Universität Wien
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233001 UK Wissenschaft, Öffentlichkeit, Demokratie (2025W)

5.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 23 - Soziologie
Continuous assessment of course work

Registration/Deregistration

Note: The time of your registration within the registration period has no effect on the allocation of places (no first come, first served).

Details

max. 40 participants
Language: German

Lecturers

Classes (iCal) - next class is marked with N

  • Wednesday 01.10. 13:15 - 14:45 Seminarraum 17, Kolingasse 14-16, OG02
  • Wednesday 08.10. 13:15 - 14:45 Seminarraum 17, Kolingasse 14-16, OG02
  • Wednesday 15.10. 13:15 - 14:45 Seminarraum 17, Kolingasse 14-16, OG02
  • Wednesday 22.10. 13:15 - 14:45 Seminarraum 17, Kolingasse 14-16, OG02
  • Wednesday 29.10. 13:15 - 14:45 Seminarraum 17, Kolingasse 14-16, OG02
  • Wednesday 05.11. 13:15 - 14:45 Seminarraum 17, Kolingasse 14-16, OG02
  • Wednesday 12.11. 13:15 - 14:45 Seminarraum 17, Kolingasse 14-16, OG02
  • Wednesday 19.11. 13:15 - 14:45 Seminarraum 17, Kolingasse 14-16, OG02
  • Wednesday 26.11. 13:15 - 14:45 Seminarraum 17, Kolingasse 14-16, OG02
  • Wednesday 03.12. 13:15 - 14:45 Seminarraum 17, Kolingasse 14-16, OG02
  • Wednesday 10.12. 13:15 - 14:45 Seminarraum 17, Kolingasse 14-16, OG02
  • Wednesday 17.12. 13:15 - 14:45 Seminarraum 17, Kolingasse 14-16, OG02
  • Wednesday 07.01. 13:15 - 14:45 Seminarraum 17, Kolingasse 14-16, OG02
  • Wednesday 14.01. 13:15 - 14:45 Seminarraum 17, Kolingasse 14-16, OG02
  • Wednesday 21.01. 13:15 - 14:45 Seminarraum 17, Kolingasse 14-16, OG02

Information

Aims, contents and method of the course

Eine der zentralen Einsichten der Wissenschafts- und Technikforschung ist, dass Wissenschaft und Gesellschaft eng miteinander verwoben sind. Die Wissenschaft ist gerade kein von der Gesellschaft unabhängiger Bereich, in dem neutrales, objektives und universell gültiges Wissen entsprechend einer besonderen wissenschaftlichen Methode produziert wird. Einerseits ist wissenschaftliche Expertise in den so genannten “Wissensgesellschaften” vielfältig gefragt. Sie soll die Grundlage für Technologien sein, die unseren Alltag prägen und von denen wir uns Innovation und Fortschritt erhoffen. Zudem wird sie in komplexer werdenden Gesellschaften zunehmend zur Entwicklung und Begründung politischer Entscheidungen genutzt. Andererseits bilden gesellschaftliche Entwicklungen den Rahmen, innerhalb dessen wissenschaftliches Wissen produziert werden kann. Die Wissenschaft ist abhängig von Finanzierung durch staatliche oder private Mittel. Die Wissenschaftler:innen sowie das wissenschaftliche Wissen, das sie produzieren, sind von Normen und Werten, kulturellen Mustern und Prioritäten geprägt. Mit anderen Worten: Wissenschaft und Gesellschaft befinden sich immer in einem in zwei Richtungen verlaufenden Dialog.

