Universität Wien

210054 VO BAK8: Community without sovereignty. Butler, Derrida, Badiou, Foucault a.o. (2026S)

5.00 ECTS (3.00 SWS), SPL 21 - Politikwissenschaft
Th 21.05. 16:45-19:15 Hörsaal II NIG Erdgeschoß

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Details

Language: German

Examination dates

Lecturers

Classes (iCal) - next class is marked with N

Das außergewöhnliche Format einer drei(!)-stündigen Lehrveranstaltung wird dazu genutzt, die in der Vorlesung gemeinsam gelesenen Passagen (close reading - siehe "Methode der LV") sowie die Konsequenzen daraus gemeinsam aufmerksamer kritisch zu besprechen. Es wurde keine Erweiterung der Lektüren gegenüber früheren (zweistündigen) Vorlesungen vorgenommen. Vielmehr stehen der gemeinsame Austausch und das Verständnis vor dem Hintergrund aktueller politischer Herausforderungen im Zentrum. - Zumindest eine längere Pause wird es in jeder Einheit geben. Details werden mit den Teilnehmer*innen vor Ort vereinbart.

  • Thursday 19.03. 16:45 - 19:15 Hörsaal II NIG Erdgeschoß
  • Thursday 26.03. 16:45 - 19:15 Hörsaal II NIG Erdgeschoß
  • Thursday 16.04. 16:45 - 19:15 Hörsaal II NIG Erdgeschoß
  • Thursday 23.04. 16:45 - 19:15 Hörsaal II NIG Erdgeschoß
  • Thursday 30.04. 16:45 - 19:15 Hörsaal II NIG Erdgeschoß
  • Thursday 07.05. 16:45 - 19:15 Hörsaal II NIG Erdgeschoß
  • Thursday 28.05. 16:45 - 19:15 Hörsaal II NIG Erdgeschoß
  • Thursday 11.06. 16:45 - 19:15 Hörsaal II NIG Erdgeschoß
  • Thursday 18.06. 16:45 - 19:15 Hörsaal II NIG Erdgeschoß
  • Thursday 25.06. 16:45 - 19:15 Hörsaal II NIG Erdgeschoß

Information

Aims, contents and method of the course

Vollständiger Titel dieser BAK 8-VO (Politische Ideengeschichte und Theorie):
»Gemeinschaft-ohne-Souveränität«.
Zukunft schon jetzt bei Butler, Derrida, Foucault, Badiou u.a.

In der Vorlesung wird anhand konkreter Textlektüren (close reading) aufgezeigt, wie in den letzten Jahrzehnten in unterschiedlichen Zugängen zur Politischen Theorie Entwürfe eines Denkens „ohne Souveränität“ erkennbar sind, die einen neuen Zugang zum Verständnis und zur Praxis gesellschaftlicher Bindungen und politischen Handelns eröffnen.
Dabei wird deutlich, dass sich diese Ansätze zum einen nicht als „Neuansätze“, sondern vielmehr als eine „Relecture“ der abendländischen Geistesgeschichte verstehen und dabei zum anderen geschichtliche und gesellschaftliche Brüche sehr ernst nehmen. Nicht „harmonische“ oder „identitäre“ Lösungen und Modelle tauchen auf, sondern das Ernstnehmen des Ereignishaften, des „Anderen“ (Alterität), des Performativen und von Leerstellen, die ein auf Zukunft gerichtetes politisches Handeln berücksichtigen muss. Das Konzept identifizierbarer Souveränität wird damit radikal in Frage gestellt. Zugleich liegt der Fokus aber auf der Praxis, insbesondere der Fundierung politischer Institutionen. Es werden Kriterien benannt, auf welche Weise die Relevanz einer „Zukunft schon jetzt“ politische Institutionen auch ohne Rückgriff auf Souveränität begründen kann. Die Herausarbeitung dieses Aspekts wird im Zentrum der Vorlesung stehen.
Da die zugrundliegenden Texte und Autor*innen als notorisch „schwer verständlich“ gelten, werden in der Vorlesung dazu erläuternde Exkurse vorgetragen, die die Argumentationen angesichts aktueller Herausforderungen verorten und zu verdeutlichen suchen. Dabei wird erkennen woher dieser Eindruck von Schwierigkeit entsteht. Um damit umzugehen wird gerade auf die Verständlichkeit und Nachvollziehbarkeit der Beobachtungen und Konsequenzen aus den behandelten Texten beim gemeinsamen Close Reading in der Vorlesung wert gelegt.

