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230028 VO Health and Health Promotion in Organisational Settings (2019W)

4.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 23 - Soziologie

Die Lehrveranstaltung kann für jede Forschungsspezialisierung des Masterstudiums Soziologie herangezogen werden, sofern dies inhaltlich zu Ihrem Masterarbeitsvorhaben passt bzw. mit dem Betreuer oder der Betreuerin abgesprochen wurde.

Registration/Deregistration

Details

Language: German

Examination dates

Lecturers

Classes (iCal) - next class is marked with N

Wednesday 02.10. 14:45 - 16:15 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 2, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Wednesday 09.10. 14:45 - 16:15 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 2, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Wednesday 16.10. 14:45 - 16:15 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 2, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Wednesday 30.10. 14:45 - 16:15 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 2, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Wednesday 06.11. 14:45 - 16:15 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 2, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Wednesday 13.11. 14:45 - 16:15 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 2, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Wednesday 20.11. 14:45 - 16:15 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 2, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Wednesday 04.12. 14:45 - 16:15 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 2, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Wednesday 11.12. 14:45 - 16:15 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 2, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Wednesday 08.01. 14:45 - 16:15 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 2, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Wednesday 15.01. 14:45 - 16:15 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 2, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
Wednesday 22.01. 14:45 - 16:15 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 2, Rooseveltplatz 2, 1.Stock

Information

Aims, contents and method of the course

Wir leben in einer "Gesellschaft von Organisationen". Organisationen haben in praktisch allen Lebensbereichen eine wesentliche Bedeutung für das Leben der Gesellschaftsmitglieder: Immer mehr gesellschaftlich relevante Kommunikation findet in Form von Organisationssystemen statt. Gleichzeitig lässt sich die Gegenwartsgesellschaft auch als "Gesundheitsgesellschaft" beschreiben, in der immer intensiver über Gesundheit und Krankheit kommuniziert wird, und wir auch einen immer größeren Teil unseres Bruttoinlandsprodukts in die Therapie von Krankheit und den Schutz und die Steigerung von Gesundheit investieren.
Die These der steigenden Aufmerksamkeit für Gesundheit lässt sich gut für die Makro-Ebene plausibilisieren, zum Beispiel für Nationalstaaten – viel wird in Gesundheit investiert. Krankenbehandlungssysteme sind zentrale Element der Wohlfahrtsstaaten, Gesundheitsschutz ein Bereich mit vielen Regelungen und Überwachung. Auch auf der Mikro-Ebene der Individuen gibt es viel Evidenz einer steigenden Relevanz von Gesundheit. Aber wie ist das auf der Meso-Ebene der Organisationen? Gibt es auch dort mehr Aufmerksamkeit für gesundheitliche Auswirkungen des organisatorischen Alltags und den gesundheitlichen Impact von Managemententscheidungen? für, Zentral ist sicher der Zusammenhang von Arbeit und Gesundheit der MitarbeiterInnen, aber in vielen von Dienstleistungsorganisationen wie Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Schulen, Universitäten etc..stellt sich die Frage nach dem gesundheitlichen Impact z.B. auf die KlientInnen.
Die Einsicht in die Bedeutsamkeit der Meso-Ebene für die Gesundheit hat schon früh zu systematischen Interventionen geführt: Gesundheitsschutz, Krankheits- und Unfallprävention vor allem am Arbeitsplatz wurden schon im 19. Jahrhundert eingeführt und seither systematisch weiterentwickelt. Seit den 1980er Jahren hat sich mit „Gesundheitsförderung“ ein neuer Typ von gesundheitsbezogenen Interventionen herausgebildet – unter federführender Beteiligung von SozialwissenschaftlerInnen. Gesundheitsförderung zielt vor allem auf eine Verbesserung von Gesundheit durch Gestaltung des sozialen Rahmens, in dem die Menschen leben, auf die Beeinflussung von sozialen Determinanten. Ein zentraler strategischer Ansatzpunkt ist die Gestaltung konkreter Lebenswelten (Setting-Ansatz der Gesundheitsförderung).
Im Rahmen der Lehrveranstaltung werden die Grundlagen und Ergebnisse der Analyse der gesundheitsbezogenen Einflüsse von organisationalen Settings dargestellt. Im zweiten Schritt werden wissenschaftliche Grundlagen für Setting-bezogene Gesundheitsförderung und Forschungsergebnissen und Erfahrungen mit konkreten Modellen zur Diskussion gestellt.Die Lehrveranstaltungsleitung verfügt über langjährige Forschungs-, Entwicklungs- und Evaluationserfahrung in diesem Bereich.
Die zentralen Methoden sind Vortrag, mit Unterbrechungen und Vertiefungen durch Diskussionen mit dem Auditorium. Unterstützt werden Lernprozesse durch einige grundlegende Texte und eine breitere bzw. vertiefende Literaturliste.
Weiters werden Studierende, die in der Gesundheits- und Medizinsoziologie (insbesondere mit Konnex zum Vorlesungsthema, aber auch darüber hinaus) Masterarbeiten planen oder durchführen, eingeladen, Ihre Forschungsprojekte bzw. deren Zwischenergebnisse zu präsentieren und zur Diskussion zu stellen. Interessen in diese Richtung sollten in den ersten beiden Terminen der LV deponiert werden, um eine genauere Planung zu ermöglichen.

