420003 SE Gilles Deleuze: Knowledge, Literature and Media (2025W)
Continuous assessment of course work
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Tu 09.12. 18:30-20:00
Seminarraum I Germanistik Hauptgebäude, 1.Zwischengeschoß, Stiege 7a über Stiege 9
Registration/Deregistration
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- Registration is open from Mo 08.09.2025 08:00 to Mo 29.09.2025 08:00
- Deregistration possible until Mo 06.10.2025 08:00
Details
max. 30 participants
Language: German
Lecturers
Classes (iCal) - next class is marked with N
- Tuesday 14.10. 18:30 - 20:00 Seminarraum I Germanistik Hauptgebäude, 1.Zwischengeschoß, Stiege 7a über Stiege 9
- Tuesday 21.10. 18:30 - 20:00 Seminarraum I Germanistik Hauptgebäude, 1.Zwischengeschoß, Stiege 7a über Stiege 9
- Tuesday 28.10. 18:30 - 20:00 Seminarraum I Germanistik Hauptgebäude, 1.Zwischengeschoß, Stiege 7a über Stiege 9
- Tuesday 04.11. 18:30 - 20:00 Seminarraum I Germanistik Hauptgebäude, 1.Zwischengeschoß, Stiege 7a über Stiege 9
- Tuesday 11.11. 18:30 - 20:00 Seminarraum I Germanistik Hauptgebäude, 1.Zwischengeschoß, Stiege 7a über Stiege 9
- Tuesday 18.11. 18:30 - 20:00 Seminarraum I Germanistik Hauptgebäude, 1.Zwischengeschoß, Stiege 7a über Stiege 9
- Tuesday 25.11. 18:30 - 20:00 Seminarraum I Germanistik Hauptgebäude, 1.Zwischengeschoß, Stiege 7a über Stiege 9
- Tuesday 02.12. 18:30 - 20:00 Seminarraum I Germanistik Hauptgebäude, 1.Zwischengeschoß, Stiege 7a über Stiege 9
- N Tuesday 09.12. 18:30 - 20:00 Seminarraum I Germanistik Hauptgebäude, 1.Zwischengeschoß, Stiege 7a über Stiege 9
- Tuesday 16.12. 18:30 - 20:00 Seminarraum I Germanistik Hauptgebäude, 1.Zwischengeschoß, Stiege 7a über Stiege 9
- Tuesday 13.01. 18:30 - 20:00 Seminarraum I Germanistik Hauptgebäude, 1.Zwischengeschoß, Stiege 7a über Stiege 9
- Tuesday 20.01. 18:30 - 20:00 Seminarraum I Germanistik Hauptgebäude, 1.Zwischengeschoß, Stiege 7a über Stiege 9
- Tuesday 27.01. 18:30 - 20:00 Seminarraum I Germanistik Hauptgebäude, 1.Zwischengeschoß, Stiege 7a über Stiege 9
Information
Aims, contents and method of the course
Assessment and permitted materials
- regelmäßige und aktive Teilnahme
- Lektüre und Vorbereitung entsprechend des Arbeitsplans
- Impulsreferat und Teilnahme in Expertengruppe mit Diskussionsleitung
- Lektüre und Vorbereitung entsprechend des Arbeitsplans
- Impulsreferat und Teilnahme in Expertengruppe mit Diskussionsleitung
Minimum requirements and assessment criteria
- vgl. oben bei "Art der Leistungskontrolle"
- Diskussionsbeiträge
- eigener Input: originelle Themenwahl und klare Fragestellung; Erschließung des aktuellen Forschungsstands; Methodenbewusstsein; theoretischer Hintergrund
- Diskussionsbeiträge
- eigener Input: originelle Themenwahl und klare Fragestellung; Erschließung des aktuellen Forschungsstands; Methodenbewusstsein; theoretischer Hintergrund
Examination topics
vgl. Semesterplan
Reading list
Bogue, Ronald. Deleuze on Literature. New York 2003.
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Last modified: Su 12.10.2025 12:48
Zweitens sollen Deleuzes auch in den unterschiedlichen Philologien stark rezipierte Arbeiten zur Literatur diskutiert werden, die er selbst unter das Motto „Kritik und Klinik“ gestellt hat, um mit ihnen weitergehende Fragen der Semiotik, des Ausdrucks oder einer sozialen Symptomatologie aufzuwerfen. Immer in Verbindung mit den jeweiligen Primärtexten sollen Deleuzes Aufsätze zur ‚Überschreitung‘ und ‚Pornologie‘ bei de Sade und Leopold von Sacher-Masoch gelesen werden; die zur Semiotik in Prousts Recherche und die zur Frage des ‚Risses‘ und ‚Knackses‘ bei Zola und Fitzgerald; schließlich der (zusammen mit Félix Guattari verfasste) grundlegende Entwurf einer ‚minoritäten Literatur‘ bei Franz Kafka; und zu guter Letzt Deleuzes Text zum US-amerikanischen ‚Werden‘ in den Texten Herman Melvilles.
Drittens stehen die medientheoretisch relevanten Texte Deleuzes im Zentrum. Neben dem Kino-Buch (hier etwa Passagen zur Konvergenz von Literatur, Medientechnik und Wissensbegriff, v.a. bei Orson Welles und Alain Resnais) und den Arbeiten zu Samuel Becketts Fernsehspielen sollen hier vor allem zwei Themen beleuchtet werden: Deleuzes (und Guattaris) Neubestimmung, die sie dem Buch, seiner Anlage und Gebrauchsweise innerhalb einer massenmedialen und digitalen Umgebung zu geben versuchen; und das Konzept einer ‚literarischen Maschine‘, das Deleuze und Guattari ausgehend von Proust, mit Blick auf psychoanalytische und psychiatrische Modelle des psychischen Apparats, auf Medienanthropologien (wie die von Leroi-Gourhan und Mumford) oder auf Technikphilosophien (wie die Simondons) entwickelt haben. Gerade dieses Konzept hat zu einem grundsätzlich neuen Verständnis literarischen Schreibens etwa bei Kafka geführt, was die Funktion, Wirkung und Besonderheit von Literatur innerhalb eines umfänglicheren institutionellen und technologischen Gefüges angeht, das Verhältnis zwischen Autorschaft und kollektivem Aussagesystem oder auch die Reichweite und Aufgabe von Literaturwissenschaft und Editionsphilologie.
Wegen der Komplexität und Vielfalt von Deleuzes Schreiben ist das Seminar monographisch angelegt. Dabei soll es, anders als der Titel suggerieren mag, keineswegs nur die Sektion „Wissen, Literatur und Medien“ bedienen. Vielmehr soll es einführen in das für die heutigen Geistes- und Kulturwissenschaften maßgebliche Denken eines voraussetzungsreichen und schwierigen Theoretikers. Wie stets in DissertantInnen-Seminaren soll in den letzten Sitzungen Gelegenheit sein zur Präsentation einzelner Dissertationen, ganz gleich, ob diese an Deleuze thematisch und theoretisch anschließen oder nicht.