Universität Wien
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230134 UE M5 Evaluating, Classifying and Comparing. Sociological perspectives on ordering practices (2025W)

Sociological Specialisation (Exercise)

5.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 23 - Soziologie
Continuous assessment of course work

Registration/Deregistration

Note: The time of your registration within the registration period has no effect on the allocation of places (no first come, first served).

Details

max. 20 participants
Language: German

Lecturers

Classes (iCal) - next class is marked with N

Die Einheit am 02.10.2025 wird als Vorbesprechung digital abgehalten, es gilt auch hier Anwesenheitspflicht.

  • Thursday 02.10. 13:15 - 14:45 Digital
  • Thursday 09.10. 11:30 - 19:00 Seminarraum 9, Kolingasse 14-16, OG01
  • Friday 10.10. 13:15 - 21:00 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock
  • Saturday 11.10. 11:30 - 19:00 Inst. f. Soziologie, Seminarraum 3, Rooseveltplatz 2, 1.Stock

Information

Aims, contents and method of the course

Die Soziologie interessiert sich seit ihren Anfängen für Phänomene sozialer Ordnung. Sie nimmt diese in unterschiedlicher Weise in den Blick. Im Rahmen dieses Seminars werden wir Ordnung als praktische Herausforderung und Leistung sozialer Akteure diskutieren. Zu diesem Zweck konzentrieren wir uns auf vier eng miteinander verknüpfte und weit verbreitete Phänomene und die aktuelle soziologische Forschung hierzu. Dies sind: (1) Bewertungen, (2) Klassifikationen, (3) Quantifizierungen und (4) Vergleiche. Diese vier Modi des Ordnens sind empirisch eng miteinander gekoppelt. Deshalb lassen sich Phänomene wie die Benotung von Schüler*innen, Hochschulrankings oder Wettbewerbe im Leistungssport nicht auf einen dieser Modi reduzieren. So setzen beispielsweise Vergleiche die Einteilung in Kategorien voraus, informieren aber auch deren Verfeinerung.
In Auseinandersetzung mit aktueller soziologischer Literatur versuchen wir gemeinsam den Verknüpfungen zwischen den vielfältigen Ordnungspraktiken nachzugehen und auf diese Weise die Basis für ein tieferes Verständnis dieser alltäglichen und wirkmächtigen Phänomene zu schaffen. Diese gemeinsam erarbeitete analytische Toolbox soll an zugänglichen empirischen Beispielen erprobt werden.

Assessment and permitted materials

Aktive Mitarbeit, Dokumentation von Gruppenarbeiten und Recherchen, schriftliche Ausarbeitung

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Hinweis der SPL Soziologie:
Für Studierende besteht kein grundsätzliches Recht auf einen festgelegten Anteil erlaubter Abwesenheit in prüfungsimmanenten Lehrveranstaltungen, unabhängig von den Gründen.
Eine Regelung über das Ausmaß der Anwesenheitspflicht darf von den Leiter*innen der prüfungsimmanenten Lehrveranstaltung festgelegt werden.
Alle Studierenden, die einen Lehrveranstaltungsplatz erhalten haben, sind zu beurteilen, sofern sie sich nicht zeitgerecht abgemeldet haben oder unverzüglich nach Wegfall des Hindernisses einen wichtigen Grund für die Nichtdurchführung der Abmeldung glaubhaft machen.
Bei Vorliegen eines solchen Grundes (zB eine längere Erkrankung) kann d* Studierende auch nach Ablauf der Frist von der LV abgemeldet werden.
Über das Vorliegen eines wichtigen Grundes entscheidet die Lehrveranstaltungsleitung. Der Antrag auf Abmeldung ist unverzüglich zu stellen.
Alle Teilleistungen müssen erbracht werden.
Im Zuge der Beurteilung kann eine Plagiatssoftware (Turnitin in Moodle) zur Anwendung kommen.
Die Verwendung von KI-Tools (z. B. ChatGPT) für die Produktion von Texten ist nur dann erlaubt, wenn dies von der Lehrveranstaltungsleitung ausdrücklich gefordert wird (z. B. für einzelne Arbeitsaufgaben).
Zur Sicherung der guten wissenschaftlichen Praxis kann die Lehrveranstaltungsleitung eine mündliche Reflexion ("Notenrelevantes Gespräch") der abgegebenen Seminararbeit vorsehen, die erfolgreich zu absolvieren ist.
Wurde eine Teilleistung erschlichen, d.h. etwa bei einer Prüfung oder einem Test geschummelt, bei einer schriftlichen Arbeit plagiiert oder auch Unterschriften auf Anwesenheitslisten gefälscht, wird die gesamte Lehrveranstaltung als "nicht beurteilt" gewertet und entsprechend erfasst.
Dies uns weitere Bestimmungen finden sie im studienrechtlichen Satzungsteil: https://satzung.univie.ac.at/studienrecht/.
Wenn Sie eine prüfungsimmanente Lehrveranstaltung bereits dreimal negativ absolviert haben und sich für einen vierten Antritt anmelden wollen, kontaktieren Sie bitte die StudienServiceStelle Soziologie während der Anmeldephase (vgl: Zusatzinformation "Dritte Wiederholung bei prüfungsimmanenten Lehrveranstaltungen" https://soziologie.univie.ac.at/info/pruefungen/#c56313)