Assessment and permitted materials

Schriftliche Abschlussprüfung; 5 Fragen werden gestellt, 3 sind auszuwählen und in Form eines offenen Textes zu beantworten (Kurz-Essay)
Für Studierende, die durch Projektpräsentationen einen aktiven Beitrag zum Programm leisten, können alternative bzw. komplementäre Leistungskontrollen vereinbart werden.

Minimum requirements and assessment criteria

• Grundkenntnisse wissenschaftlicher Konzepte und Analysen des Einflusses von Organisationen auf Gesundheit (spezifische Determinanten, Prozesse); ;
• Vertiefte Kenntnisse soziologischer Erkenntnisse zum Einfluss von Arbeit auf Gesundheit und zum Impact organisierter Lebenswelten auf vulnerable Gruppen wie Kinder, Krankenhauspatienten, BewohnerInnen von Altenbetreuungseinrichtungen u.ä.m.
• Grundverständnis von Gesundheitsförderung als Interventionsstrategie; insbesondere des Setting-Ansatzes der Gesundheitsförderung;
• Kenntnisse von Forschungergebnissen zum Setting Ansatz in Betrieben, Krankenhäusern, Altenbetreuungseinrichtungen, Schulen etc.)
• Erwartet wird ein dem Master-Niveau entsprechendes Grundverständnis von Soziologie und soziologischer Forschung.

Hinweis der SPL: Eine erschlichene Leistung (Schummeln) wird auf dem Sammelzeugnis als solche ausgewiesen und zählt als Prüfungsantritt.
Im Zuge der Beurteilung kann eine Plagiatssoftware (Turnitin in Moodle) zur Anwendung kommen: Details werden von den Lehrenden in der Lehrveranstaltung bekanntgeben.

Examination topics

• Powerpoint - Präsentationen der Vorträge (auf Moodle verfügbar gemacht)
• Inhalt von 4 Grundlagentexten

Reading list

Grundlagentexte zu Organisation, Gesundheit und Arbeit, Gesundheitsförderung
Dragano, N. 2016: Gesundheit und Arbeit. In: Richter, M. & Hurrelmann, K. (Ed.): Soziologie von Gesundheit und Krankheit. Wiesbaden: Springer Fachmedien Wiesbaden: 167-182.
Krajic, K., Dietscher, C., Pelikan, J., 2017. Gesundheitsförderung und Krankheitsprävention - soziologisch beobachtet, in: Jungbauer-Gans, M., Kriwy, P. (Eds.), Handbuch Gesundheitssoziologie. Springer Fachmedien Wiesbaden, Wiesbaden, pp. 1–31. doi:10.1007/978-3-658-06477-8_10-1
Kühl, Stefan (2011): Organisationen. Eine sehr kurze Einführung. VS Verlag Wiesbaden
Pelikan, Jürgen M. (2011). Zur Entwicklung eines gesundheitsfördernden Settings. In W.Dür & R. Felder-Puig (Eds.), Lehrbuch Schulische Gesundheitsförderung (pp. 63-72). Bern: Hans Huber.

Vertiefende Literatur
Badura et al. (Ed.): Betriebliche Gesundheitspolitik. Berlin Heidelberg: Springer-Verlag.
Dietscher, C., Krajic, K. Pelikan, J.: Gesundheitsfördernde Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen. Konzept und Praxis in Österreich 2008 Bundesministerium für Gesundheit, Jugend und Familie. Wien 2008
Newton J, Dooris M, Wills J (2016): Healthy universities: an example of a whole-system health-promoting setting. Global Health Promotion 2016 Mar;23(1 Suppl):57-65.
Grossmann Ralph, Scala Klaus (2011) Gesundheit durch Projekte fördern: Ein Konzept zur Gesundheitsförderung durch Organisationsentwicklung und Projektmanagement, Juventa; 5. Auflage. (1.Auflage 1994)
Kickbusch, I., Hartung, S. (2014): Die Gesundheitsgesellschaft. Konzepte für eine gesundheitsförderliche Politik. 2. Überarbeitete Auflage, Bern, Verlag Hans Huber
Krajic, K, Cichocki,M & Quehenberger, V.: Health-promoting residential aged care: a pilot project in Austria. Health Promotion International (2015) 30 (3): 769-781
W.Dür & R. Felder-Puig (Eds.), Lehrbuch Schulische Gesundheitsförderung (pp. 63-72). Bern: Hans Huber.
Pelikan, J.M., Krajic, K., & Dietscher, C. 2003. The health promoting hospital (HPH): concept and development. Patient Education and Counseling, 45, (4) 239-243
Pelikan, Jürgen M. (2007): "Gesundheitsförderung durch Organisationsentwicklung. Ein systemtheoretischer Lösungszugang.", in: Prävention und Gesundheitsförderung, 2007(2), pp. 74-81.;
Pelikan, J. M., Dietscher, C., Krajic, K., & Nowak, P. 2005, "18 Core Strategies for Health Promoting Hospitals (HPH)," In Health Promotion in Hospitals: Evidence and Quality Management, O. Groene & M. Garcia-Barbero, eds., World Health Organization, pp. 46-63.

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Last modified: Mo 16.09.2019 08:08