Die gegenwärtigen Krisen, denen wir uns ausgesetzt sehen, illustrieren, dass dieser Dialog von Spannungen gezogen ist. Während der Covid-19-Pandemie, angesichts der Klimakrise und anderer gegenwärtiger Phänomene rückten und rücken die vielfältigen Verbindungen zwischen Wissenschaft und Gesellschaft in den Fokus; gleichzeitig wachsen Wissenschaftsskepsis (oder gar -ablehnung), es kommt zu öffentlichen Kontroversen und Interessenskonflikten. Die Debatten drehen sich um die gesellschaftlichen Auswirkungen von Wissenschaft und die Verantwortung dafür (etwa im Fall von Desastern), der Glaubwürdigkeit von Wissenschaftler:innen und der Wissenschaft, die Wissenschaftsfreiheit, der zukünftigen Finanzierung von Forschung oder der Partizipation an und der Demokratisierung von Wissenschaft.

Die Lehrveranstaltung verfolgt das Ziel, dieses spannungsgeladene Verhältnis von Wissenschaft und Gesellschaft in verschiedenen Aspekten kritisch nachzuzeichnen und sichtbar zu machen. Dabei werden uns insbesondere die mannigfaltigen Verwicklungen von Wissenschaft und Politik, die Verhältnisse zwischen Wissenschaft und verschiedenen Öffentlichkeiten, die Kommunikation wissenschaftlichen Wissens sowie vorherrschende Bilder der Wissenschaft in der Gesellschaft und die Forderung nach mehr Partizipation in der Produktion wissenschaftlichen Wissens beschäftigen. Diesen Aspekten des Aufeinandertreffens von Wissenschaft, Öffentlichkeit und Demokratie gehen wir anhand (1) der Lektüre und gemeinsame Diskussion einschlägiger Texte aus der Wissenschafts- und Technikforschung (Science and Technology Studies, STS), (2) Inputs durch die Lehrveranstaltungsleitung und (3) die Präsentation (aktueller) Fallbeispiele des Aufeinandertreffens von Wissenschaft und Gesellschaft durch die Studierenden.

Bitte beachten Sie: Die Unterrichtssprache ist Deutsch, jedoch handelt es sich bei den zu lesenden Pflichttexten, die die Grundlage für die gemeinsamen Diskussionen bilden, größtenteils um englischsprachige Texte.

Assessment and permitted materials

Voraussetzungen für die positive Beurteilung sind die vollständige Erfüllung aller Teilbereiche der u.s. Aufgaben:
• Teilaufgabe A: Anwesenheit und aktive Beteiligung an den Diskussionen und Übungen, sowie die Lektüre der Pflichtliteratur für die jeweilige Sitzung
• Teilaufgabe B: Anfertigen von vier Reading Responses (500-1500 Wörter) und Übernahme einer Expert:innenrolle in den Gruppendiskussionen
• Teilaufgabe C: Recherche und Präsentation eines eigenen Falls des Aufeinandertreffens von Gesellschaft/Öffentlichkeiten und Wissenschaft
• Teilaufgabe D: Verfassen einer Abschlussarbeit (2500-3500 Wörter) zu einem Fallbeispiel des Aufeinandertreffens von Wissenschaft und Gesellschaft anhand der im Seminar vorgestellten Konzepte

Minimum requirements and assessment criteria

Zusammensetzung der Gesamtnote:
Die Benotung der Lehrveranstaltung erfolgt durch die Bewertung der jeweiligen Aufgaben auf einer Notenskala von 1-5. Feedback ist auf Nachfrage erhältlich. Die Gesamtnote setzt sich wie folgt zusammen:

- Teilaufgabe A: Anwesenheit und Mitarbeit (15 Punkte)
- Teilaufgabe B: Reading Responses und Expert:innenrolle (25 Punkte)
- Teilaufgabe C: Erarbeitung, Präsentation und Diskussion eines eigenen Fallbeispiels (30 Punkte)
- Teilaufgabe D: Abschlussarbeit (30 Punkte)

Jede Teilleistung wird eigenständig bewertet. Anwesenheit, Pünktlichkeit in der Abgabe von Leistungen und die Einhaltung akademischer Standards werden vorausgesetzt, können sich aber im Fall der Nicht-Einhaltung negativ auf die Gesamtnote auswirken.

