Universität Wien
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170743 UE Color and texture in the intersectional field of tension in the media (2026S)

Continuous assessment of course work

Registration/Deregistration

Note: The time of your registration within the registration period has no effect on the allocation of places (no first come, first served).

Details

max. 30 participants
Language: German

Lecturers

Classes (iCal) - next class is marked with N

  • Monday 02.03. 18:30 - 20:00 Seminarraum 2 2H415 UZA II Rotunde
  • Monday 09.03. 18:30 - 20:00 Seminarraum 2 2H415 UZA II Rotunde
  • Monday 16.03. 18:30 - 20:00 Seminarraum 2 2H415 UZA II Rotunde
  • Monday 23.03. 18:30 - 20:00 Seminarraum 2 2H415 UZA II Rotunde
  • Monday 13.04. 18:30 - 20:00 Seminarraum 2 2H415 UZA II Rotunde
  • Monday 20.04. 18:30 - 20:00 Seminarraum 2 2H415 UZA II Rotunde
  • Monday 27.04. 18:30 - 20:00 Seminarraum 2 2H415 UZA II Rotunde
  • Monday 04.05. 18:30 - 20:00 Seminarraum 2 2H415 UZA II Rotunde
  • Monday 11.05. 18:30 - 20:00 Seminarraum 2 2H415 UZA II Rotunde
  • Monday 18.05. 18:30 - 20:00 Seminarraum 2 2H415 UZA II Rotunde
  • Monday 01.06. 18:30 - 20:00 Seminarraum 2 2H415 UZA II Rotunde
  • Monday 15.06. 18:30 - 20:00 Seminarraum 2 2H415 UZA II Rotunde
  • Monday 22.06. 18:30 - 20:00 Seminarraum 2 2H415 UZA II Rotunde
  • Monday 29.06. 18:30 - 20:00 Seminarraum 2 2H415 UZA II Rotunde

Information

Aims, contents and method of the course

Die Darstellung von Farbe und Textur von Haut, Haaren und anderen Oberflächen in Medien sind oftmals unterschätzte und übersehene Kategorien, die jedoch in ihren starken Unterschieden vieles offenbaren können.
Die Lehrveranstaltung soll in zentrale Texte zur intersektionalen Diskriminierung, Medientheorie und Affekttheorie einführen, vor allem anhand von medialen Beispielen, die sich auszeichnen durch ihre besondere Verwendung von Farbe und Textur. Dazu zählen Filme aus den 1920er, 1930er, 1940er, 1960er und 1990er Jahren. Es werden verschiedenen Farbverfahren besprochen und es wird einen Ausflug in das Weltmuseum Wien geben um eine fotografische Sammlung mit Autochromer Fotografie zu besichtigen. Der Anspruch, Filmfarben und die Textur von (weißer) Haut auf eine bestimmte Weise darzustellen, überschneidet sich mit Orientalismus, Fetischisierung und Sexualisierung. Die technischen Probleme und Absichten in der Darstellung von Hauttextur und Farbe in Film und Video gelten als Beispiel für Diskriminierung von Gender und Race und als Manifestation von Sehgewohnheiten und Identifikation.

Ein weiteres Beispiel dafür ist das historische Phänomen der sogenannten "Leader Lady" (meistens weiße Frauen), die als Testbild für Film und Fotografie dienten und nach wie vor dienen und damit für die Standardisierung von Film und Video galten.

Ziel der Lehrveranstaltung ist es, in diesen frühen filmischen Verfahren und scheinbar neutralen technischen Standardisierungen subtile und unbemerkte Formen zu analysieren und die dahinterliegenden Verfahren als weitere strukturelle Diskriminierung zu verstehen. Es sollen außerdem moderne Anknüpfungspunkte gefunden werden aus anderen Medien als Film, wie beispielsweise in den Game Studies und in Bezug auf die Darstellung von Haaren. Stark strukturierte oder gelockte Haare finden wenig bis keine Repräsentation in Mainstream-Games oder Filmen, was jedoch technisch möglich wäre. Es sollen gemeinsam Texte zu Farbe, intersektionaler Diskriminierung, postkoloniale Studien und Medientheorie analysiert und auf diese und weitere Beispiele angewandt werden.

