Universität Wien
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180190 SE Animals and Technology (2026S)

Ethics at the Intersection

5.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 18 - Philosophie
Continuous assessment of course work

Notice from the Director of Studies (SPL) Philosophy:

Submitting texts written entirely or partially by an AI tool (e.g., ChatGPT) as proof of academic performance (e.g., a seminar paper) is only permitted if this has been explicitly approved as a possible working method by the course instructor. Even in such cases, directly or indirectly cited passages must be clearly indicated with proper references.

To verify authorship of a submitted written assignment, the course instructor may require you to complete a graded oral discussion (plausibility check).

Registration/Deregistration

Note: The time of your registration within the registration period has no effect on the allocation of places (no first come, first served).

Details

max. 25 participants
Language: German

Lecturers

Classes (iCal) - next class is marked with N

Blocktermine werden schnellstmöglich nachgereicht

  • Friday 26.06. 09:45 - 13:00 Digital
  • Monday 06.07. 09:45 - 13:00 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
  • Thursday 09.07. 09:45 - 14:45 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
  • Friday 10.07. 09:45 - 13:00 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien
  • Friday 10.07. 13:00 - 14:45 Hörsaal 2G, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/2.Stock, 1010 Wien

Information

Aims, contents and method of the course

Nichtmenschliche Tiere spielen im Kontext menschlich technischen Handelns eine große Rolle. Sie werden instrumentell in verschiedenen technischen Settings (z.B. in der Medizin, in der Landwirtschaft, im Umweltschutz etc.) genutzt. Sie können aber auch z. B. in Züchtungsprojekten selbst Gegenstand technischen Handelns werden. Selten stehen sie aber im Zentrum von Diskussionen, die unseren Umgang mit Technik angehen. Dem möchte das Seminar entgegenwirken und die Rolle, die Tiere im Bereich der Technik spielen, von ganz unterschiedlichen Seiten her beleuchten. Aus vor allem tierethischer, aber auch KI- oder naturschutzethischer Perspektive soll dem Gedanken nachgegangen werden, wie Tiere in der Technik bzw. als (Bestandteil) technische(r) Artefakte oder wissenschaftliche Modelle gesehen werden, wie sie gesehen werden sollten und wie der Umgang mit ihnen gestaltet sein sollte.
Folgende Themen und Fragestellungen, die eine große Bandbreite an technikbezogenen tierethischen Themen (z.B. KI, Gentechnik, technikgestützte Alternativen zu Tierversuchen, konzeptionelle und argumentative Schnittstellen von Tierethik und Maschinen-/Roboter-/KI-Ethik) abdecken sollen, werden diskutiert:
Wie beeinflusst Technik Mensch-Tier-Relationen?
Welche Einsichten kann die Wissenschaftstheorie zur Konzeption von Tieren als „Modelle“ für die biomedizinische Forschung beisteuern?
Kann Technik zur Steigerung von Tierwohl beitragen? (z.B. Genomeditierung oder KI)
Kann Technik zur Reduktion bzw. Ersetzung von Tierversuchen beitragen? (z.B. Organoide, In-silico-Methoden, KI)
Müssen Technologien in Ihrer Anwendung auf Tiere anders bewertet werden als bei Anwendung für Menschen? (z.B. Geoengineering)

Ziel des Seminars ist es einerseits, ethische Herausforderungen und Fragestellungen im Kontext der Technikanwendung auf Tiere zu erkennen, sowie andererseits ein fundiertes Wissen über die grundlegenden Theorien, Begriffen, Konzepte und Denkströmungen der Angewandten Ethik an der Schnittstelle von Tieren und Technik zu erhalten. Zudem sollen die Studierenden in die Lage versetzt werden, selbstständig Argumente für diesen Kontext zu entwickeln.
Neben den klassischen Studierendenvorträgen und ausreichend Zeit für Diskussionen werden hierfür die Methoden der Eigenlektüre, Kleingruppengespräche und Gruppenarbeiten eingesetzt. Eine Rückbindung an aktuelle, tagespolitische Debatten findet dabei ebenso statt wie das Mitdenken einer globalen und intergenerationellen Perspektive der besprochenen Themen.

Assessment and permitted materials

Die Note setzt sich zusammen aus der Mitarbeit während des Seminars und einem handschriftlichen Essay am Ende des Seminars.
Erwartet werden für das erfolgreiche Bestehen zudem die regelmäßige Anwesenheit, eine Präsentation im Team sowie die Ausarbeitung einer asynchronen Aufgabe (beides ohne Note, aber Voraussetzung fürs Bestehen!).

Minimum requirements and assessment criteria

Examination topics

Für das Essay sollten die Seminartexte gelesen werden sowie auf den Diskussionen im Seminar aufgebaut werden.

Reading list

Relevante Literatur (Auswahl):

Bovenkerk, Bernice, Boersma, Keje. 2023. “Of Mammoths and Megalomaniacs.” Environmental Ethics 45 (4):381-402.

Bossert, Leonie N.; Coeckelbergh, Mark (2024): From MilkingBots to RoboDolphins: How AI
changes human-animal relations and enables alienation towards animals. In: Nature – Humanities and Social Science Communications 11, 920

Bossert, Leonie N.; Potthast, Thomas (2024): Genetic engineering, nature conservation, and animal ethics: Why genetically modifying wild sentient animals is not a good option. In: Environmental Ethics, Online first.

Camenzind, Samuel (2024): Biotech Animals in Research – The Animal Rights View. In: Gjerris, M. et al. (Eds.): Biotech Animals in Research, 131-139.

Deininger, Konstantin (2025): Zählen Organoide (nur) um ihrer selbst willen? Eine tierethische und sozialkritische Untersuchung. In Veröffentlichung.

Kasperbauer, T.J. (2017): Should we bring back the Passenger Pigeon? The Ethics of De-Extinction. In: Ethics, Policy & Environment 20 (1).

Singer, P., Tse, Y.F. (2023): AI ethics: the case for including animals. AI Ethics 3, 539–551.

Svoboda, Toby (2012): The Ethics of Geoengineering: Moral Considerability and the Convergence Hypothesis. In: Journal of Applied Philosophy,Vol. 29, 3.


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Last modified: Tu 30.06.2026 13:46