Ziel der Vorlesung ist es, in der kritischen Auseinandersetzung mit den vorgestellten Ansätzen - insbesondere von Derrida, Levinas, Badiou, Agamben und Foucault - Schritt für Schritt herauszuarbeiten, inwiefern ein politisches Denken „ohne Souveränität“ zugleich die Dichotomien von Innen und Außen, von Inklusion und Exklusion nicht nur wirksam infragezustellen, sondern - so die These dieser Vorlesung - für eine gegenwärtige Grundlegung des Politischen auch Alternativen aufzuzeigen vermag.

Die „Methode“ der Vorlesung lässt sich als ein Close-Reading vorliegender Texte bzw. zusammenhängender Textpassagen beschreiben, die online auf Moodle zur Verfügung gestellt und in der VO an die Wand projiziert, besprochen und diskutiert werden.
Das außergewöhnliche Format einer drei(!)-stündigen Lehrveranstaltung wird dazu genutzt, die gelesenen Passagen und die Konsequenzen daraus gemeinsam aufmerksamer kritisch zu besprechen. Der gemeinsame Austausch und das Verständnis vor dem Hintergrund aktueller politischer Herausforderungen stehen dabei im Zentrum.

Assessment and permitted materials

Die Vorlesung wird mit einer mündlichen Einzelprüfung abgeschlossen, in der einige der behandelten Texte bzw. Textpassagen vorgelegt und auf in der Vorlesung behandelte Themen und Konsequenzen hin befragt werden. Für das Prüfungsgespräch werden diese Textpassagen zur Verfügung gestellt.

Die Anmeldung zur Prüfung erfolgt in 2 Schritten:
1. Schritt: ONLINE-Anmeldung im Uni-System für einen Prüfungstermin (Tag).
2. Schritt: Für den INDIVIDUELLEN ZEITSLOT (Uhrzeit) Ihres mündlichen Prüfungstermins können Sie sich auf der Moodle-Seite der Vorlesung eintragen (ca. 4 Wochen vor dem Termin).

Minimum requirements and assessment criteria

Siehe dazu zunächst die Rubriken "Art der Leistungskontrolle" sowie "Prüfungsstoff".)
In der mündlichen Prüfung werden von dem/der Kandidat*in aus (auf Karten) vorbereiteten Fragen die konkreten Prüfungsfragen "gezogen". Die Fragen beziehen sich auf einzelne Textpassagen auf den Materialblättern, die in der Vorlesung besprochen wurden. (Diese Texte werden bei der Prüfung zur Verfügung gestellt.) Ziel ist es, im Ausgang von der jeweiligen Textpassage, den Zusammenhang mit der Gesamtthematik der Vorlesung darzustellen und zu erläutern - wobei auch kritische Blickwinkel ausdrücklich erwünscht sind, wenn diese entsprechend argumentiert werden.

Examination topics

Prüfungsstoff sind die in der Vorlesung behandelten Texte und Kontexte. - Bitte beachten Sie: Die Anwesenheit in der Vorlesung ist zwar keine Prüfungsbedingung, die besprochenen Inhalte werden aber durch keine (!) Sekundärliteratur abgedeckt und es gibt bislang auch keine Ersatzliteratur, die die Thematik bei den besprochenen Autor*innen behandelt. Falls Sie die Vorlesungseinheiten nicht besuchen können, empfehle ich Ihnen – über das Selbststudium der zur Verfügung gestellten Texte hinaus – sich auch über die Inhalte der Vorlesungseinheiten (z.B. durch Mitschriften) im Kontakt mit den Kolleg*innen zu informieren.

Reading list

Für die einzelnen VO-Einheiten werden alle Texte bzw. Textauszüge den Teilnehmer*innen vorab online (via Moodle) zur Verfügung gestellt.

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Last modified: We 25.02.2026 14:47