Universität Wien FIND

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010021 FS Wiener Konziliaristen (2010W)

Die erste Generation der Wiener Theologen im Mittelalter

6.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 1 - Katholische Theologie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first serve").

Details

Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Mittwoch 06.10. 14:00 - 15:30 Seminarraum 1 (Kath) Schenkenstraße EG
Mittwoch 13.10. 14:00 - 15:30 Seminarraum 1 (Kath) Schenkenstraße EG
Mittwoch 20.10. 14:00 - 15:30 Seminarraum 1 (Kath) Schenkenstraße EG
Mittwoch 27.10. 14:00 - 15:30 Seminarraum 1 (Kath) Schenkenstraße EG
Mittwoch 03.11. 14:00 - 15:30 Seminarraum 1 (Kath) Schenkenstraße EG
Mittwoch 10.11. 14:00 - 15:30 Seminarraum 1 (Kath) Schenkenstraße EG
Mittwoch 17.11. 14:00 - 15:30 Seminarraum 1 (Kath) Schenkenstraße EG
Mittwoch 24.11. 14:00 - 15:30 Seminarraum 1 (Kath) Schenkenstraße EG
Mittwoch 01.12. 14:00 - 15:30 Seminarraum 1 (Kath) Schenkenstraße EG
Mittwoch 15.12. 14:00 - 15:30 Seminarraum 1 (Kath) Schenkenstraße EG
Mittwoch 12.01. 14:00 - 15:30 Seminarraum 1 (Kath) Schenkenstraße EG
Mittwoch 19.01. 14:00 - 15:30 Seminarraum 1 (Kath) Schenkenstraße EG
Mittwoch 26.01. 14:00 - 15:30 Seminarraum 1 (Kath) Schenkenstraße EG
Mittwoch 26.01. 16:45 - 18:30 Seminarraum 4 (Kath) Schenkenstraße EG

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Durch die Gründung der Wiener theologischen Fakultät im Jahr 1384 wurde Wien gleichsam über Nacht zu einem Zentrum der Theologie in Europa. Die ersten beiden Generationen von Theologen an der neugegründeten Fakultät erwiesen sich allesamt als Anhänger einer reformorientierten Theologie, die die sog. Reformkonzilien von Pisa bis Basel unterstützten. Neben ihrem Einsatz für den Konziliarismus und die Kirchenreform wurden bedeutende Wiener Theologen auch zu Vorreitern einer Frömmigkeits- und Pastoraltheologie, die sich den religiösen Bedürfnissen des gebildeten Bürgertums in neuer Weise annahm.
Das Seminar wird auf die besonderen Sitaution der Universitätstheologie am Ende des Mittelalters blicken und in exemplarischen Querschnitten Inhalte, Vertreter, Stil und Besonderheiten der spätmittelalterlichen Theologie untersuchen.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Regelmäßige und aktive Teilnahme; mindestens ein Kurzreferat, eine schriftliche Seminararbeit (ca. 15 Seiten).

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Das Studium der frühen Wiener Universität und der Theologie am Ausgang des Mittelalters soll zu einer fundierten Kenntnis von Kirche und Theologie am Übergang vom Mittelalter zur Neutzeit führen. Darüber hinaus sollen Forschungsdesiderate aufgespürt und formuliert werden, sowie Methoden der Erschließung erprobt werden.

Prüfungsstoff

Im Mittelpunkt des Seminars steht die Lektüre, Analyse und Interpretation von Originaltexten und einschlägigen Quellen. Der Kontext wird durch einführende Kurzreferate beleuchtet, was zum einen dem besseren Verständnis der Texte und zum anderen der intensiveren Diskussion derselben dient. Die LV ist als Forschungsseminar konzipiert und wendet sich daher primär, aber nicht exklusiv an Studierende im zweiten Studienabschnitt sowie an Diplomanden und Dissertanden. Von den Teilnehmern werden neben der Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit zumindest geringfügige Lateinkenntnisse erwartet.

Literatur

Thomas Prügl, "Bibeltheologie und Kirchenreform. Die Errichtung der Wiener Fakultät und ihre theologische Positionierung im Spätmittelalter", in: Hans Reikersdorfer, Martin Jäggle (Hgg.), Vorwärtserinnerungen. 625 Jahre Katholisch-Theologsiche Fakultät der Universität Wien, Göttingen 2009, 377-398.
Isnard W. Frank, Das lateinische theologische Schrifttum im österreichischen Spätmittelalter, in: Die österreichische Literatur: eine Dokumentation ihrer literaturhistorischen Entwicklung, hrsg. v. Herbert Zeman. Bd. 3, 2: Ihr Profil von den Anfängen im Mittelalter bis ins 18. Jahrhundert (1050-1750), Graz 1986, 261-293.
Fritz Peter Knapp, Die Literatur des Spätmittelalters in den Ländern Österreich, Steiermark, Kärnten, Salzbrg und Tirol von 1273 bis 1439, II. Halbband: Die Literatur zur Zeit der habsburgischen Herzöge von Rudolf IV. bis Albercht V. (1358-1439), Graz 2004, v.a. 106-247 [= Geschichte der Literatur in Österreich. Von den Anfängen bis zur Gegenwart, hrsg. v. Herbert Zeman, Bd. 2/2].
Paul Uiblein, Die österreichischen Landesfürsten und die Wiener Universität im Mittelalter, in: MIÖG 72 (1964) 382-408 (Wiederabdruck in: Ders., Die Universität Wien im Mittelalter. Beiträge und Forschungen, hrsg. v. Kurt Mühlberger u. Karl Kadletz (Schriftenreihe des Universitätsarchivs Universität Wien, 11), Wien 1999.
Georg Kreuzer, Heinrich von Langenstein. Studien zur Biographie und zu den Schismatraktaten unter besonderer Berücksichtigung der 'Epistola pacis' und der 'Epistola concilii pacis' (Quellen und Forschungen aus dem Gebiet der Geschichte, NF 6), Paderborn u.a. 1987.
Albert Lang, Heinrich Totting von Oyta (Beiträge zur Geschichte der Philosophie und Theologie im Mittelalter, 33/4.5), Münster 1937.
Alois Madre, Nikolaus von Dinkelsbühl - Leben und Schriften. Ein Beitrag zur theologischen Literaturgeschichte (Beiträge zur Geschichte der Philosophie und Theologie des Mittelalters, 40/4), Münster 1965.
Alphons Lhotsky, Thomas Ebendorfer. Ein österreichischer Geschichtsschreiber, Theologe und Diplomat des 15. Jahrhunderts (Schriften der Monumenta Germaniae Historica, 15), Stuttgart 1957.
Walter Jaroschka, Thomas Ebendorfer als Theoretiker des Konziliarismus, in: MIÖG 71 (1963) 87-98.
Gallus M. Häfele, Franz von Retz. Ein Beitrag zur Gelehrtengeschichte des Dominikanerordens und der Wiener Universität am Ausgang des Mittelalters, Innsbruck 1918.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

LV für Doktorat neu; für 011 (08W) D31 oder DAM, 066 793 (08W) MAM,
Fächerkontingentseminar 1 oder (freies) Wahlfach für 011 (02W), 012 (02W) und 020 (02W)

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:26