Universität Wien FIND

Due to the COVID-19 pandemic, changes to courses and exams may be necessary at short notice (e.g. cancellation of on-site teaching and conversion to online exams). Register for courses/exams via u:space, find out about the current status on u:find and on the moodle learning platform. NOTE: Courses where at least one unit is on-site are currently marked "on-site" in u:find.

Further information about on-site teaching and access tests can be found at https://studieren.univie.ac.at/en/info.

240508 VO Critical Whiteness Studies and Intersectionality (P2) (2019W)

Registration/Deregistration

Note: The time of your registration within the registration period has no effect on the allocation of places (no first come, first serve).

Details

Language: German

Examination dates

Lecturers

Classes (iCal) - next class is marked with N

Tuesday 15.10. 13:15 - 14:45 Hörsaal A, NIG 4.Stock
Tuesday 22.10. 13:15 - 14:45 Hörsaal A, NIG 4.Stock
Tuesday 29.10. 13:15 - 14:45 Hörsaal A, NIG 4.Stock
Tuesday 12.11. 13:15 - 14:45 Hörsaal A, NIG 4.Stock
Tuesday 19.11. 13:15 - 14:45 Übungsraum (A414) NIG 4. Stock
Tuesday 26.11. 13:15 - 14:45 Hörsaal A, NIG 4.Stock
Tuesday 03.12. 13:15 - 14:45 Hörsaal A, NIG 4.Stock
Tuesday 10.12. 13:15 - 14:45 Hörsaal A, NIG 4.Stock
Tuesday 17.12. 13:15 - 14:45 Hörsaal A, NIG 4.Stock
Tuesday 07.01. 13:15 - 14:45 Hörsaal A, NIG 4.Stock
Tuesday 14.01. 13:15 - 14:45 Hörsaal A, NIG 4.Stock
Tuesday 21.01. 13:15 - 14:45 Hörsaal A, NIG 4.Stock

Information

Aims, contents and method of the course

In der VO beschäftigen wir uns einerseits mit der Intersektionalitäts-Debatte, andererseits mit den Critical Whiteness Studies und deren wichtigsten theoretischen Positionen und Grundlagen. Diese beiden Ansätze sind insbesondere durch die Rassismustheorie miteinander verknüpft und im Wesentlichen gesellschaftskritisch bzw. -verändernd angelegt. Ausgehend vom angloamerikanischen Raum haben diese Analysen diskriminierende, abwertende und ausgrenzende Vorstellungen und Praxen kritisch in den Blick genommen – Diskurse und Handlungsweisen, die mit unterschiedlichen gesellschaftlichen Kategorien, wie Geschlecht, Hautfarbe, ethnische Zugehörigkeit, soziale Zugehörigkeit usw. und deren Verknüpfung im Zusammenhang stehen. Diese Debatte um die Verwobenheit unterschiedlicher ungleichheitsgenerierender Kategorisierungen, die im Intersektionalitäts-Paradigma mündete, basiert maßgeblich auf den Analysen der Black Feminists sowie der Critical Race Theory. Die darin formulierten Positionen, auch im Hinblick auf (meist unbewusste bzw. nicht wahrgenommene) Privilegien, die mit dem Weiß-Sein verbunden sind, lösten auch im deutschsprachigen Raum intensive Diskussionen, zunächst im Hinblick auf Differenzen und Machtverhältnisse zwischen Frauen. So werden diese Paradigmen seit den 1980er Jahren auch in der deutschsprachigen wissenschaftlichen Debatte zunehmend rezipiert.
Die VO beleuchtet die historischen Wurzeln und wichtige wissenschaftstheoretische Entwicklungen sowie zentrale Grundlagen und Theoreme der Auseinandersetzung mit Intersektionalität und „Weiß-Sein“ / Whiteness. Breiter Raum wird auch der Frage der Übertragbarkeit dieser Konzepte und Analysen auf den europäischen bzw. deutschsprachigen Kontext gewidmet. Wesentlich erscheint hier nicht zuletzt, dass diese Konzepte, gemeinsam mit den Gender-Studies, wichtige Impulse für eine konstruktivistische Gesellschaftsanalyse geliefert haben. Sie besitzen somit auch große Relevanz für die Theoriebildung und Methodologie der KSA. Ziel ist es somit auch, den Studierenden das theoretische „Rüstzeug“ zur Verfügung zu stellen, um in einer sich zunehmend globalisierenden Welt diese Konzeptionen für eine vielschichtige und differenziert Gesellschaftsanalyse umsetzen zu können.
Methode: Frontalvorträge der LV-Leiterinnen, unterstützt durch Powerpoint-Präsentationen, Filmbeispiele/digitale Medien; Diskussion; selbstständige Erarbeitung ergänzender Pflichtliteratur sowie eines themenspezifischen wissenschaftlichen Textes. Die LV wird E-Learning unterstützt geführt.

