Universität Wien

180184 VO-L The philosophical foundations of Civilizational Analysis (2023S)

5.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 18 - Philosophie

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Details

Language: German

Examination dates

Lecturers

Classes (iCal) - next class is marked with N

  • Tuesday 07.03. 18:30 - 20:00 Hörsaal 3F NIG 3.Stock
  • Tuesday 14.03. 18:30 - 20:00 Hörsaal 3F NIG 3.Stock
  • Tuesday 21.03. 18:30 - 20:00 Hörsaal 3F NIG 3.Stock
  • Tuesday 28.03. 18:30 - 20:00 Hörsaal 3F NIG 3.Stock
  • Tuesday 18.04. 18:30 - 20:00 Hörsaal 3F NIG 3.Stock
  • Tuesday 25.04. 18:30 - 20:00 Hörsaal 3F NIG 3.Stock
  • Tuesday 02.05. 18:30 - 20:00 Hörsaal 3F NIG 3.Stock
  • Tuesday 09.05. 18:30 - 20:00 Hörsaal 3F NIG 3.Stock
  • Tuesday 16.05. 18:30 - 20:00 Hörsaal 3F NIG 3.Stock
  • Tuesday 23.05. 18:30 - 20:00 Hörsaal 3F NIG 3.Stock
  • Tuesday 06.06. 18:30 - 20:00 Hörsaal 3F NIG 3.Stock
  • Tuesday 13.06. 18:30 - 20:00 Hörsaal 3F NIG 3.Stock
  • Tuesday 20.06. 18:30 - 20:00 Hörsaal 3F NIG 3.Stock

Information

Aims, contents and method of the course

Der Begriff „Zivilisationsanalyse“, der von Said Amir Arjomand und Edward Tiryakian verwendet wird, soll die Kombination theoretischer und historischer Ansätze für die vergleichende Untersuchung von Zivilisationen hervorheben. Insbesondere liegt der Schwerpunkt auf den konstitutiven Mustern und der langfristigen Dynamik von Zivilisationen - verstanden als makrokulturelle, makrosoziale und makrogeschichtliche Einheiten - sowie auf der Frage ihrer mehr oder weniger aktiven Beteiligung an modernen Transformationen. Laut Johann P. Árnason versucht die Zivilisationsanalyse nicht, alle Ebenen der sozio-historischen Realität unter zivilisatorischen Kategorien zusammenzufassen, sondern wichtige Phänomene, die zuvor von den Geisteswissenschaften vernachlässigt wurden, richtig zu thematisieren. Eine solche Aufgabe beinhaltet die Verknüpfung von ontologischen oder kosmologischen Visionen (Interpretationsrahmen) mit den Hauptbereichen des sozialen Lebens, d. h., den institutionalisierten Formen des sozialen Handelns und der Interaktion. Die beiden Schlüsselkomponenten, die die sozio-historische Sphäre verbinden (Interpretationsrahmen und institutionalisierte Formen sozialen Handelns), beziehen sich hauptsächlich auf die Machtstrukturen, in denen sich spezifische kulturelle Orientierungen widerspiegeln. Während diese zivilisatorische Dimension im Großen und Ganzen implizit oder latent in der Gesellschaft ist, ist sie dennoch eine wichtige Determinante des sozialen Lebens, die berücksichtigt werden muss. Die „Zivilisationsanalyse“ wurde zwar eher als „Subdisziplin“ von Soziologie bzw. der historischen Soziologie etabliert, die Vorlesung wird jedoch versuchen, die philosophischen Wurzeln zu rekonstruieren und Autoren wie z. B. Maurice Merleau-Ponty, Jan Patočka und Cornelius Castoriadis näher zu besprechen.

Assessment and permitted materials

Schriftliche Prüfung am Ende des Semesters. Hilfsmittel sind nicht erlaubt.

Minimum requirements and assessment criteria

60 % aus der Prüfungsleistung

Examination topics

Vorlesungen + Literatur

Reading list

ARJOMAND, S. A. & TIRYAKIAN E.A. (eds.): Rethinking Civilizational Analysis. London: SAGE, 2004.
ARNASON, J. P.: Civilizations in Dispute: Historical Questions and Theoretical Traditions. Leiden: Brill, 2004.
ARNASON, J. P.: The Labyrinth of Modernity: Horizons, Pathways and Mutations. Lanham – Boulder – New York – London: Rowman & Littlefield 2020.
CASTORIADIS, C.: Gesellschaft als imaginäre Institution: Entwurf einer politischen Philosophie. Frankfurt/Main: Suhrkamp, 1990.
DUNAJ, Ľ. - MERTEL, K. - SMITH, J. (eds.): Civilization, Modernity, and Critique. Engaging Johann P. Arnason’s Macro-Social Theory. London: Routledge, 2023
MERLEAU-PONTY, M.: Phänomenologie der Wahrnehmung. Berlin: de Gruyter, 1966/1974.
MERLEAU-PONTY, M: Das Sichtbare und das Unsichtbare. München: Fink, 1994.
PATOČKA, J.: La surcivilisation et son conflit interne. In: Liberté et sacrifice, ed. E. Abrams, Grenoble: J. Millon, 1990, S. 99–177.
WOLF, H. (Hrsg.): Das Imaginäre im Sozialen: Zur Sozialtheorie von Cornelius Castoriadis. Götingen: Wallstein, 2012.

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Last modified: We 26.07.2023 10:27