Bei der Analyse werden sich Fragen zur Instabilität der neutralen technischen Objektivität von audiovisuellen Medien ergeben und die damit einhergehenden Objektivitätsansprüche von Technik allgemein. Das Ziel ist es, Begriffe und Fragestellungen im Bereich intersektionalen Forschens anhand sehr unterschiedlicher Beispiele kennenzulernen und selbstständig erarbeiten zu können. Es soll darum gehen, hegemoniale Machtverhältnisse in diesen speziellen Medienformen zu erschließen und mit theoretischen Texten zu analysieren.

Hinweis zu problematischen Inhalten: Es werden auch rassistische und nationalsozialistische Inhalte kritisch besprochen.

Assessment and permitted materials

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Hinweis der Studienprogrammleitung: Wir möchten faire Bedingungen für alle Studierenden sicherstellen. Im Zuge der Beurteilung kann eine Plagiatssoftware (Turnitin in Moodle) zur Anwendung kommen. Die Verwendung von KI-Tools (z. B. ChatGPT) für die Produktion von Texten ist nur dann gestattet, wenn dies ausdrücklich eingefordert wird. Alle Informationen zu Ihren Rechten und Pflichten finden Sie in der Satzung, https://satzung.univie.ac.at/studienrecht/.

Minimum requirements and assessment criteria

• Abgabe von 2 Lesekarten (20%)
• Referate (maximal 4 Studierende) zu gestellten Beispielen, die mit den Perspektiven und Lektüren der Lehrveranstaltung befragt werden können, alternativ dazu kann ein Test geschrieben werden, der offene Fragen zu besprochenen Themen enthalten wird. (40%)
• Abgabe eines Essays (ca. 7–10 Seiten) zu einem selbst recherchierten Thema. (40 % der Teilleistung)

Für die Übung wird Grundwissen um Filmanalyse vorrausgesetzt. Wissen um die Grundlagen von analoger und digitaler Fotografie ist von Vorteil.

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Hinweis der Studienprogrammleitung: Prüfungsimmanente Lehrveranstaltungen in der Theater-, Film- und Medienwissenschaft sind in der Regel Präsenzveranstaltungen, in denen die aktive Mitarbeit oder die Zusammenarbeit der Studierenden zur Erreichung der Lehr- und Lernziele erforderlich ist und in denen Teilleistungen erbracht werden müssen. Daher gilt eine generelle Anwesenheitspflicht, mit bis zu 3 Fehleinheiten (6 SWS) im wöchentlichen Format bzw. mit bis zu max. 20% Prozent der Gesamtzeit in Blockformaten. Für Fehlstunden können Lehrende eine Ersatzleistung einfordern; weitere Fehlstunden können, gegen eine Kompensationsleistung, angefragt werden, ihre Bewilligung liegt aber im Ermessen der jeweiligen Lehrperson in Hinblick auf die Kursziele und deren didaktische Vermittlung. Die Gleichbehandlung der Studierenden ist zu gewährleisten.
In Übereinstimmung mit §10, Abs. 1 des studienrechtlichen Teils der Satzung sind diese Anwesenheitsregelungen auf u:space jedem Kurs hinzugefügt. Sie können jedoch ersetzt werden durch individuelle Regelungen seitens der jeweiligen Lehrperson, in Hinblick auf die Kursziele und deren didaktische Vermittlung. Diese Regelungen müssen in Ersatz dieser Notiz auf u:space eingetragen werden und gelten verbindlich für den jeweiligen Kurs.

Examination topics

Reading list

Die genaue Literatur wird am Anfang der Lehrveranstaltung noch bekannt gegeben und zur Verfügung gestellt.

Anke Zechner, Die Sinne im Kino. Eine Theorie der Filmwahrnehmung, Frankfurt a. M.: Stroemefeld Verlag 2013.

David Batchelor, Chromophobia, London: Reaktions Books 2000.

Genevieve Yue, Girl Head. Feminism and Film Materaiality, NY: Fordham University Press 2020.

Bell Hooks, Reel to Real. Race, Sex and Class at the Movies, Hoboken: Taylor and Francis 2012.

Manthia Diawara, Black American Cinema, Hoboken: Taylor and Francis 2012.

Laura Mulvey, Visual and Other Pleasures, Basingstoke: Palgrave Macmillan 2009.

Kimberle Crenshaw, Demarginalizing the Intersection of Race and Sex: A Black Feminist Critique of Antidiscrimination Doctrine, Feminist Theory, and Antiracist Politics. 1994.

Association in the course directory

Last modified: Mo 27.07.2026 09:27