnerungen zu sehen. Erinnerung und Gedächtnis sind an durch sie konstituierte und sie konstituierende Subjekte gebunden; sie sind komplex und einem steten Wandel unterworfen. Das Familienfotoalbum als Kulturtechnik friert auf spezifische Art und Weise Ereignisse als Familienereignisse ein, die jemand als solche aktiv gestalten und auswählen muss, und die als Meilensteine zur Stabilisierung eines Narrativs der Familiengeschichte dienen. Das Anlegen und Befüllen von Fotoalben im familiären Kontext ist zudem eine stark vergeschlechtlichte Tätigkeit, die vor allem von Frauen ausgeführt wird. Sie sind oft dafür zuständig eine Sammlung an "positiven" Familienerinnerungen – von Geburtstagen, Hochzeiten, religiösen Festen usw. – anzulegen. Um Zugang zu den Inhalten eines Familienalbums zu erhalten, braucht es einerseits Menschen, deren Erinnerungsfähigkeit durch das Betrachten stimuliert werden kann. Andererseits wirken digitale Familienfotoalben, wie sie beispielsweise auf Instagram oder Facebook zu finden sind, gemeinschaftsbildend und in jenem Maße normativ und appellativ, in dem sie wie andere Alltagsfotografien in Sozialen Medien Techniken des Selbst, der Selbstführung sind. Politisch fassbar werden solche künstlerisch-medialen Äußerungen, wenn sie gesellschaftliche Normen und Gemeinplätze herauszufordern beginnen, wie etwa die (hetero-)normative zeitliche und semantische Ordnung der bürgerlichen Gesellschaft. Was kann es nun bedeuten hier queer-feministische Ansätze auszuprobieren und queere Verwandtschaft und queer-feministische Formen der Zugehörigkeit und Herstellung bzw. der Bedeutungsgenerierung zu analysieren?

Im Kurs werden Texte mit kultur- und machttheoretischem Zuschnitt aus den Feldern der deutsch- und englischsprachigen Forschung zu Familienfotoalben und Albenphänomenen gelesen. Die Auswahl der Schwerpunkttexte ist einer Erforschung des Politischen bzw. von Machtverhältnissen in der Visuellen Kultur geschuldet.

Ziel der Lehrveranstaltung ist es, über das Familienfotoalbum als Teil privater Medienpraxen im Verhältnis zum Politischen in der Visuellen Kultur nachzudenken und eine eigene Perspektive darauf zu entwickeln. Die Studierenden erarbeiten sich dazu gemeinsam ein analytisches Instrumentarium, um unterschiedliche Dimensionen dieser medienkulturwissenschaftlich skizzierten Konstellation selbstständig und in der Gruppe analysieren und diskutieren zu lernen.

Assessment and permitted materials

Zu den Leistungskriterien gehören:
- regelmäßige Anwesenheit
- die Teilnahme beim Workshop am 08. November 2019 (14–20 Uhr)

- 2 Lektürekarten (à 2 Seiten) [20%]
- 1 Essay (4–5 Seiten) + angeleitetes Peer-Feedback für 2 andere Essays + ev. Überarbeitung des eigenen Essays [50%]

Wahl zwischen
- einer mündlichen Kleingruppen-Präsentation (20–25 Minuten) [30%]
- ODER (als Ersatzleistung) dem Verfassen eines Reflexionspapiers zum Workshop (zu zweit oder zu dritt; 2–3 Seiten/Person) [30%]

[Alle Leistungen sind während des Semesters zu erbringen. Die genauen Leistungskriterien richten sich letztlich nach der Größe des Kurses und werden im Detail in der ersten Sitzung besprochen.]

Minimum requirements and assessment criteria

Aktive Mitarbeit, positive Bewertung der Teilleistungen. Die Teilnahme am ersten Termin (Vorbesprechung) ist Voraussetzung für die Teilnahme an der Übung. Die Art der Leistungskontrolle wird in der ersten Sitzung sowie im Laufe der Semesters noch genauer erläutert.

Examination topics

Themenfelder des Seminars, selbstrecherchierte Beispiele.

Reading list

Die Seminartexte werden auf Moodle zur Verfügung gestellt.

Association in the course directory

Last modified: Mo 07.09.2020 15:20