Für eine positive Benotung sind die Erbringung aller Teilleistungen und ein gewichteter Durchschnitt von mindestens 4,5 erforderlich.

Wichtige Informationen zur Beurteilung:
Die Erbringung aller Teilleistungen ist verpflichtend und die Voraussetzung für eine positive Beurteilung. Falls dem Nichterbringen der Leistung kein wichtiger und unvorhersehbarer Grund auf Seiten des:der Studierenden zu Grunde liegt, wird die LV negativ beurteilt. Bei Vorliegen eines solchen Grundes (etwa einer längeren Erkrankung, beruflichen oder Care-Verpflichtungen) kann der:die Studierende auch nach Ablauf der Abmeldefrist von der LV abgemeldet werden. Über das Vorliegen eines wichtigen Grundes entscheidet die Lehrveranstaltungsleitung. Der Antrag auf Abmeldung ist unverzüglich nach Eintreten des Grundes zu stellen.

Dieser Kurs verwendet die Plagiatsprüfungs-Software Turnitin für größere Abgaben. Wurde eine Teilleistung erschlichen, d.h. bei einer schriftlichen Arbeit plagiiert, wird die gesamte Lehrveranstaltung als ‘nicht beurteilt’ gewertet und mit dem Vermerk ‘geschummelt/erschlichen’ in das Notenerfassungssystem eingetragen.

Anwesenheit:
Bitte beachten Sie: Wenn Sie die erste Sitzung des Kurses unentschuldigt versäumen, werden Sie automatisch vom Kurs abgemeldet.

Es herrscht Anwesenheitspflicht. Es dürfen höchstens 3 Einheiten (4,5 h) versäumt werden. Darüberhinausgehende Abwesenheiten können bis zu einer Gesamtsumme von maximal 9 Stunden (6 Einheiten) durch mit der Lehrveranstaltungsleitung zu vereinbarende Zusatzleistungen und Berücksichtigungen in der Note (Punktabzug) ausgeglichen werden. Die Entscheidung darüber trifft die Lehrveranstaltungsleitung.
Bei Abwesenheiten von mehr als 9 Stunden oder falls die Lehrveranstaltungsleitung bei Abwesenheiten über 4,5 Stunden einem Ausgleich nicht zustimmt, kann die Lehrveranstaltung nicht mehr positiv absolviert werden und ist negativ zu beurteilen. Eine Ausnahme von dieser Regelung ist zu gewähren, falls auf Seiten des:der Studierenden ein wesentlicher und unvorhersehbarer Grund für die Nicht-Teilnahme vorliegt. Dieser ist von der:dem Studierenden glaubhaft nachzuweisen. Bei Vorliegen eines solchen Grundes wird der:die Studierend ohne Note vom Kurs abgemeldet. Die Entscheidung darüber trifft die Lehrveranstaltungsleitung.

Richtlinien für die Benutzung von KI
Falls Sie KI (z.B.., Chat GPT oder ähnliche Software) als unterstützendes Werkzeug in Ihren Aufgaben verwenden, müssen Sie diese offen und deutlich kennzeichnen, so dass die LV- Leiterin einschätzen kann, wo und in welchem Umfang KI verwendet wurde. Beachten Sie bitte, dass für den Inhalt der Abgaben jedenfalls die Studierenden verantwortlich sind und eine Eigenleistung jedenfalls gegeben sein muss. Um die Einhaltung guter wissenschaftlicher Praxis zu gewährleisten, können Studierende dazu aufgefordert werden, ihre Abgaben in einer zusätzlichen Konversation zu reflektieren. Für eine positive Beurteilung müssen sie diese Reflexion erfolgreich absolvieren.

Examination topics

Reading list

Die verpflichtend zu lesende und weiterführende Literatur wird zu Beginn der Lehrveranstaltung via Moodle bekannt gegeben.

Association in the course directory

Last modified: Fr 07.11.2025 09:07