Assessment and permitted materials

Schriftliche Prüfung am Ende des Semesters über den VO-Stoff sowie Pflichtliteratur; Abgabe einer themenspezifischen wissenschaftlichen Abhandlung.
Es sind keine Hilfsmittel erlaubt.
Update aufgrund Covid-19: Die Prüfungstermine im SS 2020 werden in Form einer digitalen schriftlichen Prüfung auf Moodle abgehalten, und zwar als "Take Home Exam". Detaillierte Hinweise dazu auf Moodle im entsprechenden Kurs zur VO aus dem WS 19/20.
Bitte beachten Sie, dass für jeden Prüfungstermin ein eigener Moodle-Kurs eingerichtet wird. Bitte beachten Sie weiters, dass eine Plagiatsprüfung der abgegebenen Prüfungsbögen via Turnitin erfolgt.
Weiters können im Laufe des SS 2020 auch mündliche digitale Prüfungen abgehalten werden. Anfragen zu weiteren Details und zur Terminvereinbarung per E-Mail an die LV-Leiterin. Grundlegende Infos ebenfalls im Moodle-Kurs

Minimum requirements and assessment criteria

Kenntnis der Usancen des wissenschaftlichen Arbeitens in der KSA.
Für eine positive Beurteilung müssen mind. 50 % der Punkte (24 Punkte) erreicht werden.

Examination topics

VO-Stoff sowie Pflichtliteratur; wissenschaftliche Abhandlung.

Reading list

Amesberger, Helga/Halbmayr, Brigitte. 2008. Das Privileg der Unsichtbarkeit. Rassismus unter dem Blickwinkel von Weißsein und Dominanzkultur, Wien: Braumüller.
Brah, Avtar and Ann Phoenix. 2004. Ain’t I A Woman? Revisiting Intersectionality. In: Journal of International Women’s Studies 5(3): 75–86.
Fuchs, Brigitte/Habinger, Gabriele (Hg). 1996. Rassismen & Feminismen. Differenzen, Machtverhältnisse und Solidarität zwischen Frauen, Wien.
Garner, Steve. 2007. Whiteness. An Introduction, London/New York: Routledge.
Hess, Sabine/Langreiter, Nikola/Timm, Elisabeth (Hg.). 2011. Intersektionalität revisited. Empirische, theoretische und methodische Erkundungen, Bielefeld: transcript Verlag
Yuval-Davis, Nira. 2006. Intersectionality and Feminist Politics. In: European Journal of Women’s Studies 13(3): 193–209.
Walgenbach, Katharina/Dietze, Gabriele/Hornscheidt, Antje/Palm Kerstin (Hg.). 2007. Gender als interdependente Kategorie. Neue Perspektiven auf Intersektionalität, Diversität und Heterogenität, Opladen & Farmington Hills.
Weitere Literatur wird zu Beginn des Semesters bekannt gegeben.

Association in the course directory

Last modified: Mo 07.09.2020 15:21