Minimum requirements and assessment criteria

Mindestanforderung für die positive Beurteilung ist die aktive Beteiligung an den Sitzungen sowie die Erbringung folgender Teilleistungen:
a) Mitarbeit und Beteiligung an den Diskussionen (30%)
b) Mitarbeit und Beteiligung an themenspezifischen Gruppenarbeiten (15%)
c) Themenspezifische Recherchen (15%)
d) Ausarbeitung eines fiktiven Forschungsantrages (40%)
Mindestanforderung für die positive Beurteilung ist die Erfüllung aller Teilleistungen gemäß den Vorgaben.

Examination topics

Reading list

Bennani, H.,/Müller, M. (2021): "Who are we and how many?" Zur statistischen Konstruktion globaler Personenkategorien. Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 73 (Suppl. 1): 223252.
Berli, O. (2024). What is good music? Distinction and valuation in music worlds. In Krüger, A. K./Peetz, T./Schäfer, H. (Hrsg.), The Routledge International Handbook of Valuation and Society. London/New York, S. 187-196.
Berli, O. (2023). Germany’s next top novel. Eine Soziologie literarischer Bewertung am Beispiel von Literaturpreisen. In Magerski, C./Steuerwald, C. (Hrsg.), Aktuelle Perspektiven der Literatursoziologie. Wiesbaden, S. 107-128.
Bowker, G.C./Star, S.L. (2000): Sorting Things Out: Classification and its Consequences. Cambridge MA: MIT Press.
Brankovic, J./Ringel, L./Werron, T. (2018): How Rankings Produce Competition: The Case of Global University Rankings. Zeitschrift für Soziologie 47(4): 270-288.
Espeland, W. N./Sauder, M. (2007): Rankings and reactivity: How public measures recreate social worlds. American Journal of Sociology 113(1): 1-40.
Guetzkow, J./Lamont, M./Mallard, G. (2004). What is Originality in the Humanities and the Social Sciences? American Sociological Review 69(2): 190-212.
Hamann, J. (2016). Let us salute one of our kind. How academic obituaries consecrate research biographies. Poetics 56: 1-14.
Heintz, B. (2010). Numerische Differenz. Überlegungen zu einer Soziologie des (quantitativen) Vergleichs. Zeitschrift für Soziologie 39: 162-181.
Heintz, B. (2016): "Wir leben im Zeitalter der Vergleichung." Perspektiven einer Soziologie des Vergleichs. Zeitschrift für Soziologie 45(5): 305-323.
Heintz, B. (2024): Tiere als "lebende Artefakte". Die Erfindung des Rassehundes als kulturelle Kategorie und als materielles Objekt. Zeitschrift für Soziologie 53(3): 223-242.
Heuts, F., & Mol, A. (2013). What is a good tomato? A case of valuing in practice. Valuation Studies 1(2): 125-146.
Hirschauer, S. (2014). Un/doing Differences. Die Kontingenz sozialer Zugehörigkeiten. Zeitschrift für Soziologie 43(3): 170-191.
Hirschauer, S. (2015). How Editors Decide. Oral Communication in Journal Peer Review. Human Studies 38: 37-55.
Hirschauer, S. (2021): Menschen unterscheiden. Grundlinien einer Theorie der Humandifferenzierung. Zeitschrift für Soziologie 50(3-4): 155-174.
Kalthoff, H. (2000): "Wunderbar, richtig" Zur Praxis mündlichen Bewertens im Unterricht. Zeitschrift für Erziehungswissenschaft 3/2000: 429-446.
Kjellberg, H./Mallard, A. (2013): Valuation Studies? Our Collective Two Cents. Valuation Studies 1(1): 1130. https://doi.org/10.3384/vs.2001-5992.131111
Krüger, A.K., Reinhart, M. (2016): Wert, Werte und (Be)Wertungen. Eine erste begriffs- und prozesstheoretische Sondierung der aktuellen Soziologie der Bewertung. Berliner Journal für Soziologie 26: 485-500.
Lamont, M. (2012): Toward a comparative sociology of valuation and evaluation. Annual Review of Sociology 38: 201-221.
Mennicken, A./Espeland, W. N. (2019): What's new with numbers? Sociological approaches to the study of quantification. Annual Review of Sociology 45(1): 223-245.
Unternährer, M. (2021): Die Ordnung der Empfehlung. Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 73 (Suppl. 1): 397-423.
Wagner, G./Guse, J. S./Hasenbruch, M. (2023): "Eigentlich war es immer sonnenklar." Zur Invisibilisierung von formaler Organisation in Bewertungspraktiken. Berliner Journal für Soziologie 33(1): 69-97.

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Last modified: Fr 22.08.2025 11:06